Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln – einfach & lecker – Backen & Kochen
Der Duft von frisch gebackenem Kuchen dringt durch das offene Fenster, ein lauer Frühlingswind trägt ihn in den Garten. Es ist dieser Hauch von süßer Säure, gemischt mit der buttrigen Wärme von Streuseln, der mich unweigerlich an Omas Küchentisch zurückversetzt. Dort, inmitten des alten Fachwerks und dem leisen Ticken der Kuckucksuhr, entfaltete sich jedes Mal erneut das magische Ritual des Rhabarberkuchens.
Und obwohl die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat und Omas Kuckucksuhr seit Jahren schweigt, lebt diese Erinnerung in jedem Bissen dieses Kuchens fort. Es ist die pure Essenz des Frühlings, eingefangen in einem Teig, der sich auf der Zunge anfühlt wie ein warmes Lächeln.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Hauch von Sommer in jeder Frucht: Der Rhabarber, sonnengereift und leicht säuerlich, tanzt auf der Zunge und bringt die erfrischende Leichtigkeit des Frühlings auf dein Blech.
- Knusperglück pur: Die goldbraunen Marzipan-Streusel brechen auf den ersten Biss mit einem unwiderstehlichen Knacken und hinterlassen eine zarte, nussige Süße.
- Seelentröster Hefeteig: Ein sanfter, luftiger Hefeteig bildet das Fundament dieses Kuchens, ein Versprechen von Wärme und Geborgenheit, das jeden Bissen veredelt.
- Einfachheit, die verzaubert: Keine komplizierten Techniken, keine exotischen Zutaten – nur pure Liebe zum Detail und ein Ergebnis, das so aussieht und schmeckt, als käme es aus einem Profi-Café.
Das brauchst du
Die Qualität der Zutaten ist hier nicht nur eine Floskel, sondern der Schlüssel zu einem Kuchen, der wirklich begeistert. Wenn der Rhabarber frisch vom Markt kommt, seine Farbe noch leuchtet und die Verdauung der Streusel durch gute Butter eine besondere Cremigkeit erhält, dann schmeckt man die Sorgfalt in jedem Krümel. Vertraue auf das Beste, und dein Kuchen wird es dir danken.
- Frischer Rhabarber: Das Herzstück des Kuchens, dessen leicht säuerliche Note perfekt mit der Süße harmoniert.
- Hochwertiges Dinkelmehl: Verleiht dem Teig und den Streuseln eine wunderbare Textur und einen dezent nussigen Geschmack, der Weizenmehl bei weitem übertrifft.
- Gute Butter: Ob weich für den Teig oder kalt für die Streusel – sie ist unerlässlich für Zartheit und einen reichen Geschmack.
- Marzipanrohmasse: Bringt eine unverwechselbare, süß-herbe Note in die Streusel, die diesen Kuchen von anderen abhebt.
- Frische Hefe: Sorgt für den charakteristischen, luftigen und leichten Hefeteig.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Die Ursprünge des Rhabarberkuchens sind so vielfältig wie die Regionen, aus denen er stammt. Ursprünglich eher als säuerliche Frucht in Eintöpfen oder Kompott verwendet, fand der Rhabarber im Laufe der Zeit seinen Weg in die süßen Kreationen. Seine Widerstandsfähigkeit und die frühe Verfügbarkeit im Frühjahr machten ihn zu einem beliebten Gast in den Küchen, besonders dort, wo Zitrusfrüchte noch Luxusware waren.
Mit der Zeit entwickelten sich unzählige Variationen, von einfachen Blechkuchen bis hin zu aufwendigen Torten. Die Zugabe von Streuseln, oft mit Nüssen oder Marzipan verfeinert, verwandelte den einst rustikalen Kuchen in ein wahres Fest für die Sinne. Dies ist eine Hommage an diese Entwicklung, eine Mischung aus Tradition und einem Hauch von Luxus.
Man sagt, dass die Kombination von süß und sauer Glück bringt – und der Rhabarber ist ein Paradebeispiel dafür. Seine Beeren-ähnliche Süße, gepaart mit einer deutlichen Säure, macht ihn zu einem kulinarischen Chamäleon, das sich wunderbar in Gebäck einfügt und für eine angenehme Balance sorgt. Auch die Wahl des Mehls hat seine Geschichte, mit dem Trend zu Dinkel, der an alte Getreidesorten erinnert und dem Kuchen einen rustikaleren, bekömmlicheren Charakter verleiht.
