Ein Stück Heimat: Die herzhafte Brennesselsuppe aus dem Almtal


Es ist dieser eine, unverkennbare Duft, der mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt – ein Hauch von Erde, frischem Grün und etwas Ungreifbarem, das nach Zuhause riecht. Es ist der Geruch von dampfender Brennesselsuppe, wie meine Großmutter sie an kühlen Frühlingstagen zubereitete. Damals war ich ein neugieriges Kind, das oft auf ihren Schoß kletterte, um zuzusehen, wie sie die grünen Blätter sammelte, die wir im Garten oft nur als lästiges Unkraut betrachteten. Die Vorstellung, etwas so Wundervolles daraus entstehen zu lassen, erfüllte mich mit Staunen.

Heute, viele Jahre später, weckt dieser einfache Eintopf jedes Mal eine tiefe Wärme und ein Gefühl der Verbundenheit. Es ist mehr als nur eine Suppe; es ist ein kulinarisches Erbe, das die Essenz des Mühlviertels einfängt. Die Aromen sind so klar und rein, wie die Luft, die durch die sanften Hügel Oberösterreichs streicht. Jede Löffelprobe ist eine Reise zurück zu un Beschwerten Tagen.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Der pure Geschmack des Frühlings: Sobald die ersten Brennnesseln sprießen, erwacht dieses Gericht zum Leben. Es ist die reinste Form, die Natur auf den Tisch zu bringen, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.
  • Ein Hauch von Kindheitserinnerung: Wer hat nicht schon einmal die Erinnerung an die liebevolle Hand der Großmutter, die einen Löffel probiert und nickt, weil alles perfekt ist? Diese Suppe trägt diese Magie in sich.
  • Überraschend unkompliziert: Obwohl die Zutaten so besonders sind, lässt sich diese Suppe mit etwas Geduld und Sorgfalt wunderbar zu Hause zubereiten. Der Aufwand lohnt sich um ein Vielfaches.
  • Gesund und belebend: Brennnesseln sind wahre Kraftpakete, reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Dieses Gericht ist nicht nur köstlich, sondern auch ein wahrer Segen für dein Wohlbefinden.

Das brauchst du

Die Qualität der Zutaten spielt hier die entscheidende Rolle, denn die Einfachheit des Gerichts verzeiht keinen Mangel. Wenn du frische, junge Brennnesseltriebe findest, ist das ein unschätzbarer Vorteil. Die Butter sollte von guter Herkunft sein, die Kartoffeln festkochend, um eine schöne Cremigkeit zu erzielen, und die Sahne sollte nicht zu mager sein, um dem Ganzen die nötige Fülle zu verleihen. Der heimische Kümmel, oft unterschätzt, ist der heimliche Star, der eine wundervolle Tiefe hinzufügt, die über das Erwartete hinausgeht.

  • Junge Brennnesseltriebe: Sie sind das Herzstück und liefern den charakteristischen, leicht erdigen und doch frischen Geschmack. Sammle sie am besten an Orten, die weit weg von Straßen liegen.
  • Festkochende Erdäpfel: Sie sorgen für die perfekte sämige Konsistenz, ohne die Suppe mehlig oder klumpig werden zu lassen.
  • Butter: Nicht sparsam verwenden! Sie bildet die Basis für die Aromenentwicklung und verleiht der Suppe einen luxuriösen Schmelz.
  • Gemüsebrühe: Eine gute hausgemachte oder hochwertige gekaufte Brühe ist unerlässlich für eine tiefe Geschmacksbasis.
  • Sahne: Gibt der Suppe Reichhaltigkeit und eine samtige Textur, die den Geschmack abrundet.
  • Kümmel: Muss nicht geröstet werden, aber die Samen sind wichtig für das authentische Aroma, das leicht an Anis erinnert.
  • Schwarzbrot: Ideal für die knusprigen Croûtons, die einen wunderbaren Kontrast zur cremigen Suppe bilden.
  • Knoblauch und Zwiebel: Die unscheinbaren Helden, die den Grundstein für jeden guten Eintopf legen und für Würze sorgen.

Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte weiter unten, aber erinnere dich: Bei solchen Gerichten zählt oft mehr das Gefühl für die richtige Balance als das strikte Einhalten von Gramm-Angaben.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Die Brennessel, oft als lästiges Unkraut abgetan, ist tief in der Volksmedizin und der ländlichen Küche Österreichs, besonders in Regionen wie dem Mühlviertel, verwurzelt. Seit Jahrhunderten wurde sie wegen ihrer heilenden Eigenschaften geschätzt und als nahrhaftes Kraut genutzt, besonders wenn die Vorräte im Winter zur Neige gingen. Ihre Verwendung in Suppen war eine clevere Art, dieses grüne Gold des Frühlings kostengünstig und nahrhaft auf den Tisch zu bringen.

Früher war das Sammeln von Brennnesseln eine Notwendigkeit, eine Erinnerung an Zeiten, in denen jede verfügbare Ressource genutzt wurde. Die Zubereitung war denkbar einfach: Die jungen Triebe wurden gekocht, manchmal mit Kartoffeln um die Sämigkeit zu erreichen, und mit ein wenig Butter und Gewürzen abgeschmeckt. Es war ehrliche, bodenständige Küche, die den Körper stärkte nach den langen Wintermonaten.

Heute hat die Brennesselsuppe eine Renaissance erlebt. Sie wird nicht mehr nur aus Notwendigkeit gekocht, sondern aus Wertschätzung für ihren einzigartigen Geschmack und ihre gesundheitlichen Vorteile. Köche und Hobbyköche gleichermaßen entdecken die Vielseitigkeit dieses oft übersehenen Krauts wieder. Die traditionelle Zubereitung ist dabei die beste Basis geblieben, aber durch die Verwendung hochwertigerer Zutaten wie guter Butter oder verfeinert mit Kräutern und Beilagen erfährt sie eine kulinarische Aufwertung.

Das Besondere an diesem Gericht ist seine Verbindung zur Natur und zur Jahreszeit. Es ist ein Indikator dafür, dass der Frühling Einzug gehalten hat und die Erde wieder Leben schenkt. Diese tiefere Bedeutung macht die Brennesselsuppe zu einem zeitlosen Klassiker, der die Seele wärmt und den Gaumen erfreut, wann immer er die Gelegenheit bekommt, seine Frische zu entfalten.

So bereitest du Vorspeisen Rezepte Oberösterreich zu

Schritt 1: Die Vorbereitung der Stars – Brennnesseln und Gemüse

Der erste und entscheidende Schritt ist das sorgfältige Sammeln und Reinigen der Brennnesseltriebe. Gehe am besten zu den jungen Pflanzen, die noch zart sind, und meide die Spitzen der älteren, holzigen Exemplare. Handschuhe sind hierbei dein bester Freund, um das Brennen zu vermeiden. Spüle die gesammelten Blätter gründlich unter fließendem Wasser ab, aber lass sie nicht zu lange im Wasser liegen, um keine wertvollen Nährstoffe zu verlieren. Die rohen Brennnesseln sehen noch imposant aus, aber sei versichert, nach dem Kochen verlieren sie ihren „Biss“ und ihre Konsistenz wird wunderbar weich.

Parallel dazu bereiten wir das Gemüse vor, das die Basis für den Geschmack bilden wird. Schäle die Kartoffeln, es sei denn, sie sind ganz frisch und die Schale ist sehr dünn – dann kannst du sie auch mitverwenden, gut gewaschen natürlich. Schneide sie in gleichmäßige Würfel. Das ist wichtig, damit alle Kartoffelstücke zur gleichen Zeit weich werden. Die Zwiebel wird fein gewürfelt, wie auch der Knoblauch. Kleine, gleichmäßige Schnitte sorgen dafür, dass sich die Aromen beim Anbraten optimal entfalten und später keine großen, bitteren Stücke im Mund sind. Dies ist der Grundstein für eine harmonische Suppe.

Schritt 2: Das Fundament des Geschmacks – Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen

Jetzt kommt die Butter in den Topf, und ich meine die gute Butter, die einen feinen Duft verströmt, sobald sie schmilzt. Lass die Butter bei mittlerer Hitze zergehen, sie sollte nicht braun werden, nur warm und flüssig. Gib die gewürfelten Zwiebeln hinzu und lass sie langsam glasig dünsten. Geduld ist hier Trumpf; schnelles Anbraten macht sie bitter. Wir wollen, dass sie weich werden und ihre Süße entfalten, was dem Endergebnis eine unglaubliche Tiefe verleiht. Erst wenn die Zwiebeln fast weich sind, gibst du den gehackten Knoblauch dazu.

