Rhabarberkuchen mit Baiser – einfach SO unglaublich lecker | Die besten Rezepte mit Gelinggarantie!

Der Duft steigt langsam auf, erst zart säuerlich, dann tiefer, süßer und wärmer, wenn die Butter in der Pfanne zu schmelzen beginnt. Es ist ein Geruch, der sich in meine Kindheit zurück bohrt, in staubige Sommernachmittage, in denen der Garten nach frisch gemähtem Gras und nach Rhabarber roch. Dieses Aroma allein verspricht schon mehr als nur ein Kuchen; es ist eine Einladung in eine längst vergangene Zeit.

Ich erinnere mich an die kleinen, klebrigen Finger, die heimlich die roten Stangen aus Omas Garten stahlen und sie roh knabberten, bevor der Kuchen überhaupt Teig wurde. Es war diese Mischung aus kindlicher Ungeduld und dem Versprechen süßer Belohnung, die diesen Kuchen zu einem festen Bestandteil jeder Frühling- und Sommerküche machte. Und jedes Mal, wenn ich ihn heute backe, spüre ich diese Magie wieder.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Ein Hauch von Nostalgie: Dieser Kuchen ist mehr als nur eine süße Leckerei; er ist eine Zeitreise in deine eigene Kindheit, ein Duft, der Erinnerungen weckt und ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert.
  • Die perfekte Balance: Die natürliche Säure des Rhabarbers tanzt auf der Zunge und wird perfekt aufgefangen von der süßen, luftigen Baiserhaube, die wie eine zarte Wolke auf dem Kuchen ruht.
  • Einfache Eleganz: Keine komplizierten Techniken, aber ein Ergebnis, das aussieht, als käme es direkt aus einer Patisserie. Er ist beeindruckend und doch so zugänglich.
  • Aroma, das verzaubert: Vom ersten Moment an, wenn die Butter schmilzt, bis zum letzten Bissen durchzieht ein unwiderstehlicher Duft deine Küche, der dich und deine Liebsten unweigerlich an den Tisch lockt.
  • Zeitlose Frische: Ein Klassiker, der sich jeder Saison anpasst und doch immer seinen ganz eigenen, frischen Charakter behält, insbesondere wenn der Rhabarber in voller Pracht steht.

Das brauchst du

Bei diesem Rhabarberkuchen mit Baiser kommt es wirklich auf die Qualität der Zutaten an, besonders wenn es um den Star des Kuchens geht: den Rhabarber selbst. Wähle feste, knackige Stangen, die noch eine schöne Farbe haben, am besten noch mit ein wenig Tau darauf. Das verspricht Frische und eine gute Balance zwischen Süße und Säure. Hochwertige Butter und frische Eier sind natürlich ebenfalls das A und O für einen Teig, der seine Form behält und wunderbar saftig wird.

  • Frischer Rhabarber: Mindestens 1 kg, je knackiger und röter, desto besser – er ist die herzhafte Seele dieses Kuchens.
  • Weiche Butter: 125 g, die Basis für einen geschmeidigen, nicht bröckelnden Teig, die ihm Tiefe und Aroma verleiht.
  • Feiner Zucker: 250 g für den Teig und weitere 250 g für das Baiser – er süßt nicht nur, sondern sorgt auch für die perfekte Konsistenz.
  • Frische Eier: 4 für den Teig und 4 Eiweiße für das Baiser – sie sind die Bindemittel und geben dem Ganzen Leichtigkeit.
  • Feinstes Mehl: 200 g Weizenmehl (Type 405), das Grundgerüst, das alle Aromen zusammenhält.
  • Zitronenschale und -saft: 2 TL Schale und 1 EL Saft, sie bringen eine spritzige Frische, die den Rhabarber perfekt ergänzt.
  • Vanillezucker: 1 Päckchen, der heimliche Star, der dem Kuchen eine subtile, warme Süße verleiht.
  • Backpulver & Salz: 2 TL Backpulver und eine Prise Salz – sie sind die kleinen Helfer für einen luftigen Kuchen und einen ausgeglichenen Geschmack.
  • Milch: 2-3 EL, um den Teig an die richtige Konsistenz zu bringen, damit er sich gut verarbeiten lässt.

