Cremiger Rhabarber-Käsekuchen mit Baiser – so gelingt der perfekte Käsekuchen
Der Duft von leicht säuerlichem Rhabarber, der sich mit der süßen, fast luxuriösen Schwere von geschmolzenem Käse vermischt – das ist für mich der ganz eigene Klang des Spätsommers. Es ist kein lautes Aufbrausen, sondern ein tiefes, beruhigendes Summen, das Erinnerungen an Omas versteckten Garten und die ersten Anzeichen der beginnenden Gemütlichkeit weckt.
Diese Erinnerung, so zart wie die Baiserhaube selbst, hat mich dazu bewogen, mich endlich an den Rhabarber-Käsekuchen mit Baiser zu wagen, einen Kuchen, der schon seit Jahren auf meiner persönlichen „Muss ich backen“-Liste stand. Es ist mehr als nur ein Rezept: Es ist eine Hommage an die Einfachheit, die Perfektion und die kleinen Freuden, die das Leben lebenswert machen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Die unwiderstehliche Kombination: Die säuerlichen Rhabarberstreifen tanzen einen aufregenden Walzer mit der cremigen, satten Käsemasse, umrahmt von der zuckersüßen, leicht karamellisierten Baiserhaube.
- Das visuelle Spektakel: Ein Kuchen, der nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch aussieht wie ein kleines Kunstwerk – dank der kunstvoll flambierten Baiserhaube, die wie eine zarte Wolke über dem Kuchen thront.
- Die Texturvielfalt: Vom zarten Mürbeteigboden, der krümelt wie trockene Erde nach einem Sommerregen, über die seidige Fülle bis hin zum luftigen Baiser – jeder Bissen ist ein Erlebnis.
- Die süße Sünde mit Maß: Hier wird der Zucker mit Bedacht eingesetzt, sodass die natürliche Süße der Zutaten im Vordergrund steht und die Fruchtigkeit des Rhabarbers nicht untergeht.
- Ein Hauch von Luxus für zu Hause: Mit diesem Kuchen verwandelst du jeden Kaffeetisch in ein Festmahl und zauberst deinen Liebsten ein Lächeln ins Gesicht.
Das brauchst du
Die Qualität der Zutaten ist entscheidend für das Gelingen dieses Kuchens. Nimm dir Zeit, hochwertige Butter für den Mürbeteig, frisch-säuerlichen Rhabarber und cremigen Quark zu besorgen. Jeder einzelne Bestandteil trägt maßgeblich zum harmonischen Gesamtbild bei, vom erdigen Aroma des Dinkelmehls bis zur Luftigkeit des aufgeschlagenen Eiweißes.
- Dinkelmehl (Type 630): Sorgt für einen zarten, leicht nussigen Mürbeteig, der eine wunderbare Bodenhaftung bietet und nicht zu trocken wird.
- Kalte Butter: Das A und O für einen krossen, mürben Teig – je kälter, desto besser verhält sie sich beim Kneten und Backen.
- Quark (40% Fettgehalt): Bildet das Herzstück der Käsekuchenmasse, verleiht ihr eine herrlich cremige Konsistenz und eine leichte Säure, die perfekt zum Rhabarber passt.
- Frischer Rhabarber: Seine jugendliche Säure ist das Geheimnis, das die Süße des Kuchens ausbalanciert und ihm Charakter verleiht. Wähle knackige, rote Stangen für die beste Farbe und das intensivste Aroma.
- Eiweiß: Wird zum „Zauberer“ für die luftige Baiserhaube. Gut aufgeschlagen entfaltet es seine volle Pracht, die dann mit dem Küchenbrenner perfektioniert wird.
- Feinster Backzucker: Löst sich im Eiweiß auf wie Schnee in der Sonne und sorgt für eine stabile, seidige Baiserhaube, die leicht karamellisiert.
Mengenangaben findest du, wie üblich, weiter unten in den detaillierten Schritten.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Käsekuchen ist ein kulinarisches Erbe, das seine Wurzeln tief in der Geschichte hat. Schon die alten Griechen kannten und liebten eine Form des Kuchens, der auf Basis von Käse, Honig und Gerste zubereitet wurde. Man servierte ihn sogar als Stärkung für Athleten bei den ersten Olympischen Spielen.
Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten sich die Rezepte weiter und breiteten sich über Kontinente aus. In Deutschland, insbesondere in Regionen mit intensiver Milchwirtschaft, fand der Käsekuchen eine ganz besondere Heimat. Hier wurde er mit Quark, einer milderen Käsesorte, angereichert und erhielt durch Zugaben wie Früchte und Gewürze seine vielfältigen regionalen Ausprägungen.
Dieser Rhabarber-Käsekuchen mit Baiser ist eine Weiterentwicklung dieser Tradition. Er vereint die bodenständige Cremigkeit des traditionellen Quarkkuchens mit der saisonalen Frische von Rhabarber und der eleganten Süße eines Baiser-Finishs. Es ist ein Gericht, das sowohl an die Wurzeln erinnert als auch mit modernen Techniken wie dem Flambieren spielt, um ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu schaffen. Die Kombination aus säuerlichem Obst, reichem Käse und luftiger Süße macht ihn zu einem Klassiker, der über Generationen hinweg geschätzt wird.
So bereitest du Rhabarber Käsekuchen Baiser zu
Schritt 1: Die Fundamentbildung – Der Mürbeteig
Alles beginnt mit dem Fundament. Die kalte Butter, in kleine Würfel zerteilt, wird mit dem Puderzucker zu einer sandigen Masse verknetet. Hier ist Geduld gefragt, denn die Butter sollte nicht zu warm werden. Sobald das grobe Werk vollbracht ist, gibst du das Mehl und das Eigelb hinzu.
Jetzt wird geknetet, aber nur so lange, bis sich alles gerade eben zu einem geschmeidigen Teig verbunden hat. Es ist ein zartes Teig-Ballett, bei dem wir die Glutenentwicklung minimal halten wollen. Zu viel Kneten macht den Boden zäh, und das wollen wir vermeiden. Ziel ist ein Teig, der sich formen lässt, aber dennoch mürbe bleibt und beim Backen wunderbar zerfällt.
Tipp: Wenn die Masse zu klebrig wird, kannst du sie kurz in Frischhaltefolie wickeln und für 15 Minuten in den Kühlschrank legen. Das erleichtert das Ausrollen und Formen ungemein, besonders in einer Springform.
Schritt 2: Der Teig-Umhang
Nun wird der Teig präzise in die Springform eingepasst. Zuerst den Boden, dünn und kreisförmig, ausrollen und sorgfältig in die mit Backpapier ausgelegte Form legen. Achte darauf, dass der Boden gleichmäßig bedeckt ist, um eine solide Basis für die Käsemasse zu schaffen.
Der restliche Teig wird zu einer Rolle geformt und am Rand der Springform nach oben gezogen und angedrückt. So entsteht der charakteristische Rand des Käsekuchens, der die Füllung zusammenhält und ihr Halt gibt. Dies ist wie das Anlegen einer schützenden Hülle, die das Innere wärmt und beherbergt.
Ein ehrlicher Tipp: Den Teig nicht zu dick ausrollen, sonst wird der Boden zu schwer und dominiert die feinen Aromen der Füllung. Eine Dicke von etwa 3-4 mm ist ideal.
Schritt 3: Die Ruhepause für den Teig
Jetzt bekommt der Teig eine wohlverdiente Auszeit. Wickle die Form mit dem Teig in Frischhaltefolie und stelle sie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Kühlzeit ist essenziell, sie lässt die Butter fest werden und sorgt dafür, dass der Teig beim Backen seine Form behält und nicht zu sehr zerläuft.
Vor dem Einfüllen der Käsemasse wird der Boden mit einer Gabel mehrmals eingestochen. Das verhindert, dass sich während des Backens unschöne Blasen bilden. Dieser Schritt mag klein erscheinen, ist aber entscheidend für die perfekte Optik des fertigen Kuchens.
Wichtig: Wenn du dir Sorgen um Risse im Rand machst und dieser Kuchen nicht unbedingt durch die Baiserhaube bedeckt wäre, würdest du hier nun auch den Rand zwischen Masse und Teig einschneiden. Da wir aber eine großzügige Baiserhaube auftragen, die alles verzeiht, kann man sich diesen Schritt sparen.
Schritt 4: Die cremige Sinfonie – Die Käsemasse
In einer großen Schüssel werden Quark, Eier, Eigelb und Zucker zu einer glatten, cremigen Masse verrührt. Dies ist die Basis, das sanfte Fundament, auf dem die Aromen aufbauen.