So bereitest du Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln zu
Schritt 1: Das Fundament der Süße – Der Hefeteig beginnt zu leben
Alles beginnt mit einer Prise Magie in einer Schüssel. Die Hefe, befreit aus ihrer Kühle, wird sanft in lauwarmer Milch mit einem Löffel Zucker erweckt. Du siehst, wie sie zu arbeiten beginnt, kleine Bläschen aufsteigen, wie ein Versprechen auf Luftigkeit. Dieses aufmunternde Gemisch wird nun mit dem Dinkelmehl – einer Mischung aus dem feinen Type 630 und dem kernigen Vollkorn – vermengt. Gib das Ei und eine winzige Prise Salz hinzu; sie sind die stillen Helden, die alles zusammenhalten und die Aromen hervorheben, ohne selbst im Vordergrund zu stehen.
Nun kommt die Butter ins Spiel. Nicht kalt und unnahbar, sondern weich und geschmeidig. Sie wird langsam in den Teig eingearbeitet, bis eine Masse entsteht, die sich wunderbar formen lässt und dem Teig seine Zartheit verleiht. Knete ihn, lass ihn deine Hände umspielen, bis er sich glatt und elastisch anfühlt. Dann gib ihm eine warme Decke, decke die Schüssel gut ab, und lass ihn für mindestens 45 Minuten ruhen und aufblühen. In dieser Zeit verdoppelt er sein Volumen – ein Zeichen dafür, dass die Hefe ihre Arbeit getan hat und bereit ist für den großen Auftritt.
Tipp: Die Lauwarmheit der Milch ist entscheidend; zu heiß tötet die Hefe, zu kalt lässt sie träge werden. Suche die goldene Mitte, kurz bevor du sie trinken würdest, dann ist sie perfekt.
Schritt 2: Die knusprige Überraschung – Marzipan-Streusel, die zum Naschen verführen
Während der Hefeteig träumt, widmen wir uns den Sternen dieses Kuchens: den Streuseln. Hier kommt das Marzipan ins Spiel, seine charakteristische Süße und sein feiner Mandelgeschmack werden deine Streusel auf ein neues Level heben. Schneide es zusammen mit kalter Butter in kleine Würfel – die Kälte ist hier das Geheimnis für die später so gewünschte, knusprige Konsistenz. Gib sie in eine Schüssel, zu der feinen Mischung aus Dinkelmehl, Zucker, einem Hauch Vanillezucker für die Süße, und einer weiteren winzigen Prise Salz, die die Aromen intensiviert.
Arbeite nun mit den Fingerspitzen. Verreibe die Zutaten, bis sich feine Krümel bilden. Du solltest die Masse nicht zu einem Teig verkneten, sondern wirklich nur so lange bearbeiten, bis grobe Streusel entstehen. Es ist dieses Spiel der Texturen, das den Biss ausmacht. Lege die so entstandenen Streusel nun zum Kühlen in den Kühlschrank. Sie müssen dort mindestens 30 Minuten verweilen, damit die Butter fest bleibt und sie beim Backen herrlich knusprig werden.
Achtung: Widerstehe der Versuchung, die Streusel zu lange zu kneten. Das Ziel sind krümelige Stücke, keine homogene Masse, sonst werden sie hart und nicht appetitlich.
Schritt 3: Die Säure erwecken – Rhabarber, bereit für seinen Auftritt
Jetzt ist der Rhabarber an der Reihe, seine Rolle im Frucht-Ensemble einzunehmen. Wasche die Stangen sorgfältig ab, entferne gegebenenfalls holzige Enden, und schneide sie dann in mundgerechte Stücke von etwa zwei Zentimetern Dicke. Es ist diese Größe, die dem Rhabarber erlaubt, beim Backen weich zu werden, aber dennoch eine angenehme Bissfestigkeit zu behalten. Keine Angst vor Schale, sie enthält Farbe und zusätzliche Ballaststoffe und wird beim Backen wunderbar zart.
