Zupfkuchen – ganz klassisch

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Es ist dieser eine Moment, wenn der Duft von gebräunter Butter und leicht säuerlichem Quark in der Luft liegt, der mich unweigerlich in meine Kindheit zurückversetzt. Es war ein Nachmittag, an dem die Sonne durch das Küchenfenster fiel und die Staubkörnchen in goldenen Strahlen tanzen ließ. Meine Oma stand an ihrem alten Holztresen, ihre Hände geschickt und voller Anmut, als sie den Teig ausrollte und die Füllung cremig rührte.

Damals sah ich in diesem Kuchen vielleicht nur eine süße Leckerei, doch heute weiß ich, dass es ein kleines Meisterwerk der Nostalgie ist, ein Stück Erinnerung, das auf der Zunge zergeht und das Herz erwärmt. Seine Textur, eine Symphonie aus knusprigem Mürbeteigboden, samtiger Füllung und den charakteristischen “Zupfern”, ist unverwechselbar und verspricht pure Behaglichkeit.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Das Spiel der Texturen: Stell dir vor: Ein Boden, der sanft nachgibt, umhüllt von einer unglaublich cremigen Füllung, gekrönt von knusprig-karamelligen Teigstückchen – ein wahrer Festtag für deine Sinne.
  • Umarmende Wärme: Dieser Kuchen ist wie eine warme Umarmung an einem kühlen Abend. Wenn die Nase seinen Duft aufnimmt, kehrt sofort ein Gefühl von Zuhause und Sicherheit ein, das seinesgleichen sucht.
  • Visuelles Meisterwerk: Jeder Zupfkuchen ist ein Unikat. Die unregelmäßigen Teigstückchen auf der goldenen Oberfläche erzählen Geschichten von Handarbeit und Leidenschaft – ein Anblick, der Appetit macht.
  • Kindheitserinnerungen neu entdeckt: Er weckt die süßesten Erinnerungen, sei es an Omas Küche, an Geburtstage mit der Familie oder einfach an unbeschwerte Nachmittage. Ein Bissen und du bist wieder da.
  • Überraschend einfach: Trotz seiner raffinierten Optik und seines komplexen Geschmacks ist dieser Kuchen unkompliziert nachzubacken. Er beweist, dass wahre Köstlichkeiten keine komplizierten Geheimnisse haben.

Das brauchst du

Die Magie dieses Zupfkuchens liegt in seinen wenigen, aber charakterstarken Zutaten. Ich lege stets Wert auf gute Qualität, denn bei so einem klassischen Rezept kommt es auf jeden einzelnen Geschmacksträger an. Die Butter sollte frisch und aromatisch sein, der Magerquark von guter Güte, um die Füllung wunderbar cremig zu machen. Das Puddingpulver Vanillegeschmack ist hier kein Lückenfüller, sondern sorgt für die perfekte Bindung und einen Hauch von süßer Süße, der sich nahtlos in die Komposition einfügt.

  • Mehl: Das Fundament des Teiges, sorgt für Struktur und Form, nimmt die Aromen auf.
  • Backkakao: Verleiht dem Mürbeteig eine tiefgründige, leicht herbe Note und eine wunderschöne dunkle Farbe, die einen herrlichen Kontrast zur hellen Füllung bildet.
  • Backpulver: Lässt den Teig beim Backen leicht aufgehen und sorgt für die gewünschte Knusprigkeit.
  • Zucker & Vanillezucker: Süße, die das Zusammenspiel der Aromen perfektioniert und eine behagliche Süße liefert.
  • Ei: Bindet die Teigzutaten und sorgt für eine geschmeidige Konsistenz des Mürbeteigs.
  • Butter/Margarine: Das Herzstück des Teiges und der Füllung, sorgt für Zartheit, Geschmack und die geschmeidige Textur.
  • Magerquark: Bietet die leicht säuerliche, cremige Basis der Füllung, die wunderbar mit der Süße harmoniert.
  • Eier (für die Füllung): Geben der Füllung ihre bindende Kraft und eine luxuriöse, seidige Konsistenz.
  • Puddingpulver Vanillegeschmack: Sorgt für die perfekte cremige Bindung und einen dezenten, aber unverzichtbaren Vanillegeschmack, der die anderen Aromen umschmeichelt.