Die genauen Mengenangaben für die Zubereitung findest du weiter unten im Rezeptteil.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Der Rhabarber an sich ist keine Frucht, sondern ein Gemüse, das wegen seiner säuerlichen Fruchtigkeit und seines hohen Pektin-Gehalts oft in süßen Speisen landet. Ursprünglich stammt er aus dem nördlichen China und kam über die Seidenstraße nach Europa, wo er zunächst als Heilpflanze diente. Erst im 17. Jahrhundert begann man, ihn vermehrt kulinarisch zu nutzen, und fand schnell Gefallen an seiner charakteristischen Säure, die sich wunderbar mit süßen Komponenten verbinden lässt.

Über Jahrhunderte hinweg hat sich der Rhabarberkuchen in vielen Variationen entwickelt, von einfachen Blechkuchen bis hin zu aufwändigen Torten. Die Zugabe von Baiser ist dabei eine jener Erfindungen, die dem Kuchen eine ganz besondere Leichtigkeit und Eleganz verliehen haben. Es ist, als würde man die erdigen, säuerlichen Noten des Rhabarbers mit einer Himmelsnote verweben. Die Kombination aus dem Fruchtigen und dem Süßen, dem Leicht-Knackigen und dem Saftigen, macht ihn zu einem zeitlosen Genuss.

Heute ist der Rhabarberkuchen mit Baiser ein Symbol des Frühlings und Frühsommers. Er ist ein Gericht, das saisonale Zutaten feiert und gleichzeitig ein Gefühl von Geborgenheit und Gemeinschaft vermittelt. Ob auf dem Kaffeetisch im Kreis der Familie oder als süßer Abschluss eines sommerlichen Picknicks – er bringt immer ein Lächeln auf die Gesichter.

So bereitest du Rhabarberkuchen mit Baiser zu

Schritt 1: Der süße Vorbote der Frische

Bevor du überhaupt an Teig denkst, muss der Star des Kuchens vorbereitet werden. Heize deinen Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor, oder 160 Grad Umluft, und bereite deine Springform vor. Fette sie sorgfältig mit Butter ein und bestäube sie leicht mit Mehl. Das verhindert nicht nur lästiges Anhaften, sondern gibt dem Kuchen auch eine zarte Kruste am Rand.

Jetzt zu jenem Moment, der das eigentliche Erwachen des Frühlings einläutet: der Rhabarber. Wasche die Stangen gründlich, tupfe sie trocken und schneide sie in etwa 1 cm dicke Stücke. Lass sie dann mit einem Esslöffel Zucker vermischt für etwa 15-20 Minuten ziehen. Dieser Prozess holt die erste Saftigkeit aus dem Rhabarber und beginnt, seine intensive Säure sanft zu zähmen. Du wirst sehen, wie sich ein leicht sirupartiger Saft bildet – das ist die Magie, die deinen Kuchen später so unwiderstehlich machen wird. Dieser Schritt ist entscheidend, denn er bereitet den Rhabarber perfekt auf seine Rolle im saftigen Teig vor.

Tipp: Wenn deine Rhabarberstangen sehr dick sind, kannst du sie nach dem Schneiden auch kurz blanchieren, um die Säure noch weiter zu mildern. Aber achte darauf, sie danach gut abtropfen zu lassen, damit der Teig nicht zu flüssig wird.

Schritt 2: Die Seele des Kuchens – Der Rührteig

Jetzt ist es Zeit, das Fundament für deinen köstlichen Kuchen zu legen. In einer Rührschüssel schlägst du die weiche Butter zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und der abgeriebenen Zitronenschale schaumig. Lass dir hier ruhig Zeit. Eine gut aufgeschlagene Butter-Zucker-Masse ist der Schlüssel zu einem luftigen Teig, der später nicht zusammenfällt. Das feine Aroma der Zitrone und des Vanille wird bereits hier zu einer herrlich duftenden Creme.

