Kerstins Rhabarberkuchen von hauchzart
Es war ein Nachmittag im späten Frühling, die Sonne schien durch das Küchenfenster und tauchte alles in ein warmes, goldenes Licht. Der Duft von frisch gesammelten Rhabarberstangen, noch leicht feucht vom Morgentau, vermischte sich mit dem süßen Versprechen von frisch gebackenem Teig. Ein Duft, der untrennbar mit dem Gefühl von Heimat und unbeschwerter Kindheit verbunden ist.
So wie heute, wenn ich wieder zu Kerstins Rhabarberkuchen greife, fühle ich mich sofort zurückversetzt: Es war meine Oma, die mit ihren geschickten Händen diesen Kuchen immer auf die sonnigste Fensterbank stellte. Ihre Augen leuchteten dann, wenn die Familie sich am Nachmittagstisch versammelte, um dieses kleine Meisterwerk zu genießen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Erinnerung an Sonnentage: Sobald der charakteristische süß-säuerliche Geruch des Rhabarbers in der Luft liegt, wirst du dich an goldene Nachmittage voller Lachen und Geborgenheit erinnern.
- Die Magie des Rührteigs: Kein kompliziertes Hüpf- oder Schlagverfahren – hier entsteht mit wenigen, ehrlichen Handgriffen ein Teig, der eine wunderbar zarte Krume verspricht.
- Die perfekte Balance: Die natürliche Säure des Rhabarbers spielt ein wunderbares Spiel mit der Süße des Teigs und dem cremigen Guss, was für ein unvergleichliches Geschmackserlebnis sorgt.
- Ein Duett der Texturen: Knusprige Mandelkrümel treffen auf einen saftigen, feuchten Boden, gekrönt von einem zartschmelzenden Schmandguss – jede Gabel ist eine Entdeckungsreise.
- Ein Kuchen, der Geschichten erzählt: Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Dessert; er ist ein Botschafter von Jahreszeiten, von Familiengeschichten und von der Freude am einfachen Genuss.
Das brauchst du
Bei diesem Kuchen geht es um die Ehrlichkeit der Zutaten. Frische, bodenständige Produkte, die in ihrer Einfachheit glänzen. Die Qualität des Rhabarbers ist hier entscheidend – wähle feste, leuchtend rote Stangen, die ihre Säure noch nicht verloren haben.
- Rhabarber: Das Herzstück. Er darf nicht zu holzig sein und muss die richtige Balance aus Säure und Fruchtigkeit mitbringen, um den Teig aufzuwecken.
- Kartoffelmehl (Stärke): Kein Tippfehler! Es ist das kleine Geheimnis, das dem Kuchen diese unglaubliche Saftigkeit und eine zarte, fast seidige Textur verleiht, die normales Mehl allein nicht erreicht.
- Gemahlene Mandeln: Sie geben dem Teig eine subtile Nussigkeit und eine angenehme Struktur, die perfekt mit der Cremigkeit des Gosses harmoniert.
- Schmand: Für den unvergleichlichen Guss – er sorgt für eine leichte, aber dennoch reichhaltige Säure, die den Rhabarber gekonnt umspielt und für eine samtige Oberfläche sorgt.
Die genauen Mengenangaben findest du, wie üblich, etwas weiter unten in der detaillierten Rezeptkarte.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Die Ursprünge von Rhabarberkuchen sind so vielfältig wie die Sorten des Rhabarbers selbst, der seit Jahrhunderten in den Gärten und auf den Feldern Europas heimisch ist. Ursprünglich eher als Heilpflanze und Gemüse geschätzt, fand der “Rheum rhabarbarum” im 18. Jahrhundert langsam seinen Weg in die süße Küche, besonders dort, wo Zitrusfrüchte Mangelware waren.