Für die genauen Mengenangaben und die detaillierte Zubereitung verweise ich euch auf die untenstehende Rezeptkarte.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Der Zupfkuchen, oft auch als italienischer oder Marmorkuchen bekannt, hat seine Wurzeln tief in der deutschen Backtradition. Es ist ein Kuchen, der vor allem durch seine einfache Zubereitung und doch beeindruckende Optik besticht. Seine Entstehungsgeschichte ist nicht an einen einzelnen Erfinder gebunden, sondern spiegelt vielmehr das gesellige Beisammensein und die Freude am Teilen wider. Bereits im frühen 20. Jahrhundert erfreuten sich ähnliche Kuchenvarianten großer Beliebtheit, bei denen Teig und Füllung kunstvoll miteinander verwoben wurden.

Was Zupfkuchen so zeitlos macht, ist seine Wandlungsfähigkeit. Ursprünglich oft mit einem einfachen Rührteig und einer Quark- oder Käsemasse zubereitet, hat er sich über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Die Zugabe von Kakao für den marmorierten Effekt, verschiedene Gewürze oder auch fruchtige Elemente sind nur einige der Möglichkeiten, wie dieser Klassiker immer wieder neu interpretiert wurde. Heute ist er ein fester Bestandteil jeder Kaffeetafel, geschätzt für seinen authentischen Geschmack und seine tröstliche Wirkung.

Diese Art des Kuchenbackens, bei dem Teigstückchen auf eine cremige Basis gelegt oder gezupft werden, ist ein Ausdruck von handwerklichem Können und kulinarischer Kreativität. Es ist diese Mischung aus Tradition und dem spielerischen Umgang mit Zutaten, die den Zupfkuchen zu einem liebenswerten Klassiker macht, der Generationen von Kuchenliebhabern begeistert. Seine Fähigkeit, sowohl optisch zu bestechen als auch geschmacklich zu überzeugen, macht ihn zu einem perfekten Beispiel dafür, wie einfache Zutaten zu etwas ganz Besonderem werden können.

So bereitest du Zupfkuchen zu

Schritt 1: Die Grundlage für den Guss vorbereiten

Der erste Schritt legt das Fundament für die gesamte Köstlichkeit. Wir beginnen mit den trockenen Zutaten für den Mürbeteig: Mehl, Backkakao und das Backpulver werden in einer tiefen Rührschüssel vermischt. Hier ist Präzision gefragt; sorgen Sie dafür, dass sich die dunklen Kakaopartikel gleichmäßig verteilen, um spätere hell/dunkle Streifen im Teig zu vermeiden. Dies ist der Moment, in dem der Charakter unseres Kuchens beginnt, Gestalt anzunehmen.

Dann folgen die süßen Komponenten: Zucker und eine gute Portion Vanillezucker. Ein einzelnes Ei gesellt sich dazu und nicht zu vergessen, die weiche Butter oder Margarine, die dem Teig seine zartschmelzende Eigenschaft verleiht. Beginnen Sie nun, alles mit dem Knethaken des Rührgeräts oder Ihrer Küchenmaschine zu einer homogenen Masse zu verarbeiten. Achten Sie darauf, nicht zu lange zu kneten; ein leicht krümeliger, aber zusammenhängender Teig ist ideal.

Schritt 2: Die Ruhephase – Geduld, die sich auszahlt

Dieser Teig braucht einen Moment, um sich zu sammeln. Wickeln Sie ihn fest in Frischhaltefolie ein und legen Sie ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Kältezeit ist entscheidend: Sie macht den Teig besser formbar und verhindert, dass er beim Backen zu stark aufgeht. Während er im kühlen Dunkel ruht, können wir uns der Füllung widmen und den Ofen auf die richtige Temperatur bringen.