Gib die Rhabarberstücke nun in eine Schüssel. Hier vermengst du sie behutsam mit Zucker und einem Hauch Vanillezucker. Die Süße balanciert die natürliche Säure des Rhabarbers und hebt seine fruchtigen Noten hervor. Eine winzige Prise Zimt sorgt für das gewisse Etwas, eine warme Gewürznote, die perfekt zum Frühling passt. Lass diese Mischung nun etwa zehn bis fünfzehn Minuten ziehen. Währenddessen entzieht der Zucker dem Rhabarber etwas Saft, was ihn leicht anschmiegsam macht und den Beginn der Geschmacksharmonie markiert.
Der entscheidende Moment: Die Menge an Zucker für den Rhabarber hängt stark von seiner individuellen Säure ab. Probier ruhig ein kleines Stück, bevor du den Zucker hinzufügst, um die richtige Balance zu finden.
Schritt 4: Die Bühne bereiten – Teig ausrollen und den Rand formen
Dein Hefeteig hat nun seine Ruhepause beendet und ist voller Leben, bereit, sich ausbreiten zu lassen. Nimm ein Backblech von etwa 30×40 cm Größe und fette es großzügig ein. Es ist dieser Übergang von der Schüssel zum Blech, der dem Kuchen seine typische Blechkuchen-Form gibt. Hole den aufgegangenen Teig aus der Schüssel und lege ihn auf das gefettete Blech. Nun drücke ihn sanft, aber bestimmt, von innen nach außen. Beginne in der Mitte und arbeite dich langsam zu den Rändern vor.
Der Trick ist, einen kleinen, etwa 2 cm hohen Rand zu formen. Dieser Rand dient nicht nur der Anschaulichkeit, sondern hält auch die Fruchtfüllung und die Streusel an ihrem Platz und verhindert, dass sie beim Backen überlaufen. Drücke den Rand nicht zu fest an, sondern lasse ihn luftig. Dies sorgt dafür, dass auch der Rand des Kuchens eine schöne, lockere Textur bekommt und nicht hart wird. Achte darauf, den Teig gleichmäßig zu verteilen, sodass keine dicken oder dünnen Stellen entstehen.
Was ich dabei gelernt habe: Wenn der Teig zu sehr klebt, befeuchte deine Hände leicht mit etwas Wasser oder bestäube sie ganz zart mit Mehl. Aber übertreibe es nicht, zu viel Mehl macht den Teig trocken.
Schritt 5: Die Krönung – Rhabarber und Streusel vereinen sich
Jetzt ist der Moment gekommen, die einzelnen Elemente zu vereinen und dieses Meisterwerk zu vollenden. Nimm die vorbereiteten Rhabarberstücke, den süß-säuerlichen Star des Kuchens, und verteile sie gleichmäßig auf dem ausgerollten Hefeteig. Achte darauf, dass die Fruchtstücke nicht zu dicht aneinander liegen, damit sie beim Backen ausreichend Hitze bekommen und schön weich werden. Versuche, die gesamte Fläche des Teiges zu bedecken, aber lasse den Rand frei.
Anschließend holst du die gekühlten Marzipan-Streusel aus dem Kühlschrank. Verstreue sie nun großzügig über den Rhabarber. Lass sie ruhig etwas durcheinander fallen, die unregelmäßige Verteilung sorgt für besonders attraktive, knusprige Spitzen. Die Streusel werden beim Backen goldbraun und verteilen ihr feines Aroma. Dies ist der Moment, in dem der Kuchen seine charakteristische Optik erhält und sein unwiderstehliches Verlockungspotenzial preisgibt.
Ein ehrlicher Tipp: Wenn du keine Marzipanrohmasse zur Hand hast, kannst du stattdessen gehackte Mandeln oder Nüsse verwenden. Der geschmackliche Unterschied ist vorhanden, aber die knusprige Textur bleibt.
Schritt 6: Die Verwandlung – Ab in den Ofen und zauberhaft werden lassen
Der Ofen ist nun vorgeheizt und bereit, die Magie zu entfalten. Schiebe das gefettete Blech mit dem belegten Teig in das untere Drittel des Ofens. Wir backen bei 180 Grad Celsius mit Ober- und Unterhitze. Dies sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung und eine wunderbare Bräunung von unten und oben. Die knusprigen Streusel werden goldbraun und der Rhabarber beginnt weich zu werden, sein Saft karamellisiert leicht am Rand.