Deutschland und Österreich haben eine besonders innige Beziehung zu diesem säuerlichen Stängel. Über Generationen hinweg entwickelten sich unzählige Varianten, von einfachen Blechkuchen bis hin zu kunstvollen Torten. Jede Region und jede Familie entwickelte ihre eigenen kleinen Kniffe und Geheimnisse weiter, die oft von Müttern an Töchter weitergegeben wurden, so wie es auch bei Kerstins Eltern der Fall war.
Was diesen Kuchen zeitlos macht, ist die schlichte Eleganz. Er verkörpert das Gefühl des Frühlings und des frühen Sommers auf dem Teller. Es ist ein Gericht, das an sonnige Tage in der Natur erinnert und gleichzeitig die gemütliche Atmosphäre des heimischen Kaffeetisches beschwört.
So bereitest du Kerstins Rhabarberkuchen zu
Schritt 1: Das Fundament legen – Die Vorbereitung des Herzstücks
Der erste Schritt ist wie das Aufschlagen eines alten Tagebuchs, das die nächsten Stunden des Genusses ankündigt. Bevor überhaupt ein Löffel in die Rührschüssel wandert, muss der Ofen seine volle Wärme entfalten. Stelle ihn auf 180 Grad Ober- und Unterhitze ein.
Dieser Prozess erfordert Geduld, denn ein gut vorgeheizter Ofen ist der Schlüssel zu einem gleichmäßigen Backergebnis. Er sorgt dafür, dass der Kuchen sofort zu arbeiten beginnt und seine perfekte Krume entwickelt, ohne dass die Oberfläche zu schnell bräunt, während das Innere noch roh ist.
Schritt 2: Der Tanz der Säure – Rhabarber und Zucker vereinen sich
Jetzt ist die Zeit, den Star des Kuchens ins Rampenlicht zu rücken: den Rhabarber. Nimm die Stangen zur Hand, wasche sie gründlich und befreie sie von ihren hartnäckigen Fäden, indem du sie vorsichtig abziehst – das macht sie nicht nur angenehmer zu essen, sondern auch zarter im Biss. Schneide sie dann in mundgerechte Stücke. Denke daran, nicht zu fein zu schneiden, damit sie beim Backen nicht komplett zerfallen.
Diese kleinen Stücke werden nun mit den bescheidenen 2 Esslöffeln Zucker vermengt. Diese minimale Süße ist nicht dafür gedacht, den Rhabarber zu dominieren, sondern um seine natürliche Säure zu mildern und seinen Geschmack zu heben. Stell die Schüssel beiseite. Dort darf sie nun ein wenig ziehen, die Süße dringt langsam ein und bereitet die Säure auf ihren großen Auftritt vor.
Tipp: Achte auf die Farbe des Rhabarbers. Je leuchtender das Rot, desto süßer und weniger faserig ist er in der Regel. Wenn du nur grünen Rhabarber hast, musst du vielleicht etwas mehr Zucker verwenden.
Schritt 3: Die Schaffung des Teigs – Wo Butter auf Zucker trifft
Nun beginnt die eigentliche Magie des Rührkuchens. Nimm eine große Rührschüssel und gib die weiche Butter. Sie sollte wirklich zimmerwarm sein, nicht geschmolzen, damit sie sich gut mit dem Zucker verbinden kann. Gib die 100 Gramm Zucker hinzu und schlage beides mit dem Handmixer oder einer Küchenmaschine, bis eine helle, luftige und cremige Masse entsteht. Das ist die Grundlage für die Lockerheit deines Kuchens.
Im nächsten Schritt kommen die Eier einzeln hinzu. Schlage jedes Ei gut unter, bevor du das nächste hinzufügst. Dieser Prozess hilft, die Emulsion zu stabilisieren und sorgt für eine feinporige Struktur. Gib nun einen Schuss Rum hinzu. Er ist nicht nur für den leicht erwachsenen Geschmack, sondern hilft auch, die Aromen zu intensivieren. Kein Alkoholgeschmack, nur ein Hauch von Raffinesse.
