Erdbeer Rhabarber Crumble – Sheepy's Bakery
Es war ein grauer Nachmittag im späten Frühling. Der Regen trommelte leise gegen die Fensterscheiben, und die Luft im Haus roch nach feuchter Erde und dem Versprechen warmer Tage, die noch ferne schienen. In der Küche meiner Großmutter, einem Ort, der immer nach Wärme und Geborgenheit duftete, brodelte es. Es war die Zeit des Rhabarbers, und für mich bedeutete das immer ein ganz besonderes Ritual: die Zubereitung ihres legendären Erdbeer-Rhabarber-Crumbles.
Diese Kombination, so schlicht sie klingt, ist für mich die Essenz des Übergangs vom Grau des Frühlings ins leuchtende Grün des Sommers. Der süß-säuerliche Tanz zwischen Erdbeeren und Rhabarber, gekrönt von einer knusprigen Decke, die nach frisch gebackener Butter und zarten Haferflocken duftet – das ist mehr als nur ein Dessert, das ist ein Versprechen sonniger Tage, eingefangen in einer kleinen Auflaufform.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Der Duft der Kindheit: Sobald die ersten Streusel im Ofen bräunen, breitet sich ein unwiderstehliches Aroma aus, das dich unweigerlich zurückkatapultiert in Omas heimelige Küche, umgeben von einem Duft, der Geborgenheit und Vorfreude pur verheißt.
- Die perfekte Balance: Hier treffen süße, fast schon fast vergessene Noten reifer Erdbeeren auf die herrlich erfrischende Säure des Rhabarbers – ein Zusammenspiel, das die Sinne belebt und Lust auf mehr macht.
- Knuspriger Himmel: Die goldbraune Kruste aus zarten Haferflocken und feinem Mehl ist das absolute Highlight. Jeder Bissen ist ein kleines Fest, bei dem die zarten Streusel auf die weiche Fruchtschicht treffen.
- Ehrliche Einfachheit: Dieses Gericht zeigt, dass wahre Gaumenfreuden oft die einfachsten sind. Ohne viele Schnörkel, aber mit jeder Menge Herzblut und guten Zutaten, entsteht ein Dessert, das alle Herzen höherschlagen lässt.
- Vielseitiger Trostspender: Ob warm und blubbernd aus dem Ofen mit einer Kugel Vanilleeis oder kalt am nächsten Morgen zum Frühstück – dieser Crumble ist ein Meister darin, jedem Moment das gewisse Etwas zu verleihen.
Das brauchst du
Bei diesem Crumble zählt die Qualität der wenigen, aber entscheidenden Zutaten. Die Süße der Erdbeeren und die Säure des Rhabarbers müssen in perfekter Harmonie sein, und die Butter für die Streusel sollte wirklich eiskalt sein. Das sorgt für die unvergleichliche Krümeligkeit, die diesen Dessert-Klassiker ausmacht. Vertraue mir, die kleinen Unterschiede machen hier einen großen Unterschied im Geschmackserlebnis, den du auf der Zunge spüren wirst.
- Erdbeeren: Sie sind das Herzstück, die Süße, die alles zusammenhält. Wähle reife, duftende Exemplare, die keine Wünsche offenlassen.
- Rhabarber: Sein erfrischender, säuerlicher Charakter ist der ideale Gegenpol zur Süße der Erdbeeren. Er gibt dem Ganzen Tiefe und Frische.
- Zucker: Er balanciert die Säure des Rhabarbers aus und hebt die natürliche Süße der Erdbeeren hervor. Die Menge passe ich gerne der jeweiligen Fruchtsüße an.
- Speisestärke: Eine kleine Prise davon sorgt dafür, dass der Fruchtsaft beim Backen nicht unkontrolliert ausläuft, sondern eine wunderbar sämige Konsistenz annimmt.
- Mehl: Klassisches Weizenmehl Type 405 bildet die Basis für die zarten Streusel. Aber auch Dinkelmehl kann hier eine wunderbare Alternative sein.
- Kalte Butter: Das A und O für knusprige Streusel! Sie bindet die Zutaten und sorgt beim Verreiben für die perfekte Krumeltextur, die wir uns wünschen.
- Haferflocken: Sie geben den Streuseln nicht nur mehr Biss, sondern auch eine leicht nussige Komponente, die wunderbar mit der Frucht harmoniert.