Die Backzeit beträgt etwa 35 bis 40 Minuten. Halte die Augen offen, denn jeder Ofen ist anders. Wenn die Streusel eine satte, goldbraune Farbe angenommen haben und der Kuchen insgesamt schön aufgegangen ist, ist er wahrscheinlich fertig. Du kannst mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig durchgebacken ist – wenn kein feuchter Teig daran haften bleibt, ist er bereit. Lass ihn nach dem Backen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen, bevor du ihn anschneidest. Die Geduld wird sich auszahlen, denn die Aromen entfalten sich am besten, wenn der Kuchen Zimmertemperatur erreicht hat.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Der Teig geht nicht auf
Das passiert oft, wenn die Hefe nicht mehr aktiv war oder die Milch zu heiß war. Achte darauf, frische Hefe zu verwenden und die Milch nur lauwarm zu erwärmen. Wenn du unsicher bist, lass die Hefe mit etwas Zucker und Milch 5-10 Minuten stehen – sie sollte schaumig werden.
Fehler 2: Die Streusel sind hart oder matschig
Harre Streusel entstehen, wenn die Butter nicht kalt genug war oder der Teig zu lange geknetet wurde. Matschige Streusel sind ein Zeichen dafür, dass die Butter nicht die richtige Konsistenz hatte oder zu viel Mehl verwendet wurde. Benutze immer kalte Butter und verknete die Streusel nur kurz mit den Fingerspitzen.
Fehler 3: Der Rhabarber ist zu wässrig oder bleibt hart
Zu viel Flüssigkeit im Rhabarber kann den Teig durchweichen. Entweder hat der Rhabarber zu lange gezogen und viel Saft verloren, oder er wurde zu fein geschnitten. Schneide ihn in passende Stücke und lass ihn nicht zu lange mit Zucker ziehen. Wenn er hart bleibt, war die Backzeit vielleicht zu kurz oder die Stücke zu groß.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Verführung: Ersetze die Butter für Teig und Streusel durch hochwertige Margarine oder Kokosöl (eine feste Variante, die beim Kühlen aushärtet). Für den Teig kannst du bei Bedarf ein Ei durch eine Mischung aus Apfelmus oder Leinsamen-Ei ersetzen. Achte darauf, dass die Marzipanrohmasse ebenfalls frei von tierischen Produkten ist, was meist der Fall ist.
Fruchtige Duo-Variante: Kombiniere den Rhabarber mit anderen saisonalen Früchten. Erdbeeren passen wunderbar und verleihen dem Kuchen eine zusätzliche Süße und eine leicht rosafarbene Note. Mische einfach gewürfelte Erdbeeren unter die Rhabarberstücke, bevor du sie auf dem Teig verteilst. Das Ergebnis ist ein noch komplexerer und fruchtigerer Genuss.
Festliche Note mit Vanille & Kokos: Verleihe den Streuseln eine exotische Note, indem du einen Teil des Zuckers durch Kokosblütenzucker ersetzt und zusätzlich etwa 50g Kokosraspel unter die Streuselmasse mischst. Für den Teig kann ein Teelöffel Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote für ein noch intensiveres Aroma sorgen.
Profi-Tipps für Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln
Das Geheimnis des saftigen Bodens: Bevor du den Rhabarber auf den Teig gibst, kannst du den Boden mit einer dünnen Schicht Grieß bestreuen. Dies bindet überschüssige Flüssigkeit und verhindert, dass der Teig matschig wird, ohne den Kuchenguss zu beeinträchtigen.
Für extra knusprige Streusel: Wenn du deine Streusel besonders knusprig magst, gib eine kleine Menge gemahlene Mandeln oder Amarettini-Brösel zur Mehl-Zucker-Mischung. Das gibt ihnen Biss und zusätzlichen Geschmack.
Die perfekte Süße-Säure-Balance: Scheue dich nicht, den Rhabarber vor dem Hinzufügen der Streusel zu probieren. Ist er sehr sauer, gib noch einen kleinen Löffel Zucker hinzu. Ist er ungewöhnlich süß, kannst du auch einen Spritzer Zitronensaft zufügen, um die Säure wieder zu betonen.
Verpasse deinem Kuchen ein Finish: Nach dem Backen und Abkühlen kannst du den Kuchen mit einem feinen Sieb mit Puderzucker bestäuben. Das ist nicht nur dekorativ, sondern mildert auch eine eventuelle zu starke Säure ab und gibt dem Ganzen einen eleganten Touch.