Nun kommen die Eier einzeln hinzu, am besten eins nach dem anderen unterrühren, bis jedes Ei vollständig in die Masse eingearbeitet ist. Dadurch erhält der Teig eine stabile Emulsion und wird noch samtiger. Vergiss nicht, das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver zu mischen und es dann durch ein feines Sieb zu sieben. Das Sieben lockert das Mehl auf und verhindert Klümpchen im Teig, was für eine gleichmäßige Textur sorgt.

Gib nun die Mehlmischung zur Butter-Ei-Masse und rühre sie nur kurz unter, bis gerade so keine Mehlspuren mehr zu sehen sind. Zum Schluss rührst du abwechselnd mit dem Zitronensaft die Milch darunter, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Er sollte eine schöne, cremige Konsistenz haben, die sich gut vom Löffel löst. Diese Komposition aus Butter, Zucker, Eiern und Mehl ist das Herzstück jedes perfekten Rührkuchens und bildet die saftige Basis für den säuerlichen Rhabarber.

Achtung: Nicht zu lange rühren, sobald das Mehl hinzugefügt wurde. Zu viel Rühren kann die Glutenbildung im Mehl aktivieren und den Kuchen zäh machen. Wir wollen einen lockeren Teig, keinen Gummiball.

Schritt 3: Die erste Begegnung – Rhabarber und Teig

Jetzt kommt der Moment, auf den wir gewartet haben: die Vereinigung von fruchtiger Frische und süßer Teig. Nimm den vorbereiteten Rhabarber, der nun seine erste Saftigkeit abgegeben hat, und hebe ihn vorsichtig unter den geschmeidigen Teig. Verteile die Rhabarberstücke gleichmäßig, damit jeder Bissen die perfekte Balance aus süßem Teig und säuerlicher Frucht hat. Es ist diese Vorsicht beim Vermischen, die dafür sorgt, dass die Rhabarberstücke ihre Form behalten und nicht zerfallen.

Forme den Teig nun in die vorbereitete Springform. Streiche die Oberfläche glatt, damit der Kuchen gleichmäßig aufgeht und eine attraktive Form erhält. Ab geht es in den vorgeheizten Backofen. Für etwa 45 bis 50 Minuten darf er nun sanft backen. Während dieser Zeit steigt der Kuchen an und entwickelt eine wunderbar goldgelbe Farbe, und die Aromen beginnen sich zu entfalten.

Um zu überprüfen, ob der Kuchen fertig ist, ist die klassische Stäbchenprobe unerlässlich. Stecke einen Holzspieß in die Mitte des Kuchens. Wenn er sauber herauskommt, ist dein Kuchen perfekt gebacken. Löse vorsichtig den Springformrand, solange der Kuchen noch warm ist. Lass ihn dann vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen. Dieser Schritt ist wichtig, denn ein zu heißer Kuchen bricht leichter, wenn er aus der Form genommen wird, und ein zu feuchter Kuchen lässt das Baiser nicht richtig haften.

Ein ehrlicher Tipp: Achte darauf, dass der Kuchen wirklich vollständig ausgekühlt ist, bevor du das Baiser aufträgst. Ein warmer Kuchen würde das Eiweiß sofort zum Schmelzen bringen, und wir wollen ja eine stabile, luftige Haube.

Schritt 4: Der himmlische Hauch – Das Baiser

Nun beginnt die Verwandlung deines Kuchens in ein wahres Kunstwerk. Heize den Ofen auf eine niedrigere Temperatur herunter: 150 Grad Ober- und Unterhitze oder 130 Grad Umluft. Das ist entscheidend, damit das Baiser nicht braun wird, sondern nur sanft trocknet und seine zarte, weiße Farbe behält.

Schlage in einer sauberen, fettfreien Schüssel die vier Eiweiße steif. Verwende am besten ein Handrührgerät, das gibt dir die nötige Power. Sobald sich steife Spitzen bilden, wenn du den Schneebesen herausziehst, ist es Zeit für den Zucker. Gib den Zucker nach und nach esslöffelweise hinzu, während du weiter schlägst. Das langsame Hinzufügen des Zuckers ermöglicht es ihm, sich vollständig im Eiweiß zu lösen und eine stabile Masse zu bilden.