Die Ruhezeit ist mehr als nur ein technischer Schritt; sie ist eine kleine Pause im kreativen Prozess. Diese Stille im Kühlschrank erlaubt es den Aromen, sich zu verbinden und die Butter, die für die Zartheit entscheidend ist, wieder zu festigen. Wenn Sie den Teig später ausrollen, wird er sich geschmeidiger anfühlen und sich besser verarbeiten lassen, ohne zu kleben.

Schritt 3: Die Füllung – Cremigkeit, die begeistert

Nun widmen wir uns dem Herzstück unseres Kuchens, der cremigen Quarkfüllung. In einem kleinen Topf lassen wir die Butter bei sanfter Hitze schmelzen. Es ist wichtig, dass sie nicht braun wird, sondern nur flüssig und leicht abgekühlt. Diese flüssige Butter wird später der Füllung eine wunderbare Geschmeidigkeit verleihen.

Sobald die Butter etwas abgekühlt ist, geben wir sie zusammen mit dem Magerquark, dem restlichen Zucker, dem Vanillezucker, den drei Eiern und dem Päckchen Puddingpulver in eine weitere Rührschüssel. Ein kräftiger Schneebesen ist nun Ihr bester Freund, um alle Zutaten zu einer glatten, homogenen Masse zu verrühren. Kein Klümpchen ist zu sehen, die Masse ist seidig und duftet verführerisch nach Vanille. Dies ist die Grundlage für die exquisite Cremigkeit.

Schritt 4: Die Form vorbereiten & Teig verteilen

Sind alle Komponenten vorbereitet, geht es an das Zusammenfügen. Nehmen Sie Ihre Springform zur Hand und fetten Sie den Boden großzügig ein oder legen Sie ihn mit Backpapier aus. Der Ofen sollte nun auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizt sein, damit er die richtige Temperatur hat, wenn der Kuchen hineinkommt. Sie können das Backpapier auch so zuschneiden, dass es einen kleinen Rand bildet.

Nehmen Sie nun knapp die Hälfte des gekühlten Teiges aus der Folie. Rollen Sie diesen auf dem Boden der Springform aus. Das Ziel ist ein gleichmäßiger, fingerdick eingelegter Boden. Drücken Sie den Teig gut an den Rand an, damit die Füllung später nicht ausläuft. Hier braucht es etwas Fingerspitzengefühl, damit der Boden sowohl am Rand als auch am Boden gut haftet und eine solide Basis bildet.

Schritt 5: Rand formen & Teigzupfer vorbereiten

Vom übrigen Teig nehmen Sie wiederum knapp die Hälfte. Formen Sie diesen zu einer langen Rolle. Diese Rolle legen Sie nun am inneren Rand der Springform an und drücken Sie sie vorsichtig nach oben, um einen etwa 2 cm hohen Rand zu bilden. Achten Sie darauf, dass der Rand gut mit dem Boden verbunden ist und keine Lücken entstehen, denn dieser Rand wird die Füllung umschließen und beim Backen eine schöne Form behalten.

Der restliche Teig, der nun noch übrig ist, wird zum charakteristischen Merkmal unseres Kuchens: den Zupfern. Zupfen Sie diesen Teig mit den Fingern in kleine, unregelmäßige Stücke. Sie müssen nicht perfekt sein; gerade die unterschiedlichen Formen machen den Reiz aus. Diese kleinen Teigbrocken werden später auf der Füllung verteilt und erhalten beim Backen eine wunderbar knusprige Textur.

Schritt 6: Kuchen füllen und “zupfen”

Jetzt ist es Zeit, die vorbereitete Füllung in die Springform zu geben. Gießen Sie die cremige Quarkmasse vorsichtig auf den vorbereiteten Teigboden und verteilen Sie sie gleichmäßig mit einem Löffel oder Spatel. Streichen Sie die Oberfläche glatt, damit eine ebene Fläche für die Teigstückchen entsteht. Die helle, cremige Masse bildet einen wunderbaren Kontrast zum dunklen Teig.