Kontrolliere die Hitze von unten: Wenn du feststellst, dass dein Blechkuchen von unten zu schnell bräunt, lege für die letzte Hälfte der Backzeit ein zweites leeres Blech oder eine feuerfeste Form mit Wasser gefüllt darunter. Das simuliert eine Dampfgar-Atmosphäre und schützt den Boden vor zu starker Hitze.
Servier-Ideen für Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln
Anrichten & Dekoration
Das Anrichten beginnt schon beim Auskühlen. Lass den Kuchen auf einem Gitter abkühlen, damit die Unterseite nicht matschig wird. Sobald er Zimmertemperatur erreicht hat, kannst du ihn mit einem scharfen Messer in saubere Quadrate schneiden. Ein leichter Puderzucker-Hauch überzieht den gesamten Kuchen wie frisch gefallener Schnee und verleiht ihm eine zarte Süße. Oftmals verlangen die Streusel nach keiner weiteren Dekoration, aber ein paar frische Minzblätter oder kleine essbare Blüten können dem Ganzen eine frühlingshafte Note verleihen.
Passende Beilagen
Dieser Kuchen glänzt für sich allein, aber um ihn zu einem vollwertigen Dessert zu machen, sind klassische Begleiter eine ausgezeichnete Wahl. Frisch geschlagene Sahne, die leicht gesüßt und vielleicht mit einem Hauch Vanille verfeinert ist, bildet einen perfekten Kontrast zur Säure des Rhabarbers und der Knusprigkeit der Streusel. Ein Klecks kühles Vanilleeis schmilzt langsam auf dem warmen Kuchen und sorgt für ein wunderbares Geschmackserlebnis. Wer es lieber cremiger mag, dem sei eine selbstgemachte Vanillesauce empfohlen.
Für besondere Anlässe
Ein Blechkuchen mag auf den ersten Blick nicht nach „besonderem Anlass” klingen, aber dieser hier hat das Potenzial, jede Feier aufzuwerten. Ob als süßer Abschluss eines Osterbrunches, als Highlight auf einer Gartenparty im späten Frühling oder als süße Überraschung zum Muttertag – er ist immer willkommen. Die Portionen lassen sich leicht anpassen, und die leuchtende Farbe des Rhabarbers passt perfekt zu jeder fröhlichen Zusammenkunft.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Wenn doch einmal etwas vom köstlichen Rhabarberkuchen übrig bleibt, solltest du ihn luftdicht verpacken. Eine Kuchenhaube oder Frischhaltefolie, die den Kuchen gut abdeckt, schützt ihn vor Austrocknung. An einem kühlen Ort, wie z. B. im Keller oder einem kühlen Vorratsraum, hält er sich so gut 2 bis 3 Tage frisch. Bedenke jedoch, dass die Streusel etwas von ihrer ursprünglichen Knusprigkeit einbüßen können.
Einfrieren
Der Kuchen lässt sich hervorragend einfrieren und ist somit perfekt für die Vorbereitung von Festen oder um immer einen Vorrat an süßen Genussmomenten zu haben. Schneide den ausgekühlten Kuchen am besten schon in einzelne Portionen. Wickle jede Portion einzeln und gut in Frischhaltefolie ein und gib sie dann in einen Gefrierbeutel oder eine gefriergeeignete Box. So verpackt hält er sich mehrere Monate im Gefrierschrank.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Um den gefrorenen oder auch nur gekühlten Kuchen wieder auf Genusstemperatur zu bringen, kannst du ihn bei Zimmertemperatur langsam auftauen lassen. Bevorzuge aber das langsame Aufwärmen im Backofen. Lege die Portionen auf ein kleines Backblech oder in eine Auflaufform und erwärme sie bei etwa 150 Grad Celsius für 10-15 Minuten. Die Streusel werden dadurch wieder leicht knusprig und der Kuchen fühlt sich frisch gebacken an. Vermeide die Mikrowelle, da diese den Kuchen oft zäh werden lässt.
Häufig gestellte Fragen
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Kann ich den Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln auch mit anderem Mehl machen?