Diese cremige Mischung ist das Herzstück deines Teiges. Ihr Duft allein verspricht schon das Kommende und lässt dein Herz höherschlagen.
Schritt 4: Die Vereinigung der Elemente – Trocken und flüssig im Einklang
In einer separaten Schüssel vermischst du nun die trockenen Zutaten. Das sind das Mehl, das für die Struktur sorgt, das spezielle Kartoffelmehl, das für die unvergleichliche Saftigkeit und Zartheit verantwortlich ist, und das Backpulver, das für den nötigen Auftrieb sorgt. Füge die gemahlenen Mandeln hinzu – sie geben dem Teig eine angenehme Textur und Tiefe.
Gib nun diese trockene Mischung in zwei oder drei Portionen zur Butter-Zucker-Ei-Masse. Beginne und ende mit den trockenen Zutaten. Rühre nur so lange, bis alles gerade eben verbunden ist. Übermäßiges Rühren kann den Teig zäh machen. Das geheime an diesem Schritt ist, die Zutaten nur kurz zu vermischen, damit keine Überentwicklung des Glutens stattfindet.
Achtung: Hier braucht es Fingerspitzengefühl. Wenn der Teig zu lange gerührt wird, können daraus harte, trockene Kuchen entstehen. Dein Ziel ist eine homogene, aber luftige Masse. Der leichte Hauch von Rum sollte nun bereits wahrnehmbar sein.
Schritt 5: Die Aufgabe der Form – Der Teig nimmt Gestalt an
Nimm nun deine vorbereitete Backform, eine Springform mit 26 cm Durchmesser ist ideal. Fette sie gut ein und bestäube sie optional leicht mit Mehl oder Paniermehl, damit sich der Kuchen später mühelos lösen lässt. Verteile den Teig gleichmäßig in der Form. Nutze einen Teigschaber, um jede letzte Spur des köstlichen Teigs aus der Schüssel zu holen.
Streiche die Oberfläche sanft glatt. Es geht darum, eine ebene Fläche zu schaffen, auf der der Rhabarber später gut liegen kann. Die Cremigkeit des Teiges ist bereits ein Versprechen für den kommenden Genuss und lässt dich auf das Ergebnis freuen.
Profi-Tipp: Wenn du eine runde Form verwendest, achte darauf, den Teig leicht nach außen zu drücken, damit die Ränder im Ofen nicht zu schnell dunkel werden. So erhältst du eine gleichmäßige Höhe.
Schritt 6: Der Aufstieg des Rhabarbers – Frische Säure auf süßem Grund
Nun ist der Moment gekommen, die vorbereiteten Rhabarberstücke auf dem Teig zu verteilen. Verteile sie möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche. Achte darauf, dass sie nicht zu dicht an den Rand gelegt werden, damit sie beim Backen nicht überlaufen. Der Anblick der leuchtenden Rhabarberstücke auf dem hellen Teig ist schon fast ein Kunstwerk für sich.
Ein kleiner Tipp: Lass ruhig ein paar Lücken. Das gibt dem Guss später die Möglichkeit, sich gut zu verteilen und mit dem Rhabarber zu verbinden. Die Kombination aus dem süßen Teig und der saftigen Säure des Rhabarbers ist das, was diesen Kuchen so besonders macht.
Interessant: Rhabarber gehört botanisch gesehen zu den Gemüsesorten, wird aber kulinarisch fast ausschließlich als Obst verwendet. Seine charakteristische säuerliche Note ist es, die ihn so beliebt macht, besonders in Kombination mit süßen Backwaren.
Schritt 7: Der cremige Mantel – Der Schmandguss entsteht
Für den Schmandguss greifen wir wieder zu einer separaten Schüssel. Hier vermischst du die restlichen 70 Gramm Zucker, die drei zusätzlichen Eier und den cremigen Schmand. Rühre alles gut durch, bis eine homogene Masse entsteht. Es geht darum, eine leicht flüssige, aber dennoch bindende Textur zu erreichen, die über den Rhabarber gegossen werden kann.