Der Knoblauch darf nur ganz kurz mitdünsten, gerade so lange, bis er duftet. Wenn er zu heiß wird oder zu lange mitbrät, wird er bitter und verdirbt den feinen Geschmack der Suppe. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, der oft unterschätzt wird. Riechst du den Duft von Zwiebeln und Knoblauch, hast du das perfekte Fundament für die Cremigkeit und den Aroma-Kick geschaffen.

Schritt 3: Die Kartoffeln und Gewürze – der Beginn der Verwandlung

Nun fügen wir die gewürfelten Kartoffeln hinzu. Rühre sie gut unter die angeschwitzten Zwiebeln und den Knoblauch, sodass sie von dieser aromatischen Mischung umhüllt werden. Lass sie für ein paar Minuten leicht mitbraten. Das gibt ihnen eine leichte Röstnote und bereitet sie auf das Kochen vor. Jetzt ist der Moment gekommen, dem Ganzen Charakter zu verleihen. Streue den Kümmel darüber. Frisch gemahlener ist ideal, aber auch ganze Samen tun ihren Dienst. Wenn du magst, kannst du hier auch eine Prise Majoran oder Thymian hinzufügen, aber der Kümmel ist essentiell für dieses spezielle Aroma, das so typisch für die Region ist.

Das Rösteln der Gewürze kurz vor dem Ablöschen setzt ihre Aromen frei. Du wirst merken, wie sich der Duft verändert, wärmer und würziger wird. Wenn du mutig bist, kannst du jetzt auch eine Prise Muskatnuss hineingeben, die wunderbar mit Kartoffeln und Brennnesseln harmoniert. Das sind diese kleinen Details, die aus einem einfachen Gericht etwas Besonderes machen. Jetzt sind die Kartoffeln bereit, die Flüssigkeit aufzunehmen und cremig zu werden.

Schritt 4: Das Ablöschen und Köcheln – die Magie der Sämigkeit

Jetzt kommt die Gemüsebrühe ins Spiel. Gieße sie, je nach gewünschter Dicke der Suppe, gleich so hinzu, dass die Kartoffeln gut bedeckt sind. Mit etwa einem Liter beginnst du, dann kannst du bei Bedarf noch nachgießen. Bringe die Flüssigkeit zum Kochen und reduziere dann die Hitze, sodass die Suppe nur noch sanft köchelt. Lass alles für etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, oder bis die Kartoffeln weich sind. Sie sollten sich mit einer Gabel leicht zerdrücken lassen. Diese Zeit ist wichtig, damit sich die Aromen verbinden und die Kartoffeln ihre Stärke abgeben, was die Suppe auf natürliche Weise bindet.

Wenn die Kartoffeln weich sind, ist es Zeit, die Brennnesseln hinzuzufügen. Gib sie zu den köchelnden Kartoffeln und lass sie für nur wenige Minuten mitkochen, gerade so lange, bis sie zusammengefallen und leuchtend grün sind. Zu langes Kochen würde ihre Farbe und ihren frischen Geschmack beeinträchtigen. Das ist der Moment, in dem die Suppe ihre charakteristische grüne Farbe annimmt, ein Versprechen des Frühlings.

Schritt 5: Das Pürieren – Cremigkeit pur

Nun kommt der Moment, in dem die Suppe ihre samtige Textur erhält. Nimm den Topf vom Herd. Wenn du einen Stabmixer hast, kannst du die Suppe direkt im Topf pürieren. Sei dabei vorsichtig, damit nichts spritzt. Achte darauf, die Suppe nicht zu fein zu pürieren, ein paar kleine Stückchen von den Kartoffeln dürfen ruhig erhalten bleiben, das gibt eine angenehme Struktur. Wenn du keinen Stabmixer hast, kannst du die Suppe auch portionsweise in einen Standmixer geben. Vorsicht beim Öffnen des Mixers, der heiße Dampf kann gefährlich sein.