Schlage die Masse so lange weiter, bis sie glänzend und sehr steif ist. Du könntest jetzt vorsichtig die Schüssel umdrehen – wenn nichts herausfällt, ist dein Baiser perfekt. Dieses Baiser ist nicht nur süß, sondern auch unglaublich leicht und luftig und bildet den perfekten Kontrast zum säuerlichen Rhabarber.

Mein Tipp: Um ganz sicher zu gehen, ob dein Baiser steif genug ist, kannst du einen einfachen Test machen: Halte eine kleine Menge des Baisers zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn du keine Zuckerkristalle spürst, ist der Zucker vollständig aufgelöst.

Schritt 5: Die Krönung – Baiser trifft Rhabarberkuchen

Der Moment der Krönung ist da! Sobald dein Rhabarberkuchen vollständig ausgekühlt ist, nimmst du das fertige Baiser und verteilst es grob mit einem Teigspatel oder Löffel auf der Oberfläche. Es muss nicht perfekt glatt sein – im Gegenteil, die unregelmäßigen Spitzen und Wirbel machen das Baiser oft noch interessanter und geben ihm eine rustikale Schönheit.

Schiebe den Kuchen nun zurück in den vorgeheizten Ofen. Für etwa 30 Minuten darf das Baiser nun trocknen und leicht Farbe annehmen. Die genaue Zeit hängt von deinem Ofen ab, also halte ein Auge darauf. Wir wollen ein zartes Weiß mit vielleicht ein paar leichten goldbraunen Spitzen, die nur die Struktur andeuten. Das Baiser sollte außen leicht knusprig sein und innen noch eine leichte Cremigkeit behalten.

Nach diesen 30 Minuten holst du deinen Rhabarberkuchen mit Baiser aus dem Ofen. Lass ihn unbedingt noch einmal etwas abkühlen, bevor du ihn anschneidest. Das gibt den Aromen die Chance, sich vollständig zu entwickeln und den Kuchen schnittfest zu machen. Du wirst merken, wie die süße, leicht zähe Baiserschicht auf die fruchtige, saftige Rhabarberfüllung trifft – eine Geschmacksexplosion, die seinesgleichen sucht. Dieser Kuchen ergibt etwa 12 Stücke, aber glaub mir, sie werden schnell vergriffen sein.

Das Ergebnis: Eine wunderbare Kombination aus zartem Rührteig, fruchtig-säuerlichem Rhabarber und einer luftig-süßen Baiserhaube.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Zu feuchter Rhabarber im Teig. Wenn der Rhabarber nach dem Schneiden und Ziehen zu viel Saft gezogen hat und dieser nicht zumindest teilweise abgetropft wird, kann der Kuchen im Kern matschig werden. Der Teig kann die zusätzliche Flüssigkeit nicht aufnehmen, was zu einem unschönen Brei statt eines saftigen Kuchens führt. Bevor du den Rhabarber unter den Teig hebst, lass ihn gut abtropfen oder drücke ihn sogar leicht aus, besonders wenn er sehr saftig war.

Fehler 2: Zu grobes Umrühren des Baisers. Wenn das Baiser auf den noch warmen Kuchen gegeben wird, kann es schmelzen und eine klebrige Konsistenz annehmen, anstatt eine luftige Haube zu bilden. Oder wenn es zu stark auf dem Kuchen verteilt wird, verliert es seine luftige Struktur und wird flach. Darum ist es wichtig, den Kuchen nach dem Backen des Rührteigs vollständig auskühlen zu lassen, bevor das Baiser aufgetragen wird. Verteile das Baiser dann fluffig und nicht zu fest.

Fehler 3: Das Baiser wird zu braun oder bleibt flüssig. Das ist ein häufiges Problem. Wenn die Ofentemperatur zu hoch ist, wird das Baiser schnell braun, bevor es getrocknet ist. Ist sie zu niedrig, bleibt es ewig feucht. Die angegebene Temperatur von 150°C (Ober-/Unterhitze) ist hier ein guter Richtwert. Behalte den Kuchen im Auge und passe die Zeit gegebenenfalls an. Ein leichtes Bräunen an den Spitzen ist in Ordnung, eine durchgehende Bräunung nicht.