Das Geheimnis des Vanille-Puddingpulvers ist hier die Fähigkeit, dem Guss eine wunderbare Bindung zu geben und ihm eine zarte Vanillenote zu verleihen, die die Säure des Schmands und des Rhabarbers gekonnt ausbalanciert. Füge das Päckchen Puddingpulver hinzu und rühre es unter, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Der Guss sollte jetzt eine seidige Konsistenz haben.
Ein ehrlicher Tipp: Wenn du es noch cremiger magst, kannst du auch einen Esslöffel saure Sahne oder Joghurt unter den Guss mischen. Das macht ihn noch leichter und frischer.
Schritt 8: Die Vollendung – Der Guss umhüllt das Meisterwerk
Jetzt ist es Zeit, den vorbereiteten Schmandguss über die auf dem Teig verteilten Rhabarberstücke zu gießen. Verteile ihn langsam und gleichmäßig, sodass er in die Zwischenräume fließt und den Rhabarber bedeckt. Dieses langsame Gießen sorgt dafür, dass sich die Schichten gut verbinden und kein Rhabarber am Ende trocken bleibt. Der Anblick des weißen Gosses, der sich über die roten Rhabarberstücke legt, ist ein Vorgeschmack auf die Köstlichkeit, die gleich aus dem Ofen kommt.
Wenn der Guss gleichmäßig verteilt ist, kannst du die Form vorsichtig ein wenig rütteln. Das hilft, den Guss zu verteilen und Lufteinschlüsse zu vermeiden. Nun ist der Kuchen bereit für den Ofen, um zu seiner vollen Pracht heranzureifen.
Dieses Nachspeisen-Rezept ist der Beweis, wie einfach und doch raffiniert ein Kuchen sein kann.
Schritt 9: Die Verwandlung im Ofen – Goldbraune Perfektion
Es ist nun an der Zeit, den Kuchen in den vorgeheizten Ofen zu schieben. Platziere die Form im mittleren Einschub. Nun beginnt die Magie des Backens. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze wird der Kuchen nun für etwa 35 Minuten backen.
Während dieser Zeit wird sich der Teig heben, der Guss fester werden und der Rhabarber wunderbar weich und aromatisch. Beobachte den Kuchen durch die Ofentür. Wenn er goldbraun wird und der Guss leicht stockt, weißt du, dass er bald fertig ist. Die Küche wird nun mit einem betörenden Duft erfüllt sein, dem niemand widerstehen kann.
Schritt 10: Die Kunst des Abkühlens – Geduld wird belohnt
Sobald der Kuchen goldbraun ist und die Stäbchenprobe – ein Holzstäbchen, das du in die Mitte steckst und das sauber wieder herauskommt – dir anzeigt, dass er durchgebacken ist, nimmst du ihn aus dem Ofen. Es ist verlockend, ihn sofort anzuschneiden, doch hier ist Geduld gefragt.
Lass den Kuchen zunächst für etwa 10-15 Minuten in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen. Das erlaubt dem Kuchen, sich zu setzen und seine Struktur zu festigen. Erst danach löse den Springformrand vorsichtig und lass den Kuchen vollständig auf dem Gitter auskühlen. Dieser Schritt ist entscheidend, damit sich der Kuchen später gut schneiden lässt und der Guss nicht bröckelt.
Wichtiger Hinweis: Das vollständige Abkühlen ist essenziell. Ein noch warmer Kuchen kann brechen. Warte wirklich, bis er Zimmertemperatur erreicht hat, dann ist er perfekt zum Anschneiden und Genießen.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu nasser Rhabarber. Wenn dein Rhabarber sehr saftig ist, kann sich am Boden des Kuchens zu viel Flüssigkeit ansammeln. Vermeide dies, indem du den geschnittenen Rhabarber vor dem Mischen mit dem Zucker gut abtropfen lässt oder sogar kurz mit etwas Küchenpapier abtupfst. Das verhindert, dass der Kuchenboden matschig wird.