Nehmen Sie nun die kleinen Teigstückchen, die Sie zuvor gezupft haben, und verteilen Sie diese gleichmäßig über die Quarkmasse. Sie können sie locker auf die Oberfläche streuen oder leicht eindrücken. Seien Sie hier nicht zu sparsam; die Teigzupfer sind es, die dem Kuchen seinen Namen und seinen besonderen Biss geben. Sie werden beim Backen leicht karamellisieren und eine köstliche Kruste bilden.

Schritt 7: Das Backabenteuer – Geduld und Beobachtung

Schieben Sie die gefüllte Springform auf dem Rost im unteren Drittel in den vorgeheizten Backofen. Dort soll der Zupfkuchen nun für etwa 60 Minuten backen. Die niedrige Position sorgt dafür, dass der Boden gleichmäßig durchbackt, während die Oberseite langsam bräunt. Es ist ein Tanz der Aromen und Texturen, der hier im Ofen stattfindet.

Achtung: Sollte die Oberfläche Ihres Kuchens zum Ende der Backzeit hin zu schnell dunkel werden, bevor die Füllung ganz durchgebacken ist, greifen Sie zu einem Stück Backpapier oder Alufolie. Legen Sie dieses locker über die Springform. Diese Abdeckung schirmt die Oberhitze ab und verhindert ein zu starkes Bräunen, während der Kuchen im Inneren weiter gart. So stellen Sie sicher, dass er perfekt wird.

Schritt 8: Das Warten – Die süße Qual

Ist die Backzeit abgelaufen und der Kuchen hat eine wunderschöne goldbraune Farbe angenommen, nehmen Sie ihn vorsichtig aus dem Ofen. Lassen Sie den Zupfkuchen nun unbedingt in der Springform auf einem Kuchenrost abkühlen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn ein warmer Kuchen ist noch sehr empfindlich. Nur durch langsames Abkühlen bekommt er die perfekte Konsistenz und Stabilität.

Dieser Abkühlprozess ist wie ein sanftes Verabschieden aus der Hitze des Ofens. Die cremig-weiche Füllung setzt sich, der Teig wird knusprig und die Aromen entfalten sich in aller Ruhe. Wenn Sie es kaum erwarten können, ist eine kleine Kostprobe des noch lauwarmen Kuchens erlaubt, aber das wahre Meisterwerk entfaltet sich, wenn er vollständig ausgekühlt ist.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Zu fester Teig beim Ausrollen

Manche greifen direkt nach dem Mischen zum Teig. Doch der Mürbeteig muss erst ruhen, damit sich das Gluten entspannen kann und die Butter wieder fest wird. Ohne Kühlung wird der Teig brüchig und lässt sich schwer ausrollen, er reißt und klebt. Ein kurzes Bad im Kühlschrank ist hier die Lösung, er macht den Teig geschmeidig und leicht handhabbar.

Fehler 2: Füllung zu wässrig

Wer Magerquark verwendet, kennt das Problem: Er kann viel Flüssigkeit abgeben. Beim Zubereiten der Füllung ist es wichtig, dass die Zutaten eine cremige, aber nicht flüssige Masse ergeben. Ist die Füllung zu dünnflüssig, wird der Kuchen beim Backen nicht fest und die Zupfer sinken zu tief ein. Achten Sie auf die Konsistenz und steuern Sie mit etwas Speisestärke nach, falls nötig.

Fehler 3: Oberseite verbrennt

Der Ofen meint es oft zu gut, besonders bei Ober- und Unterhitze. Die Füllung braucht ihre Zeit, um durchzugaren, aber die Teigzupfer auf der Oberfläche brennen schnell an. Ein gutes Zeichen ist, wenn die Seiten der Füllung zu stocken beginnen. Wird die Oberseite zu dunkel, schirmen Sie sie mit einem Stück Alufolie ab. Das ist keine Schande, sondern eine clevere Rettung.