Das Ergebnis sollte eine wunderbar sämige, fast cremige Konsistenz sein, ohne dass zusätzliches Schlagobers oder Mehl nötig wäre. Die Kartoffeln erledigen die Arbeit für uns. Probiere die Suppe an dieser Stelle. Fehlt etwas? Ein Hauch Salz, ein wenig mehr Pfeffer? Jetzt ist die letzte Chance, die Würze perfekt abzustimmen, bevor wir sie mit Sahne verfeinern. Ein guter Löffel Salz kann Wunder wirken, um die Aromen hervorzuheben.

Schritt 6: Die Verfeinerung und das Abschmecken – der letzte Schliff

Zum Schluss gießen wir die Sahne hinzu. Nicht zu viel, nur so viel, dass die Suppe eine angenehme Reichhaltigkeit und eine schöne, helle grüne Farbe bekommt. Rühre sie gut unter und lass die Suppe noch einmal ganz kurz erwärmen. Sie sollte nicht mehr sprudelnd kochen, sonst kann die Sahne gerinnen. Nun ist der wichtigste Schritt: das Abschmecken. Nimm dir Zeit. Schmeckt sie nach Frühling? Ist die Würze perfekt? Braucht sie noch eine Prise Salz, etwas mehr Pfeffer oder vielleicht einen Hauch von frischer Zitrone, falls das Grün zu dominant ist? Einige geben einen Schuss Essig hinzu, um die Säure auszugleichen, aber das ist Geschmackssache.

Wenn du magst, kannst du jetzt noch ein oder zwei frische Kräuter hinzufügen, wie Petersilie oder Schnittlauch, die den frischen Charakter unterstreichen. Aber Achtung: Nicht zu viel, damit der Brennnesselgeschmack nicht überdeckt wird. Du hast es geschafft! Deine hausgemachte Brennesselsuppe ist nun bereit, die Herzen und Gaumen deiner Liebsten zu erobern. Es ist die Krönung deiner Mühen, ein Gericht, das Authentizität und Liebe versprüht.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Zu alte oder holzige Brennnesseln verwenden. Junge, zarte Triebe sind das A und O. Wenn du zu alte Pflanzen erwischt, werden die Blätter faserig und der Geschmack ist bitter und unangenehm. Achte auf die Farbe und die Größe der Blätter, je kleiner und leuchtender, desto besser.

Fehler 2: Die Zwiebeln zu heiß und zu schnell anbraten. Sie sollen sanft gedünstet werden, um ihre Süße zu entfalten. Wenn sie verbrennen, wird die ganze Suppe bitter. Dies ist ein entscheidender Schritt für eine harmonische Basis.

Fehler 3: Zu lange kochen. Brennnesseln verlieren bei zu langer Hitze ihre leuchtend grüne Farbe und auch an Nährstoffen. Sie müssen nur kurz mitkochen, bis sie welk sind. Das gilt auch für die Kartoffeln, die zwar Zeit zum Weichwerden brauchen, aber nicht zerfallen sollten.

Fehler 4: Die Suppe zu glatt pürieren. Ein bisschen Textur macht die Suppe interessant. Wenn du sie zu einem perfekten Brei reduzierst, verliert sie an Charakter. Kleine Stückchen von den Kartoffeln sind willkommen.

Variationen für jeden Geschmack

Die vegane Variante: Ersetze die Butter durch ein gutes natives Olivenöl oder eine hochwertige vegane Margarine. Verwende anstelle von Sahne eine cremige Kokos- oder Hafercuisine. Der Grundgeschmack der Brennessel bleibt erhalten, und du erhältst ein leichtes, aber dennoch sättigendes Gericht.

Die herzhafte Variante mit Speck: Für alle, die es kräftiger mögen: Würfle etwas durchwachsenen Speck und brate ihn knusprig an, bevor du die Zwiebeln zugibst. Die Speckwürfel kannst du dann als knuspriges Topping über die fertige Suppe streuen. Sie verleihen eine herrliche salzig-rauchige Note.

Die feine Variante mit Einlage: Um die Suppe aufzuwerten, kannst du eine feine Einlage zubereiten. Gedämpfte oder sautierte Kräuterseitlinge, ein pochiertes Wachtelei oder ein Klecks Ziegenfrischkäse passen wunderbar. Auch geräucherter Fisch wie Lachs oder Forelle kann einen Hauch von Luxus hinzufügen.