Fehler 2: Zutaten nicht zimmerwarm. Kalte Butter und Eier lassen sich schlechter verbinden und können dazu führen, dass der Teig klumpig wird oder nicht richtig aufgeht. Nimm alle Teigzutaten mindestens 30 Minuten vorab aus dem Kühlschrank, damit sie Raumtemperatur erreichen.
Fehler 3: Übereifer beim Rühren. Zu langes oder zu intensives Rühren des Teigs nach Zugabe des Mehls entwickelt zu viel Gluten. Das Resultat ist ein zäher, dichter Kuchen statt eines luftigen Genusses. Rühre nur so lange, bis die Zutaten gerade eben verbunden sind.
Fehler 4: Zu frühes Anschneiden. Auch wenn der Duft unwiderstehlich ist, hat der Kuchen Zeit zum Abkühlen gebraucht. Wenn du ihn zu warm anschneidest, wird die Struktur noch nicht stabil sein. Der Guss kann auslaufen, und der Kuchen zerfällt leicht. Geduld ist hier eine Tugend, die sich auszahlt.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Verführung: Ersetze Butter durch hochwertige vegane Margarine. Für den Guss greife zu einer Mischung aus veganem Joghurt und etwas Zitronensaft, angedickt mit Speisestärke. Anstelle von Eiern im Teig funktionieren gut gereifte Bananen oder Apfelmus als Bindemittel.
Aromatische Apfel-Rhabarber-Kombination: Tausche einen Teil des Rhabarbers gegen säuerliche Äpfel aus. Die Kombination von Apfel und Rhabarber ist ein Klassiker, der dem Kuchen eine zusätzliche fruchtige Tiefe verleiht. Die Süße der Äpfel kompensiert dabei die Säure des Rhabarbers wunderbar.
Festliche Variante mit Himbeeren: Für besondere Anlässe kannst du frische Himbeeren zum Rhabarber geben. Die kleinen roten Beeren steuern eine zarte Süße und eine wunderschöne Farbe bei, die den Kuchen noch ansprechender macht. Sie harmonieren perfekt mit der Säure des Rhabarbers.
Profi-Tipps für Kerstins Rhabarberkuchen
- Fokus auf die Rhabarberwahl: Wähle am besten frühen Rhabarber. Er ist zarter und weniger faserig als später Rhabarber in der Saison. Die roten Sorten sind meist aromatischer und weniger sauer.
- Die Geheimnis der Kartoffelstärke: Scheue dich nicht vor der Kartoffelstärke. Sie ist der Schlüssel zur außerordentlichen Saftigkeit dieses Kuchens. Sie bindet die Feuchtigkeit und sorgt für eine zarte Textur, die mit reinem Weizenmehl schwer zu erreichen ist.
- Röste die Mandeln kurz an: Für ein intensiveres Aroma kannst du die gemahlenen Mandeln vor dem Untermischen ganz kurz in einer trockenen Pfanne anrösten. Aber Achtung: Sie verbrennen schnell! Nur leicht Farbe annehmen lassen.
- Die Sache mit dem Rum: Wenn du keinen Rum zur Hand hast oder ihn vermeiden möchtest, kannst du stattdessen einen guten Schuss Apfel- oder Weißwein zum Teig geben. Er sorgt ebenfalls für eine wunderbare Aromavertieferung.
- Experimentiere mit Gewürzen: Für eine frühlingshafte Note passen auch eine Prise Kardamom oder etwas geriebene Zitronenschale perfekt zum Rhabarber und machen den Kuchen zu etwas ganz Besonderem.