Du kannst durchaus auch Weizenmehl verwenden, am besten Type 405 oder 550. Der Geschmack wird dadurch etwas neutraler, aber der Hefeteig wird genauso gut aufgehen und eine schöne fluffige Konsistenz entwickeln. Wenn du eine glutenfreie Variante anstrebst, sind spezielle glutenfreie Mehlmischungen eine gute Option, wobei du hier experimentieren musst, da die Bindungseigenschaften variieren können. Auch Buchweizenmehl oder Mandelmehl könnten interessanterweise funktionieren, verändern aber natürlich das Gesamtbild und den Geschmack.
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Der Rhabarber ist sehr sauer, was kann ich tun, um den Kuchen trotzdem süß zu bekommen, ohne ihn zu klebrig zu machen?
Das ist eine häufige Herausforderung bei Rhabarber, und es gibt mehrere Wege, dem entgegenzuwirken. Zum einen kannst du die Zuckermenge für die Füllung erhöhen, aber sei vorsichtig, damit sie nicht zu süß wird. Eine clevere Methode ist es, die Streusel mit etwas mehr Zucker anzureichern. Aber der beste Trick ist die Kombination: Wenn der Rhabarber sehr sauer ist, dann mache süßere Streusel und serviere den Kuchen mit einer zusätzlichen süßen Komponente wie Schlagsahne oder einer leichten Vanillesauce. Ein Spritzer Zitronensaft kann paradoxerweise auch die Süße im Rhabarber hervorheben, indem er die Säure subtiler macht.
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Wie bekomme ich den Kuchen besonders gut durchgebacken, ohne dass die Streusel verbrennen?
Das ist ein klassisches Dilemma beim Backen mit Streuseln. Wenn deine Streusel dazu neigen, schneller zu bräunen als der Kuchen selbst, dann gibt es ein paar Tricks. Beginne damit, das untere Drittel des Ofens wie empfohlen zu nutzen, um eine gleichmäßige Hitze von unten zu gewährleisten. Wenn du siehst, dass die Streusel zu dunkel werden, bevor der Kuchen fertig ist, kannst du sie vorsichtig mit einem Stück Alufolie abdecken. Dies schützt sie vor weiterer direkter Hitze und erlaubt dem Kuchen, in Ruhe fertig zu backen. Eventuell kannst du die Temperatur auch um 10 Grad reduzieren und die Backzeit leicht verlängern.
Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln
Ein saftiger Rhabarberkuchen vom Blech mit knusprigen Marzipan-Streuseln, perfekt für Frühling und Familienfeiern. Eine Kombination aus lockerem Hefeteig, fruchtiger Füllung und süßen Streuseln.
- Hefe: 1/2 Würfel
- Zucker: 60 g
- Milch lauwarm: 250 g
- Dinkelmehl Type 630: 200 g
- Dinkelmehl Vollkorn: 200 g
- Ei: 1 Stück
- Salz: 1/4 TL
- Butter weich: 75 g
- Dinkelmehl Type 630 für Streusel: 150 g
- Zucker für Streusel: 80 g
- Vanillezucker: 1 Pck
- Marzipanrohmasse: 100 g
- Butter kalt für Streusel: 100 g
- Prise Salz: 1
- Rhabarber: 1 kg
- Zucker für Füllung: 30 g
- Vanillezucker für Füllung: 1 Pck
- Zimt: 2 Msp.
- Backen
- 1Hefe und Zucker in lauwarmer Milch auflösen.
- 2Mehle, Ei und Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten.
- 3Weiche Butter einarbeiten, bis der Teig weich und geschmeidig ist. Teig abgedeckt 45 Minuten ruhen lassen.
- 4Marzipan und Butter in kleine Stücke schneiden, mit Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz zu Streuseln verkneten, 30 Minuten kühlen.
- 5Rhabarber waschen, in ca. 2 cm breite Stücke schneiden, mit Zucker, Vanillezucker und Zimt vermengen. Etwas ziehen lassen.
- 6Den weichen Hefeteig auf einem gefetteten Blech (ca. 30x40 cm) verteilen und einen kleinen Rand hochziehen.
- 7Den Rhabarber gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit den vorbereiteten Streuseln bestreuen.
- 8Im unteren Ofendrittel bei 180 °C Ober-/Unterhitze 35–40 Minuten backen.
- 9Danach auskühlen lassen und optional mit Sahne servieren.
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