Profi-Tipps für Vorspeisen Rezepte Oberösterreich

  • Die richtige Erntezeit: Sammle die Brennnesseln am besten im Frühling, wenn die Blätter noch jung und zart sind. Vermeide die Seiten von stark befahrenen Straßen.
  • Kräuter-Kombinationen: Neben Kümmel passen auch Majoran, Petersilie oder eine Prise Liebstöckel wunderbar zur Brennesselsuppe. Experimentiere vorsichtig, um deinen Favoriten zu finden.
  • Die Kunst des Pürierens: Wenn du einen cremig-luxuriösen Effekt erzielen möchtest, kannst du einen kleinen Teil der gekochten Kartoffeln entfernen, pürierst den Rest der Suppe und gibst die ganzen Kartoffelstücke dann wieder hinzu. Das sorgt für mehr Biss.
  • Aromatischer Sud: Verwende eine gute Gemüsebrühe, am besten selbstgemacht. Füge beim Kochen der Kartoffeln ein Lorbeerblatt oder ein paar Pfefferkörner hinzu, die du vor dem Pürieren wieder entfernst.
  • Die Säure als Gegenspieler: Eine winzige Menge Zitronensaft oder ein Hauch Weißweinessig am Ende kann die Süße der Brennnessel und Kartoffel wunderbar ausbalancieren und den Geschmack noch frischer machen.

Servier-Ideen für Vorspeisen Rezepte Oberösterreich

Anrichten & Dekoration

Die Brennesselsuppe entfaltet ihren Charme auch in ihrer Schlichtheit. Gieße die leuchtend grüne, sämige Suppe in vorgewärmte tiefe Teller oder Schalen. Das Schwarzbrot, das zu knusprigen Croûtons verarbeitet wurde, bildet einen tollen farblichen und textuellen Kontrast. Ein Klecks Schlagobers, der mit einem Zahnstocher kunstvoll aufgewirbelt wird, kann die Optik veredeln. Feine Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie, frisch gehackt und darüber gestreut, setzen einen grünen Akzent und duften herrlich. Manche mögen auch ein paar geröstete Pinienkerne oder Kürbiskerne, die für zusätzlichen Biss sorgen.

Passende Beilagen

Diese Brennesselsuppe ist bereits ein vollständiges Gericht für sich, kann aber auch als wunderbare Vorspeise serviert werden. Dunkles, kräftiges Bauernbrot mit Butter ist ein Klassiker, der niemals enttäuscht. Knusprige Schwarzbrot-Croûtons sind fast schon Pflicht, um die Textur zu ergänzen. Für eine etwas gehaltvollere Variante passen ein paar dünne Scheiben geräucherter Speck oder auch ein kleiner Klecks saure Sahne oder Crème fraîche dazu. Denke auch an leichte, säuerliche Beilagen, die die Reichhaltigkeit der Suppe ausbalancieren.

Wenn du auf der Suche nach weiteren inspirierten Vorspeisen bist, schau dir unsere Abendessen-Rezepte an, vielleicht findest du dort die perfekte Ergänzung. Für etwas wirklich Besonderes, das auch als Hauptgang glänzen kann, sind unsere Nachspeisen-Ideen eine gute Anlaufstelle, um den Abend kulinarisch abzurunden.

Für besondere Anlässe

Die Brennesselsuppe eignet sich hervorragend für einen Frühlingsbrunch oder als Auftakt zu einem festlichen Ostermenü. Ihr frischer, leicht erdiger Geschmack fängt die Essenz des Frühlings perfekt ein. Sie ist auch eine elegante Wahl für ein Mittagessen mit Freunden, wenn du etwas Leichteres, aber dennoch Besonderes servieren möchtest. Besonders gut kommt sie zur Geltung, wenn ihre grünen Aromen mit den milden Düften anderer saisonaler Gerichte harmonieren.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Übrig gebliebene Brennesselsuppe lässt sich hervorragend aufbewahren. Lass dieSuppe vollständig abkühlen, bevor du sie in einen luftdichten Behälter füllst. Stelle sie dann im Kühlschrank unter. Sie hält sich dort in der Regel für 2 bis 3 Tage frisch und behält ihren Geschmack gut bei. Wichtig ist, dass der Behälter wirklich gut schließt, um die Aufnahme von Fremdgerüchen zu verhindern.