Servier-Ideen für Kerstins Rhabarberkuchen
Anrichten & Dekoration
Ein Hauch von Puderzucker, wie frisch gefallener Schnee auf dem süßen Kuchen, ist oft alles, was dieser schon perfekte Kuchen braucht. Eine dünne, gleichmäßige Schicht bringt die Farben von Rhabarber und Guss noch mehr zur Geltung.
Du kannst auch eine Handvoll frischer Minzblätter oder ein paar essbare Blüten für einen frischen, visuellen Akzent auf den Kuchen legen. Das verleiht ihm eine Eleganz, die besonders bei besonderen Anlässen gut ankommt und zeigt, dass du dir extra Mühe gegeben hast.
Passende Beilagen
Eine großzügige Nocke frisch geschlagener Sahne ist der absolute Klassiker und ergänzt die Säure des Rhabarbers perfekt. Sie schmilzt sanft auf der Zunge und sorgt für eine luxuriöse Cremigkeit, die jeden Bissen abrundet.
Eine Kugel Vanilleeis, die langsam schmilzt und sich mit dem noch leicht warmen Kuchen vermischt, ist eine weitere unwiderstehliche Kombination, besonders nach einem herzhaften Rindfleischgericht. Für eine leichtere Option eignet sich ein Klecks Naturjoghurt oder eine fruchtige Sauce, wie ein selbstgemachtes Erdbeerkompott.
Für besondere Anlässe
Dieser Kuchen mag einfach erscheinen, aber seine Qualität und sein Geschmack machen ihn zum perfekten Gast auf jeder Kaffeetafel, sei es zum Muttertag, zu Ostern oder einfach nur als süßer Abschluss eines Frühlings- oder Sommeressens. Er bringt die Frische und Leichtigkeit der Saison auf den Tisch und zaubert jedem Gast ein Lächeln ins Gesicht.
Er ist auch eine ideale Ergänzung zu einer kleinen Auswahl an Käse und Brot, wo seine fruchtige Säure einen angenehmen Kontrast zu salzigen und cremigen Noten bietet. So wird aus einem einfachen Kuchen ein Teil eines ganzen kulinarischen Erlebnisses.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Wenn doch einmal etwas Kuchen übrigbleibt – was bei diesem Rezept selten der Fall ist – bewahre ihn am besten in einem luftdichten Behälter auf. So bleibt er vor Austrocknung geschützt.
Platziere den Behälter im Kühlschrank. Dort hält sich der Kuchen gut 3-4 Tage, wobei er mit jedem Tag ein wenig weicher werden kann, was aber den Genuss keineswegs mindert.
Einfrieren
Kerstins Rhabarberkuchen lässt sich wunderbar einfrieren. Schneide ihn am besten vor dem Einfrieren in Portionen. Wickle jede Portion einzeln und fest in Frischhaltefolie ein, um Gefrierbrand zu vermeiden.
Anschließend kannst du die eingewickelten Stücke noch in einen Gefrierbeutel geben. So aufbewahrt, hält sich der Kuchen problemlos für bis zu drei Monate im Gefrierschrank und wartet geduldig auf seinen nächsten Einsatz.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Um den eingefrorenen oder gekühlten Kuchen wieder in den Genusszustand zu versetzen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Im Backofen bei etwa 160°C für 10-15 Minuten aufbacken ist eine Methode, die die ursprüngliche Textur gut bewahrt. Alternativ kannst du für kurze Intervalle die Mikrowelle nutzen, aber sei vorsichtig, damit der Kuchen nicht gummiartig wird.
Für ein sanfteres Aufwärmen und eine leichte Kruste kannst du den Kuchen auch vorsichtig in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen. Achte darauf, dass er nicht anbrennt und die Wärme gleichmäßig verteilt wird. Oft ist das Aufwärmen im Toaster eine gute Option für einzelne Stücke.
Häufig gestellte Fragen
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Wie lange dauert die Zubereitung von Kerstins Rhabarberkuchen von hauchzart?