Die genauen Mengenangaben für all diese Köstlichkeiten findest du natürlich am Ende im Rezept, wo sie dir liebevoll aufgeschlüsselt präsentiert werden.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Der Crumble, wie wir ihn heute kennen, hat seine Wurzeln im England des Zweiten Weltkriegs. In Zeiten der Rationierung und des Mangels suchten findige Hausfrauen nach Möglichkeiten, trotzdem süße und sättigende Desserts zu zaubern. Die Idee, statt eines aufwendigen Teigs einfach zerbröselte Zutaten über die Früchte zu streuen, war genial einfach und ressourcenschonend.
Ursprünglich oft nur mit Äpfeln oder Beeren zubereitet, hat sich das Konzept des Crumbles im Laufe der Jahrzehnte zu einem wahren Alleskönner entwickelt. Die Grundidee blieb dieselbe: fruchtige Süße trifft auf knusprige Textur. Es war die Geburt eines unkomplizierten Nachmittagsvergnügens, das sich mühelos an saisonale Früchte anpassen ließ.
Was diesen Dessert-Klassiker so zeitlos macht, ist seine unglaubliche Wandlungsfähigkeit. Mal ist er Opulenz mit exotischen Früchten, mal purer Trost mit Äpfeln und Zimt. In meiner Welt hat sich der Erdbeer-Rhabarber-Crumble zu einem Symbol für den Frühlingsanfang entwickelt, ein Gericht, das die Kälte austreibt und die Sonne auf den Teller holt. Er verkörpert die häusliche Gemütlichkeit, die durch die köstliche Kruste und die frische Fruchtfüllung perfektioniert wird.
So bereitest du Erdbeer Rhabarber Crumble zu
Schritt 1: Die Fruchtbasis – ein süß-saurer Tanz beginnt
Zuerst widmen wir uns der Seele dieses Desserts: der Fruchtfüllung. Hier trifft die intensive Süße der Erdbeeren auf die lebendige Säure des Rhabarbers. Ich beginne damit, den Rhabarber zu schälen, ganz leicht, nur um mögliche holzige Schichten zu entfernen. Dann schneide ich ihn in mundgerechte Stücke, etwa 2-3 Zentimeter lang. Dies sorgt dafür, dass er beim Backen gleichmäßig weich wird und nicht matschig.
Die frisch gewaschenen und geputzten Erdbeeren verarbeite ich ähnlich, je nach Größe halbiere oder viertels ich sie. Wenn ich TK-Erdbeeren verwende, lasse ich sie kurz antauen, damit sich überschüssiges Wasser besser abtropfen lässt. In einer großen Schüssel mische ich dann Rhabarber und Erdbeeren. Nun kommt der Zucker dazu – sei hier nicht schüchtern, denn er ist wichtig, um die Säure auszugleichen und die Fruchtaromen zu intensivieren.
Ein entscheidender Schritt, der oft unterschätzt wird, ist das Hinzufügen der Speisestärke. Sie saugt überschüssigen Saft auf und verhindert, dass dein Crumble am Ende eine zu flüssige Konsistenz hat. Gut vermengen, bis alle Fruchtstücke leicht mit dem zuckerigen Stärkegemisch überzogen sind. Diese fruchtige Mischung gebe ich dann direkt in meine Auflaufform. Ein leichter Druck von unten stellt sicher, dass die Fruchtmasse eine schöne, ebenmäßige Basis bildet.
Schritt 2: Die Streusel – das Fundament für den Genuss
Jetzt kommt der Teil, der für die süße Knusprigkeit verantwortlich ist: die Streusel. Das oberste Prinzip hier lautet: Kälte ist dein bester Freund. Die Butter muss wirklich eiskalt sein und am besten in kleine Würfel geschnitten werden. Das ist der Schlüssel dafür, dass die Streusel beim Verreiben nicht zu einem Teig verschmieren, sondern ihre charakteristische Krumelstruktur behalten.