Einfrieren

Möchtest du die Suppe länger aufbewahren, ist das Einfrieren eine ausgezeichnete Option. Auch hier, lass die Suppe vollständig erkalten. Portionenweise in geeignete Gefrierbehälter oder -beutel füllen. Beim Einfrieren kann sich die Konsistenz leicht verändern, insbesondere die Sämigkeit. Dies ist aber meist kein Problem und lässt sich beim Aufwärmen korrigieren. Achte darauf, die Behälter gut zu beschriften, damit du weißt, was sich darin befindet.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um die Suppe aufzuwärmen, nimm sie aus dem Kühlschrank oder dem Gefrierfach und erhitze sie langsam im Topf bei mittlerer Hitze. Rühre zwischendurch immer wieder um. Wenn die Suppe zu dick geworden ist, kannst du etwas Wasser oder Gemüsebrühe hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz wiederherzustellen. Wenn du die Suppe eingefroren hattest, lass sie zuerst vollständig im Kühlschrank auftauen, bevor du sie erwärmst. Vermeide es, die Suppe mehrmals aufzukochen, da dies den Geschmack beeinträchtigen kann.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich Brennnesseln auch im Supermarkt kaufen?

    Frische Brennnesseln sind nicht immer und überall verfügbar, besonders außerhalb der Saison. Manchmal findet man sie auf Bauernmärkten oder in gut sortierten Bioläden. Alternativ gibt es getrocknete Brennnesselblätter im Gewürzregal oder in spezialisierten Tee- und Kräuterläden. Diese eignen sich gut für Tees, aber für eine sämige Suppe sind frische Triebe deutlich besser, da sie die gewünschte Konsistenz und den frischen Geschmack mitbringen. Wenn du nur getrocknete findest, musst du sie eventuell länger einweichen und die Suppe stärker binden, zum Beispiel mit einer zusätzlichen Kartoffel.

  2. Wie entferne ich das Brennen von den Brennnesseln vollständig?

    Das Brennen der Brennnesseln kommt von winzigen, nadelförmigen Härchen auf den Blättern und Stängeln, die eine reizende Substanz abgeben. Sobald die Brennnesseln erhitzt werden, brechen diese Strukturen auf und das Brennen verschwindet vollständig. Das bedeutet, Kochen, Dünsten oder schnelles Anbraten macht sie völlig unbedenklich. Handschuhe beim Sammeln sind nur eine Vorsichtsmaßnahme, beim Kochen selbst gibt es kein Problem.

  3. Kann ich die Brennnesselsuppe auch ohne Kartoffeln zubereiten?

    Theoretisch ja, aber Kartoffeln spielen eine entscheidende Rolle für die Sämigkeit und Cremigkeit der Suppe. Sie geben auf natürliche Weise Stärke ab, die bindet und die Suppe vollmundig macht. Ohne Kartoffeln müsste man eine andere Bindungsmethode wählen, zum Beispiel durch das Pürieren einer größeren Menge der Brennnesseln selbst oder durch Zugabe von Mehlbutter, Sahne oder einer anderen verdickenden Komponente. Das würde aber den authentischen, rein pflanzlichen Charakter und die besondere Textur der Kartoffel-basierten Suppe verändern. Wenn du eine leichtere Variante möchtest, kannst du die Kartoffelmenge leicht reduzieren und stattdessen mehr Gemüsebrühe verwenden, aber ganz ohne Bindungsmittel wird es schwierig.


Mousse von der geräucherten Salzkammergut Forelle

Mousse von der geräucherten Salzkammergut Forelle

Rezept vom Genießer-Restaurant im 4*s Hotel Royal in Bad Ischl.

4.8 from 872 reviews
Prep Time 20 Min
Cook Time 10 Min
Total Time 30 Min
Servings 4 Portionen
Course:Vorspeise Cuisine:German Vegetarisch By:ELENA
Servings
  • Forelle
  • Sahne
  • Gewürze
  • Kühlen
  1. 1Forelle räuchern
  2. 2Sahne schlagen
  3. 3Forelle zerdrücken und mit geschlagener Sahne vermischen
  4. 4Mit Gewürzen abschmecken
  5. 5Kalt stellen
Servieren Sie die Mousse als Vorspeise.
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