Fehler 4: Zu frühes Anschneiden

Die Vorfreude ist groß, aber ein noch warmer Zupfkuchen ist im Inneren sehr weich und zerbrechlich. Er braucht seine Zeit, um komplett fest zu werden. Haben Sie Geduld und lassen Sie ihn vollständig abkühlen. Dann schneidet er sich perfekt, und die Schichten kommen wunderbar zur Geltung. Der Geschmack entfaltet sich erst richtig, wenn er Raumtemperatur erreicht hat.

Variationen für jeden Geschmack

Vegane Verwandlung: Für eine vegane Variante ersetzen Sie die Butter im Teig und in der Füllung durch hochwertige pflanzliche Margarine oder Kokosöl. Statt Magerquark verwenden Sie eine cremigere pflanzliche Alternative wie Soja- oder Cashew-Quark. Das Puddingpulver sorgt auch hier wunderbar für die Bindung, und das Ei in der Füllung kann durch etwas mehr Puddingpulver oder eine kleine Menge Speisestärke ersetzt werden.

Fruchtige Frische: Verleihen Sie dem Klassiker eine fruchtige Note, indem Sie kleine Mengen Fruchtpüree unter die Quarkfüllung mischen. Ein Hauch von Himbeer-, Kirsch- oder Zitronenpüree bringt eine erfrischende Säure und eine wunderschöne Farbe in den Kuchen. Achten Sie darauf, dass das Püree nicht zu flüssig ist, damit die Füllung ihre Konsistenz behält.

Festliche Finesse: Für besondere Anlässe können Sie den Teig mit feinem Mandelmehl verfeinern oder eine Prise Zimt und Kardamom hinzufügen. Die Füllung lässt sich mit einem Schuss Rum oder Amaretto veredeln. Anstelle des Puddingpulvers kann auch ein zartes Vanilleextrakt oder die abgekratzte Vanilleschote verwendet werden, um ein noch intensiveres Aroma zu erzielen.

Profi-Tipps für Zupfkuchen

  • Die Butter muss weich sein: Beim Mürbeteig ist es entscheidend, dass die Butter Raumtemperatur hat und wirklich weich, aber nicht geschmolzen ist. Das erleichtert das Vermengen und sorgt für die richtige Textur des Teiges.
  • Teig nicht überkneten: Ein zu stark gekneteter Mürbeteig wird zäh. Nur kurz vermengen, bis sich die Zutaten verbinden, dann ab in die Kühlung.
  • Puddingpulver-Alternative: Wenn du kein Puddingpulver magst, kannst du stattdessen reine Speisestärke (ca. 30 g) und ein gutes Vanillearoma oder eine echte Vanilleschote verwenden, um die Füllung zu binden und zu aromatisieren.
  • Die richtige Backtemperatur: Die 180 Grad Celsius sind ein Richtwert. Jeder Ofen ist anders. Beobachte deinen Kuchen genau und passe die Temperatur gegebenenfalls an.
  • Zupfer-Variationen: Statt nur Kakao im Teig zu haben, könntest du auch einen Teil des Kakaos in den Zupferteig geben, um eine noch intensivere Marmorierung zu erhalten. Einige Zupfer könnten auch mit etwas Zimt verfeinert werden.

Servier-Ideen für Zupfkuchen

Anrichten & Dekoration

Der Zupfkuchen glänzt bereits durch seine rustikale Optik, mit den unterschiedlich gezupften Teigstückchen, die beim Backen eine köstliche, leicht karamellisierte Kruste bilden. Servieren Sie ihn am besten in den klassischen Kuchenstücken, auf einem schlichten Teller, um die Kontraste zwischen dem dunklen Teigrand, der hellen Füllung und den knusprigen Zupfern hervorzuheben. Eine leichte Puderzuckerbestäubung verleiht ihm zusätzliche Eleganz und Süße, ohne seine Struktur zu beeinträchtigen.