In einer separaten Schüssel mische ich das Mehl, die Haferflocken und den Zucker für die Streusel. Die Haferflocken geben dem Ganzen nicht nur mehr Biss, sondern auch eine wunderbar nussige Note, die perfekt zur Fruchtigkeit passt. Nun gibst du die kalten Butterwürfel hinzu. Hier ist schnelles Arbeiten gefragt: Mit den Fingerspitzen verreibst du die Butter zügig im Mehl-Zucker-Gemisch, bis sich alles zu groben, ungleichmäßigen Krümeln verbindet. Es sollte aussehen wie feine Sandkrumen, nicht wie ein homogener Teig.
Tipp: Wenn du merkst, dass die Butter doch etwas zu weich wird, kannst du die Schüssel für ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen. Das Ergebnis sind dann garantiert knusprige, goldbraune Streusel, die nach dem Backen unwiderstehlich sind.
Schritt 3: Das Zusammenspiel – die Streusel krönen die Frucht
Nun ist es an der Zeit, die beiden Komponenten zu vereinen. Nimm die gut vorbereiteten Streusel und verteile sie gleichmäßig über der fruchtigen Basis in der Auflaufform. Achte darauf, die gesamte Fläche gut abzudecken, damit die Früchte beim Backen gut eingeschlossen sind und keine unnötige Feuchtigkeit entweichen kann. Ein leichter Druck ist hier nicht nötig, die Kruste soll locker bleiben.
Ich mag es, wenn die Streusel ein bisschen unregelmäßig verteilt sind. Das sorgt für unterschiedliche Knusprigkeit und schöne rustikale Optik. Die feinen Krümel werden zu knusprigen Nestern, und die etwas größeren Stücke bieten einen herrlichen Biss. Dieses Zusammenspiel der Texturen ist es, was einen guten Crumble ausmacht.
Das ist im Wesentlichen der gesamte Aufbau. Es ist diese Einfachheit, die den Crumble so charmant macht. Keine komplizierten Schichten, keine aufwendigen Dekorationen – nur reine, ehrliche Zutaten, die nur darauf warten, im Ofen ihre Magie zu entfalten.
Schritt 4: Das Backen – die Verwandlung beginnt
Nun kommt der Moment, auf den wir alle gewartet haben: das Backen. Heize deinen Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Dies ist die ideale Temperatur, um die Frucht langsam zu erweichen und die Streusel gleichzeitig perfekt zu bräunen. Platziere die Auflaufform im mittleren Bereich des Ofens, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird.
Die Backzeit beträgt in der Regel etwa 30 bis 35 Minuten. Woran du erkennst, dass dein Crumble fertig ist? Die Streusel sollten eine wunderschöne goldbraune Farbe angenommen haben und richtig herrlich knusprig aussehen. Gleichzeitig sollte die Fruchtfüllung am Rand beginnen zu blubbern. Dieses leichte Köcheln zeigt an, dass die Früchte gar sind und ihre Aromen sich voll entfalten konnten.
Achtung: Je nach Ofentyp und Dicke der Streusel kann die Backzeit leicht variieren. Behalte deinen Crumble im Auge, um ein Verbrennen zu vermeiden. Wenn die Streusel zu schnell bräunen, kannst du die Form lose mit etwas Alufolie abdecken.
Schritt 5: Die Ruhe – das Finale warten auf den Genuss
Wenn der Ofen seinen Dienst getan hat und dein Crumble goldbraun und verführerisch duftend vor dir steht, ist die Versuchung groß, sofort zuzugreifen. Aber halt! Ein kleiner Moment der Geduld ist hier entscheidend für den perfekten Genuss. Nimm die Auflaufform aus dem Ofen und lass den Crumble mindestens 10 bis 15 Minuten ruhen.
Warum ist diese Ruhephase so wichtig? Erstens kühlt die Fruchtfüllung etwas ab, sodass du dir beim ersten Bissen nicht die Zunge verbrennst. Zweitens hat der Saft noch einmal die Gelegenheit, sich zu setzen und die Stärkemischung kann ihre bindende Wirkung voll entfalten. Dadurch werden die Fruchtstücke beim Servieren schön zusammengehalten und die Aromen können sich noch intensiver entfalten.