Fehler 4: Der Rührteig ist zu fest oder zu flüssig. Dies passiert oft, wenn die Mengen nicht exakt eingehalten werden. Ein zu fester Teig lässt sich schlecht verteilen und wird trocken. Ein zu flüssiger Teig läuft auseinander und der Kuchen geht nicht richtig auf. Achte penibel auf die Mengenangaben und die Konsistenz des Teigs. Wenn er zu trocken wirkt, gib tröpfchenweise mehr Milch hinzu; ist er zu flüssig, etwas mehr Mehl, aber nur sehr sparsam.

Variationen für jeden Geschmack

Vegane Variante: Für eine vegane Version kannst du die Butter durch Margarine oder Kokosöl ersetzen und die Eier durch eine Mischung aus Apfelmus oder Bananenpüree für den Teig. Für das Baiser gibt es inzwischen tolle Aquafaba-Rezepte. Aquafaba ist das Wasser aus der Dose von Kichererbsen, das man wie Eiweiß aufschlagen kann und eine erstaunlich ähnliche Konsistenz entwickelt.

Low Carb / Glutenfrei: Um diesen Kuchen kohlenhydratärmer oder glutenfrei zu gestalten, verwende eine Mandel- oder Kokosmehlmischung anstelle von Weizenmehl und ersetze den Zucker durch ein geeignetes Süßungsmittel wie Erythrit oder Xylit. Bei der Baisermasse wird es etwas kniffliger, da Zucker maßgeblich zur Struktur beiträgt, aber mit speziellen Low-Carb-Baiser-Rezepten lässt sich auch hier ein gutes Ergebnis erzielen.

Festliche Variante: Verleihe deinem Rhabarberkuchen einen Hauch von Luxus, indem du feine gehackte Mandeln oder Pistazien unter den Teig mischst oder als Dekoration auf das Baiser streust. Eine Prise Zimt im Teig oder ein paar frische Beeren, die du zusammen mit dem Rhabarber verarbeitest, können ebenfalls für eine festlichere Note sorgen. Auch ein Hauch von Rosenwasser im Baiser kann eine überraschende und elegante Wendung bringen.

Profi-Tipps für Rhabarberkuchen mit Baiser

  • Die richtige Rhabarbersorte: Nicht jeder Rhabarber ist gleich! Sorten mit eher roten Stielen sind tendenziell süßer und weniger sauer als grüne. Wenn du die Wahl hast, greife zu den roten.
  • Doppelt gerührt schmeckt besser: Für einen besonders fluffigen Rührteig kannst du die Butter-Zucker-Masse und die Eier separat schaumig schlagen und dann erst vorsichtig zusammenführen. Das maximiert die Luftigkeit.
  • Das Baiser vor dem Backen mit einem Flambierbrenner bearbeiten: Wenn du einen Flambierbrenner zur Hand hast, kannst du das Baiser nach dem Verteilen auf dem Kuchen kurz und vorsichtig abflämmen. Das gibt ihm eine wunderschöne, karamellisierte Optik und eine leichte Knusprigkeit.
  • Kalter Rhabarber im warmen Teig: Gib den Rhabarber erst dann zum Teig, wenn beide Zimmertemperatur haben. Wenn der Rhabarber zu kalt ist, kann die Mischung gerinnen.
  • Backpapier unter dem Baiser: Wenn du unsicher bist, ob das Baiser am Boden des Kuchens haften bleibt, lege vor dem Backen des Baisers ein Stück Backpapier auf die vorbereitete Oberfläche des Rührteigs.