Passende Beilagen

Dieser Kuchen ist ein Genuss für sich, aber er harmoniert wunderbar mit einer leichten Säure, die seine Cremigkeit ausbalanciert. Ein Klecks frisch geschlagene Sahne, die nicht zu süß ist, ist ein Klassiker. Dazu passt exzellent ein kleines Schälchen mit frischen Beeren – Erdbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren. Ein Löffel fruchtiges Kompott, beispielsweise von Schattenmorellen, bringt eine angenehme Säure mit sich. Für Liebhaber dessüßen Kontrasts ist ein Hauch von fruchtiger Marmelade auf der Seite eine köstliche Ergänzung.

Für besondere Anlässe

Zupfkuchen ist der perfekte Kuchen für jede Gelegenheit, von einem gemütlichen Sonntagnachmittag bis hin zu festlichen Anlässen. Er ist ideal für Geburtstagsfeiern, da er bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist. Seine unkomplizierte Zubereitung macht ihn auch zu einem tollen Kuchen für Kuchenbasare oder Potluck-Partys, bei denen nichts schiefgehen soll. Seine tröstliche Natur macht ihn auch zu einem wunderbaren Mitbringsel oder einer Aufmerksamkeit für liebe Menschen, wenn man gemeinsam Zeit verbringt.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Nachdem der Zupfkuchen vollständig abgekühlt ist, bewahren Sie ihn am besten in einem luftdichten Behälter auf. Stellen Sie sicher, dass der Behälter trocken ist, um Kondensation zu vermeiden. So bleibt der Kuchen bis zu 3-4 Tage frisch und behält seine angenehme Konsistenz. Die kühle Lagerung im Kühlschrank ist dabei oft die beste Wahl, um die Füllung frisch zu halten.

Einfrieren

Ja, Zupfkuchen lässt sich hervorragend einfrieren! Lassen Sie den Kuchen erst vollständig abkühlen. Schneiden Sie ihn entweder in einzelne Stücke oder frieren Sie ihn als Ganzes ein. Wickeln Sie ihn gut in Frischhaltefolie und anschließend in Alufolie oder legen Sie ihn in einen Gefrierbeutel. So verpackt hält er sich im Gefrierschrank bis zu 2-3 Monate. Die Textur bleibt dabei erstaunlich gut erhalten.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um gefrorene Kuchenstücke aufzutauen, lassen Sie sie am besten über Nacht im Kühlschrank langsam auftauen. Dies bewahrt die Konsistenz am besten. Wenn es schneller gehen soll, erwärmen Sie die Kuchenstücke kurz im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 120°C) oder in der Mikrowelle auf niedriger Stufe für wenige Sekunden. Achten Sie darauf, dass er nicht heiß, sondern nur leicht lauwarm wird, um die Füllung nicht zu überhitzen. Ein leicht warmes Stück Zupfkuchen mit Beeren ist eine wahre Köstlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich den Zupfkuchen auch ohne Puddingpulver backen?

    Absolut! Wenn Sie kein Puddingpulver verwenden möchten oder keine Vanille-Variante zur Hand haben, können Sie stattdessen etwa 25-30 Gramm Speisestärke verwenden. Diese sorgt ebenfalls für eine gute Bindung der Füllung. Ergänzen Sie die Speisestärke mit einem guten Vanilleextrakt, einer echten Vanilleschote oder einem anderen Vanillearoma Ihrer Wahl, um den typischen Geschmack zu erzielen. Achten Sie darauf, die Speisestärke gut mit dem Quark zu verrühren, bevor Sie die anderen Zutaten hinzufügen, um Klümpchen zu vermeiden. Die Füllung wird dadurch genauso cremig und lecker.