Während dieser kurzen Wartezeit breitet sich der Duft des frisch gebackenen Crumbles noch einmal in der gesamten Küche aus und steigert die Vorfreude. Es ist ein Moment, in dem die Aromen von süßer Erdbeere und säuerlichem Rhabarber, umhüllt von warmen, buttrigen Streuseln, sich perfekt vereinen. Und dann ist er endlich bereit, auf den Tisch zu kommen – ein wahrer Genuss, der nach der kurzen Wartezeit umso lohnenswerter ist.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Die Butter ist zu warm für die Streusel. Das ist wohl der häufigste Fehler überhaupt. Wenn die Butter zu weich ist, wird sie sich mit den trockenen Zutaten verbinden und eher einen Teig als krümelige Streusel bilden. Merkst du, dass die Butter beginnt zu schmelzen, stelle die Schüssel schnell für ein paar Minuten in den Kühlschrank, bevor du weitermachst. Geduld zahlt sich hier wirklich aus für die perfekte Kruste.
Fehler 2: Zu viel Rhabarber ohne ausreichende Süße. Rhabarber kann sehr sauer sein, und wenn er nicht richtig ausbalanciert wird, kann das ganze Dessert unangenehm werden. Achte darauf, die Zuckermenge an die Säure des Rhabarbers anzupassen. Probier ruhig ein kleines Stück Rhabarber, bevor du ihn verarbeitest, und passe die Zuckermenge entsprechend an. Eine Prise Salz in der Fruchtfüllung kann übrigens die Süße noch besser hervorheben.
Fehler 3: Die Fruchtmasse wird zu wässrig. Das passiert, wenn man die Speisestärke vergisst oder zu wenig davon verwendet. Die Stärke hilft, den austretenden Fruchtsaft zu binden und sorgt für eine sämige Konsistenz. Füge sie immer gut vermengt zur Fruchtdatei hinzu und lass sie danach kurz ruhen, bevor du die Streusel darauf verteilst. So kann die Stärke ihre Arbeit optimal verrichten.
Fehler 4: Die Streusel sind zu fein oder zu grob. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber wenn die Streusel zu fein sind, können sie schnell verbrennen. Sind sie zu grob, verteilt sich die Knusprigkeit nicht gleichmäßig. Die ideale Größe sind Krumel, die ungefähr erbsengroß sind. Das erreichst du am besten, indem du die kalte Butter nur kurz mit den Fingern verreibst, bis sich alles zu ungleichmäßigen Krümeln verbindet.
Variationen für jeden Geschmack
Dieser Erdbeer-Rhabarber-Crumble ist eine wunderbare Grundlage, um ihn an verschiedene Vorlieben anzupassen. Für eine vegane Variante kannst du die Butter durch eine hochwertige Pflanzenmargarine oder festes Kokosöl ersetzen. Achte darauf, dass die Margarine gut gekühlt ist, um auch hier die knusprige Textur der Streusel zu gewährleisten. Der Geschmack wird minimal anders, aber genauso köstlich.
Wer es etwas gesünder mag oder eine eiweißreiche Variante sucht, kann die Mehlmenge in den Streuseln reduzieren und durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzen. Das gibt dem Ganzen eine zusätzliche nussige Tiefe und eine interessante Textur. Für eine low-carb-freundliche Option könnte man versuchen, eine Mischung aus Mandelmehl und etwas Kokosmehl für die Streusel zu verwenden und den Zucker durch ein geeignetes Süßungsmittel zu ersetzen, wobei man die Süße vorsichtig abschmecken sollte.
Für einen festlichen Anlass kannst du die Streusel mit gehackten Mandeln, Pekannüssen oder sogar einer Prise Zimt und Kardamom verfeinern. Auch ein Hauch Zitronenschale in der Fruchtmasse sorgt für extra Frische. Denk daran, dass die kleinen Änderungen oft die größten Unterschiede im Geschmackserlebnis ausmachen und diesen einfachen Crumble zu etwas ganz Besonderem machen können.
Profi-Tipps für Erdbeer Rhabarber Crumble
Tipp 1: Die Frucht vorbacken. Wenn du eine besonders saftige Fruchtfüllung magst, kannst du die gemischten Früchte für etwa 5-10 Minuten alleine in einer kleinen Auflaufform bei 180°C vorbacken, bevor du die Streusel darauf gibst. Das hilft, überschüssige Flüssigkeit leichter verdunsten zu lassen und reduziert das Risiko, dass die Streusel matschig werden.
Tipp 2: Zucker-Variationen. Experimentiere mit verschiedenen Zuckersorten für die Streusel. Brauner Zucker oder Rohrohrzucker verleihen eine wunderbare Karamellnote, die perfekt mit den Früchten harmoniert. Ein Teelöffel Vanillezucker in der Streuselmasse sorgt immer für das gewisse Etwas, das an Omas Küche erinnert.