Servier-Ideen für Rhabarberkuchen mit Baiser

Anrichten & Dekoration

Dieser Kuchen braucht nicht viel, um zu glänzen. Eine leichte Puderzuckerschicht, die wie Schneeflocken auf die weißen Baiserspitzen fällt, ist oft schon genug. Alternativ kannst du ein paar zarte Minzblätter oder essbare Blüten zwischen dem Baiser verstecken, um einen lebendigen Kontrast zu schaffen. Wenn du den Kuchen in Stücke schneidest, achte darauf, ein langes, scharfes Messer zu verwenden, um saubere Schnitte zu erzielen und das luftige Baiser nicht zu zerdrücken. Die Schnittfläche zeigt dann wunderschön die Schichtung aus dem hellen Teig, dem saftigen Rhabarber und der weißen Wolke des Baisers.

Passende Beilagen

Um die fruchtig-süße Harmonie dieses Kuchens zu unterstreichen, sind klassische Begleiter wie ein Klecks Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis perfekt geeignet. Für einen leichteren Touch passt auch ein fruchtiges Kompott, zum Beispiel aus Erdbeeren oder Himbeeren, welches die Säure des Rhabarbers aufgreift und ergänzt. Ein starker Kaffee oder eine Tasse Tee runden das Geschmackserlebnis ab und bieten einen schönen Kontrast zur Süße des Kuchens. Wer es noch etwas cremiger mag, kann auch eine leichte Vanillesauce dazu reichen.

Für besondere Anlässe

Dieser Rhabarberkuchen mit Baiser ist ideal für den Muttertag, Osterkaffee oder jede andere Frühlingsfeier. Sein frühlingshaftes Aussehen und die frischen Aromen machen ihn zu einem perfekten Botschafter der wärmeren Jahreszeit. Auch als Dessert für ein leichtes Sommer-Abendessen, vielleicht mit frischen Beeren garniert, macht er eine hervorragende Figur und ist ein angenehmer Abschluss, der nicht zu schwer im Magen liegt. Für ein Picknick ist er dank seiner Form und der süßen Kruste ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Wenn du Rhabarberkuchen mit Baiser übrig hast, bewahre ihn am besten bei Raumtemperatur auf, solange das Wetter nicht zu warm ist und das Baiser seine Knusprigkeit behält. Decke ihn hierfür locker mit Frischhaltefolie oder einer Kuchenhaube ab. Das schützt ihn vor Austrocknung. Wenn es sehr heiß ist, ist die Lagerung im Kühlschrank ratsam, allerdings kann das Baiser dann weich werden.

Einfrieren

Das Einfrieren von Rhabarberkuchen mit Baiser ist möglich, allerdings mit Einschränkungen, vor allem beim Baiser. Idealerweise frierst du den Kuchen vor dem Baiser-Auftrag ein. Schneide ihn dafür in Stücke, wickle jedes Stück einzeln gut in Frischhaltefolie und gib die Päckchen dann in einen Gefrierbeutel. Nach dem Auftauen kannst du das Baiser frisch zubereiten und auf den aufgetauten Kuchen geben. Falls du den Kuchen mit Baiser einfrieren möchtest, sei dir bewusst, dass das Baiser nach dem Auftauen wahrscheinlich weich und weniger knusprig ist.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Aufgewärmt wird der Kuchen am besten im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 100-120°C) für etwa 10-15 Minuten. Das hilft, die Knusprigkeit des Baisers wieder etwas herzustellen. Vermeide es, den Kuchen in der Mikrowelle aufzuwärmen, da dies das Baiser schnell matschig macht und den Teig zäh werden lässt. Ein lauwarmes Stück Kuchen, besonders am nächsten Tag, ist ein wahrer Genuss.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich auch gefrorenen Rhabarber für diesen Kuchen verwenden?

    Ja, das ist absolut möglich. Wenn du gefrorenen Rhabarber verwendest, lass ihn zunächst langsam im Kühlschrank auftauen und tropfe ihn dann sehr gut ab, am besten drückst du ihn sogar leicht aus. Achte darauf, dass so wenig überschüssige Flüssigkeit wie möglich im Teig landet, da gefrorener Rhabarber oft mehr Wasser enthält. Die Backzeit könnte sich gegebenenfalls leicht verlängern, da der Kuchen innen feuchter startet.