  2. Mein Mürbeteig ist nach dem Kühlen zu hart, wie kann ich ihn besser verarbeiten?

    Das ist ein häufiges Problem, wenn der Teig zu lange oder zu kalt ruht. Bevor Sie ihn ausrollen, lassen Sie ihn einfach für etwa 10-15 Minuten bei Raumtemperatur antauen. Er sollte nicht weich werden, aber seine Kälte verlieren, sodass er sich geschmeidig anfühlt und nicht mehr bricht. Wenn der Teig doch einmal zu brüchig wird, können Sie ihn auch zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen, das erleichtert die Handhabung enorm. Kleine Risse können Sie anschließend einfach mit den Fingern verschließen.

  3. Wie merke ich, ob der Zupfkuchen durchgebacken ist?

    Die Backzeit von etwa einer Stunde ist ein guter Richtwert, aber jeder Ofen ist anders. Sie können die Garprobe auf verschiedene Arten durchführen. Der Klassiker ist die Holzstäbchenprobe: Stechen Sie mit einem dünnen Holzstäbchen (z.B. Zahnstocher oder Schaschlikspieß) in die Mitte der Füllung. Wenn beim Herausziehen kein flüssiger Teig daran haftet, sondern nur ein paar feuchte Krümel, ist der Kuchen fertig. Auch sollte die Füllung am Rand fest sein und in der Mitte nur noch leicht wackeln. Das finale “Festwerden” geschieht beim Abkühlen.

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Zupfkuchen – ganz klassisch

Zupfkuchen – ganz klassisch

Ein klassischer Zupfkuchen, der sich leicht zubereiten lässt und mit einer cremigen Quarkfüllung sowie einem schokoladigen Mürbeteig überzeugt. Dieses Rezept ist eine köstliche Wahl für jede Gelegenheit.

4.8 from 452 reviews
Prep Time 45 Min
Cook Time 60 Min
Total Time 105 Min
Servings 12 Portionen
Course:Dinner Cuisine:German Vegetarisch By:ELENA
Servings
  • 300 g Mehl
  • 30 g Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 150 g Butter oder Margarine, weich
  • 150 g Butter
  • 500 g Magerquark
  • 200 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 1 Pck. Puddingpulver Vanille-Geschmack
  • Kochen
  1. 1Mehl, Backkakao und Backpulver in einer Rührschüssel vermischen.
  2. 2Übrige Zutaten für den Teig hinzufügen und alles mit dem Rührgerät mit Knethaken oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. 3Anschließend den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  4. 4Währenddessen für die Füllung die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und abkühlen lassen.
  5. 5Den Boden der Springform fetten oder mit Backpapier auslegen.
  6. 6Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  7. 7Knapp die Hälfte des Teiges auf dem Boden der Springform ausrollen.
  8. 8Vom übrigen Teig knapp die Hälfte zu einer Rolle formen und so an die Springform drücken, dass ein etwa 2 cm hoher Rand entsteht.
  9. 9Für die Füllung nun alle Zutaten, auch die zerlassene Butter, in eine Rührschüssel geben und mit einem Schneebesen glatt rühren.
  10. 10Die Quarkfüllung nun in die Springform füllen und glatt streichen.
  11. 11Den restlichen Teig in kleine Stücke zupfen und gleichmäßig über die Quarkmasse verteilen.
  12. 12Die Springform auf dem Rost im unteren Drittel in den Backofen schieben.
  13. 13Den Zupfkuchen für etwa 60 Minuten backen.
  14. 14Sollte die Füllung zum Ende der Backzeit zu dunkel werden, kann der Zupfkuchen mit einem Stück Alufolie abgedeckt werden.
  15. 15Anschließend den Zupfkuchen in der Springform auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.
Wenn der Zupfkuchen beim Backen zu sehr bräunt, könnt ihr im letzten Drittel der Backzeit den Backofen öffnen und ein Stück Backpapier oder Alufolie über die Springform legen, um die Oberhitze abzuschirmen. Statt Puddingpulver können auch 25-30 g Speisestärke und ein Vanilleersatz wie Vanillepaste oder Vanilleschote verwendet werden.
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