Tipp 3: Mehr Biss für die Streusel. Gib eine Handvoll gehackte Nüsse – Mandeln, Walnüsse oder Pekannüsse – zu den Streuseln. Das gibt dem Crumble eine zusätzliche Textur und einen tieferen Geschmack. Röste die Nüsse vorher kurz an, das intensiviert ihr Aroma noch weiter.
Tipp 4: Die geheime Zutat – Zitronenschale. Eine feingeriebene Schale einer Bio-Zitrone, sowohl zur Fruchtfüllung als auch ganz wenig zu den Streuseln gegeben, hebt die Aromen von Erdbeeren und Rhabarber auf eine ganz neue Ebene. Sie sorgt für eine zusätzliche Frische, die das Dessert belebt und ihm eine unglaubliche Leichtigkeit verleiht.
Servier-Ideen für Erdbeer Rhabarber Crumble
Anrichten & Dekoration
Wenn dein Crumble endlich aus dem Ofen kommt, ist er ein optisch schon fast perfektes Gericht. Die goldbraunen Streusel, die sich über die leicht blubbernde, rubinrote Fruchtschicht legen, sprechen für sich. Wenn du ihn besonders ansprechend präsentieren möchtest, serviere ihn direkt in kleinen, hitzebeständigen Schälchen oder in der Auflaufform, aus der er stammt. Mit einem kleinen Zweig frischer Minze oder ein paar essbaren Blüten garniert – das war’s schon. Weniger ist hier mehr, denn die Natürlichkeit des Gerichts steht im Vordergrund.
Passende Beilagen
Ein warmer Crumble entwickelt sein volles Potenzial oft erst in Begleitung. Die klassische Wahl, die niemals enttäuscht, ist eine Kugel cremigen Vanilleeises. Die kühle Süße des Eises schmilzt langsam auf dem warmen Crumble und verbindet sich zu einer unwiderstehlichen Symphonie aus Temperatur und Textur. Alternativ passt auch ein Klecks frisch geschlagene Schlagsahne, die nur leicht gesüßt ist, wunderbar. Für diejenigen, die es etwas leichter mögen, ist Naturjoghurt oder ein cremiger Skyr eine erfrischende und proteinreiche Beilage, die gut zur Säure des Rhabarbers passt.
Für besondere Anlässe
Dieser Erdbeer-Rhabarber-Crumble ist zwar perfekt für den alltäglichen Genuss, aber er eignet sich auch hervorragend für besondere Momente. Stelle eine große Form davon auf den Tisch, wenn du Gäste erwartest. Er ist unkompliziert vorzubereiten und kann fast fertig in den Ofen geschoben werden, während du dich um deine Gäste kümmerst. Besonders an Ostern oder Muttertag, wenn saisonal frische Beeren und Früchte Hochkonjunktur haben, ist er eine wunderbare Dessertwahl. Seine rustikale Eleganz macht ihn zu einem gern gesehenen Gast auf jeder Tafel, der Lust auf gemeinsame Genussmomente macht.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Wenn doch einmal etwas übrig bleibt – was eher selten vorkommt, aber möglich ist – sollten die Reste unbedingt gut abgedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Verwende am besten Frischhaltefolie oder eine gut schließende Frischhaltedose. So bleibt die Fruchtfüllung frisch und die Streusel behalten zumindest einen Teil ihrer Knusprigkeit. Am besten ist es, wenn die Reste nur kurz mit der Folie bedeckt werden, um die Bildung von Kondenswasser auf den Streuseln zu minimieren. Im Kühlschrank hält sich der Crumble so für etwa 2 bis 3 Tage.