Die reine Zubereitungszeit, also das Mischen und Vorbereiten der Zutaten, beträgt etwa 35 Minuten. Hinzu kommt die Backzeit von ca. 35 Minuten und die anschließende Abkühlzeit, die mindestens eine Stunde betragen sollte, damit der Kuchen seine optimale Konsistenz erreicht. Plane also insgesamt etwa 2 Stunden ein, wenn du ihn noch warm genießen möchtest, oder rechne mehr Zeit ein, wenn er vollständig auskühlen soll.
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Kann ich andere Früchte anstelle von Rhabarber verwenden?
Ja, absolut! Der Kuchen ist sehr vielseitig. Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren sind eine hervorragende Alternative oder Ergänzung. Auch saftige Äpfel, die du in dünne Spalten schneidest und mit etwas Zimt vermischst, passen wunderbar. Bei süßeren Früchten solltest du die Zuckermenge im Teig eventuell leicht reduzieren, um eine ausgewogene Süße zu gewährleisten.
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Ist Kerstins Rhabarberkuchen von hauchzart vegan?
Nein, in dieser klassischen Version ist der Kuchen nicht vegan, da er Eier und Schmand enthält. Für eine vegane Variante müsstest du die Eier durch pflanzliche Alternativen wie Leinsamen-Eier (1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser verrührt und quellen gelassen) oder Apfelmus ersetzen. Statt Schmand kannst du eine Mischung aus veganem Joghurt oder Seidentofu mit etwas Zitronensaft und Speisestärke verwenden. Auch die Butter muss durch eine hochwertige pflanzliche Margarine ersetzt werden.
Kerstins Rhabarberkuchen von hauchzart
Kerstins Rhabarberkuchen ist ein frühlingshafter Genuss, der den Geschmack von frisch geerntetem Rhabarber mit einem saftigen, aromatischen Teig kombiniert. Der cremige Schmandguss verleiht dem Kuchen eine besondere Note und sorgt für ein herrliches Geschmackserlebnis. Ideal für Kaffeekränzchen oder Familienfeiern bringt dieser Kuchen Abwechslung auf jede Kaffeetafel und begeistert sowohl Jung als auch Alt.
- Für den Teig:100 g Butter
- 100 g Zucker
- 2 Eier
- 125 g Mehl
- 125 g Kartoffelmehl
- 1 TL Backpulver
- 50 g gemahlene Mandeln1 Schuss Rum
- Für die Rhabarberfüllung:500 g Rhabarber
- 2 EL Zucker
- Für den Schmandguss:70 g Zucker
- 3 Eier
- 350 g Schmand1 Pck. Vanille-Puddingpulver
- Kochen
- 1Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- 2Den Rhabarber waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit 2 EL Zucker vermengen und beiseite stellen.
- 3In einer großen Rührschüssel die Butter mit 100 g Zucker cremig rühren. Nach und nach die Eier hinzufügen und gut unterrühren.
- 4Die trockenen Zutaten – Mehl, Kartoffelmehl, Backpulver und die gemahlenen Mandeln – in einer separaten Schüssel vermengen.
- 5Die trockenen Zutaten sowie einen Schuss Rum zur Butter-Zucker-Ei-Masse geben und alles gut verrühren.
- 6Den fertigen Teig in eine gefettete Backform (26 cm) gießen und gleichmäßig verteilen.
- 7Die vorbereiteten Rhabarberstücke gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
- 8In einer separaten Schüssel die restlichen 70 g Zucker, die weiteren Eier, den Schmand und das Vanille-Puddingpulver gut verrühren.
- 9Den Guss gleichmäßig über den Rhabarber verteilen.
- 10Den Kuchen im vorgeheizten Ofen für etwa 35 Minuten backen, bis er goldbraun ist.
- 11Nach dem Backen den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form abkühlen lassen, bevor er serviert wird.
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