  2. Mein Baiser wird oft weich und klebrig, selbst nach dem Backen. Was mache ich falsch?

    Das kann verschiedene Ursachen haben. Erstens: Die Luftfeuchtigkeit spielt eine große Rolle. An sehr feuchten Tagen ist es schwieriger, ein stabiles, knuspriges Baiser zu erhalten. Stelle sicher, dass dein Ofen wirklich die angegebene Temperatur erreicht und gut getrocknet hat. Zweitens: Der Zucker muss sich vollständig im Eiweiß lösen. Achte darauf, ihn langsam und unter ständigem Schlagen hinzuzufügen. Ein Test mit den Fingern auf Zuckerkristalle hilft. Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du auch eine kleine Menge Speisestärke zum Eiweiß geben, das stabilisiert es zusätzlich. Und stell sicher, dass der Kuchen vor dem Baiser-Auftrag komplett kalt ist.

  3. Wie kann ich sicherstellen, dass der Rhabarber im Kuchen nicht zu sauer schmeckt?

    Der Rhabarber an sich bringt eine natürliche Säure mit sich, die für den Kontrast im Kuchen wichtig ist. Um diese Säure zu mildern, verwende die angegebene Menge Zucker im Teig und im Baiser. Das Ziehenlassen des Rhabarbers mit Zucker vor dem Verarbeiten ist ein wichtiger Schritt, da er so bereits etwas Säure verliert und Saft abgibt. Wenn du besonders empfindlich auf Säure reagierst, kannst du auch eine leichte Handvoll Erdbeeren zusammen mit dem Rhabarber verwenden. Erdbeeren haben eine natürliche Süße, die die Säure des Rhabarbers ausgleicht und dem Kuchen eine zusätzliche fruchtige Note verleiht. Ein Spritzer Zitronensaft im Teig ist gut zur Geschmacksbalance, aber eine Überdosierung kann die Säure unnötig verstärken.

Rhabarberkuchen mit Baiser

Rhabarberkuchen mit Baiser

Dieser Rhabarberkuchen mit Baiser ist ein einfacher und unglaublich leckerer Klassiker der Saison. Der saftige Rührteig wird von einer luftigen Baiserhaube gekrönt.

4.8 from 753 reviews
Prep Time 30 Minuten
Cook Time 1 Stunde 20 Minuten
Total Time 2 Stunden 30 Minuten
Servings 12 Portionen
Course:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch Calories:350 kcal By:ELENA
Servings
  • Für den Rhabarber:
  • 1 kg Rhabarber
  • 1 EL Zucker
  • Für den Teig:
  • 125 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 TL Zitronenschale
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 2 - 3 EL Milch
  • 1 EL Zitronensaft
  • Für das Baiser:
  • 4 Eiweiß (Größe M)
  • 250 g Zucker
  • Außerdem:
  • Etwas Butter für die Form
  • Etwas Mehl für die Form
  • Kochen
  1. 1Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen. Eine Springform (Ø 26 cm) mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Rhabarber waschen, trocknen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Mit Zucker mischen und ziehen lassen.
  2. 2Für den Teig Butter, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale schaumig schlagen, Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Salz und Backpulver mischen und sieben, in die Masse einrühren. Milch und Zitronensaft nach und nach unter den Teig rühren.
  3. 3Rhabarberstücke von Hand unter den Teig mischen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und im vorgeheizten Backofen ca. 45-50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Den Springformring lösen, abnehmen und den Kuchen auskühlen lassen.
  4. 4Für das Baiser den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze (130 Grad Umluft) vorheizen. Eiweiße in einer Schüssel steif schlagen, dabei esslöffelweise den Zucker zugeben und weiterrühren, bis ein steifer Eischnee entsteht.
  5. 5Das Baiser grob mit einem Teigspatel auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen.
Category:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch
Carbohydrates 45g
Protein 5g
Fat 18g
Saturated Fat 10g
Fiber 3g
Sugar 40g
Sodium 100mg
Cholesterol 70mg

Keywords: Rhabarber, Kuchen, Baiser, Frühling, Obstkuchen, Backen

Mein Tipp: Um zu testen, ob das Baiser steif genug ist, ziehe den Schneebesen aus der Masse. Wenn sich Spitzen bilden, ist das Baiser perfekt.
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