Einfrieren
Das Einfrieren von Erdbeer-Rhabarber-Crumble ist möglich, allerdings mit kleinen Einschränkungen. Die Streusel werden nach dem Auftauen wahrscheinlich nicht mehr ganz so knusprig sein, wie frisch aus dem Ofen. Wenn du ihn einfrieren möchtest, lass ihn vollständig abkühlen und verpacke ihn portionsweise in gefriergeeigneten Behältern oder Ziplock-Beuteln. Achte darauf, so viel Luft wie möglich herauszudrücken. So ist er für etwa 1 bis 2 Monate haltbar.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Um die Reste wieder aufzuwärmen und das Beste aus ihnen herauszuholen, gibt es mehrere Methoden. Der Ofen ist hierfür die beste Wahl. Erwärme den Crumble bei etwa 160 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 10-15 Minuten. Das hilft den Streuseln, wieder etwas an Knusprigkeit zu gewinnen. Wenn es schnell gehen muss, kann auch die Mikrowelle genutzt werden, hierbei solltest du aber darauf achten, die Leistung nicht zu hoch einzustellen und das Gericht zwischendurch umzurühren, um ein gleichmäßiges Erwärmen zu gewährleisten. Oftmals ist es auch eine gute Idee, beim Aufwärmen im Ofen die Abdeckung für die letzten Minuten abzunehmen, um eine zusätzliche Bräunung zu erzielen.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich TK-Erdbeeren und TK-Rhabarber für den Crumble verwenden? Was muss ich beachten?
Ja, die Verwendung von tiefgefrorenen Früchten ist absolut möglich und eine großartige Alternative, wenn gerade keine Saison ist. Der wichtigste Punkt ist, die Früchte nicht vollständig aufzutauen, bevor du sie verarbeitest. Lasse sie nur kurz antauen, damit überschüssiges Wasser leichter abtropfen kann. Vermische sie dann wie gewohnt mit Zucker und Speisestärke. Du musst eventuell die Backzeit um ein paar Minuten verlängern, da die tiefgekühlten Früchte mehr Flüssigkeit abgeben und länger brauchen, um gar zu werden. Das Ergebnis wird aber dennoch köstlich sein. - Wie kann ich sicherstellen, dass meine Streusel schön knusprig werden und nicht matschig?
Das Geheimnis liegt tatsächlich in der kalten Butter und der schnellen Verarbeitung. Arbeite zügig mit den Fingern, um die kalte Butter in die trockenen Zutaten zu verreiben. Vermeide es, die Masse zu lange oder zu intensiv zu kneten, denn dadurch erwärmt sich die Butter und die Streusel werden weicher. Wenn die Masse zu warm oder zu weich wird, lege die Schüssel für ein paar Minuten in den Kühlschrank. Zusätzlich kann das Vorbacken der Fruchtschicht helfen, Feuchtigkeit zu reduzieren, bevor die Streusel darauf kommen. - Welche anderen Früchte eignen sich neben Erdbeeren und Rhabarber noch für einen Crumble? Kann ich auch nur Erdbeeren oder nur Rhabarber verwenden?
Oh ja, die Variationsmöglichkeiten sind riesig! Äpfel (gedünstet oder roh, je nach Sorte), Birnen, Beeren aller Art (Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren), Kirschen oder Pfirsiche eignen sich hervorragend. Du kannst auch eine Mischung aus verschiedenen Früchten kreieren. Wenn du nur Erdbeeren verwendest, achte auf die Süße und füge eventuell etwas Zitronensaft hinzu, um ihnen mehr Pfiff zu geben. Bei reinem Rhabarber ist eine höhere Zuckermenge oft notwendig und eine geschmackliche Ergänzung durch äpfel oder Beeren ist willkommen.
Erdbeer Rhabarber Crumble
Ein schneller und einfacher Erdbeer Rhabarber Crumble, der süße Erdbeeren mit säuerlichem Rhabarber und knusprigen Haferflocken-Streuseln kombiniert. Perfekt warm serviert mit Vanilleeis oder Sahne.
- 350 g Rhabarber in Stücken
- 200 g Erdbeeren
- 75 g Zucker
- 15 g Speisestärke
- 50 g Haferflocken
- 75 g Weizenmehl Typ 405
- 50 g Zucker
- 75 g kalte Butter
- Backen
- 1Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden.
- 2Rhabarber und Erdbeeren mit 75 g Zucker und Speisestärke vermischen und in einer kleinen Auflaufform verteilen.
- 3Für die Streusel Haferflocken, Weizenmehl, 50 g Zucker und kalte Butter zu einem krümeligen Teig verkneten.
- 4Die Streusel gleichmäßig über der Fruchtmasse verteilen.
- 5Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und den Crumble für 30 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und die Fruchtmasse leicht blubbert.
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