Dann folgt die Zugabe der zerlassenen Butter, des Vanillepuddingpulvers, der gemahlenen Vanille und der Milch (oder der Kombination aus Milch und Sahne). Alles wird erneut gründlich gemischt, bis eine homogene Masse entsteht, die verführerisch glänzt. Hier entfaltet sich die erste Symphonie der Aromen, die später durch den Rhabarber und das Baiser verfeinert wird.
Das Geheimnis der Cremigkeit: Achte darauf, die Masse nicht zu lange zu schlagen, sobald das Puddingpulver und die Eier darin sind, um zu verhindern, dass zu viel Luft eingearbeitet wird, was später zu Rissen führen könnte. Gerade so lange rühren, bis alles gerade eben verbunden ist.
Schritt 5: Rhabarber-Akzente setzen
Währenddessen wird der Rhabarber vorbereitet. Wasche die knackigen Stangen, entferne die ledrigen äußeren Schichten, falls nötig, und schneide sie in mundgerechte Stücke. Streue eine Packung Bourbon-Vanillezucker darüber und lasse ihn kurz ziehen. Der Zucker entzieht ihm etwas Saft und bereitet ihn geschmacklich auf die Kuchenmasse vor.
Dieser Schritt ist wie das Setzen von Farbtupfern auf einer Leinwand. Die leicht säuerlichen Rhabarberstücke werden auf die erste Hälfte der Käsekuchenmasse verteilt. Gieße den entstandenen Saft ab – zu viel Flüssigkeit könnte den Kuchen wässrig machen.
Ein visueller Denkansatz: Stell dir vor, wie diese leuchtend roten oder rosa Stücke sich wie kleine Edelsteine in die cremige Fülle einbetten und dann von der zweiten Käsemassekuvert auf ihrer Reise in den Ofen Schutz finden.
Schritt 6: Die erste Back-Phase – Geduld ist Trumpf
Nun füllst du die vorbereitete Käsekuchenmasse vorsichtig in den mit Teig ausgekleideten Springformboden. Zuerst gibst du die Hälfte der Masse in den Boden, verteilst dann den Rhabarber und füllst abschließend die restliche Käsemasse darüber. Achte darauf, dass die Masse den Teigrand nicht überragt, um ein Überlaufen zu verhindern. Der Kuchen sollte etwa die gleiche Höhe wie der Teigrand haben.
Der Kuchen wandert nun auf die zweite Schiene von unten in den auf 150 Grad Celsius vorgeheizten Backofen (Umluft). Hier wird er für etwa 25 Minuten sanft gebacken. Diese erste Backphase sorgt dafür, dass die Masse beginnt zu stocken, ohne zu schnell zu bräunen.
Das Geheimnis des sauberen Schnitts später: Wenn du den Kuchen anschließend aus dem Ofen holst, kannst du mit einem dünnen Messer vorsichtig den Abstand zwischen Masse und Teigrand „nachschneiden“. Das hilft, spätere Risse zu minimieren. Aber wie gesagt, bei diesem Rezept ist das nicht unbedingt nötig, da die Baiserhaube alles verdeckt.
Schritt 7: Die zweite Back-Phase – Die Vollendung im Ofen
Nach dem ersten Backdurchgang und dem optionalen Einschneiden wird der Kuchen für weitere 40 Minuten im Ofen gebacken. Die Backtemperatur bleibt bei 150 Grad Celsius (Umluft). Dies ist die Phase, in der die Käsemasse ihre perfekte Konsistenz entwickelt – cremig, aber fest genug, um sich zu halten.
Um Risse zu vermeiden und den Kuchen sanft abzukühlen, lass ihn nach dem Backen bei leicht geöffneter Backofentür im Ofen stehen. Das ist wie ein langer, beruhigender Ausklang nach einem intensiven Auftritt. Diese langsame Abkühlung verhindert Temperaturschocks und sorgt für einen gleichmäßigen, glatten Abschluss.
Ein wichtiger Hinweis zur Garprobe: Wenn sich die Mitte des Kuchens beim leichten Rütteln noch etwas bewegt, ist er trotzdem fertig. Er festigt sich beim Abkühlen vollständig. Ein leichtes Wackeln bedeutet meistens perfekte Cremigkeit.
Schritt 8: Die Baiser-Wolken – Das süße Finale
Nun kommt das süße Krönchen: die Baiserhaube. Nimm zwei Eiweiß und schlage sie mit einer Prise Salz kurz auf, bis sie schaumig sind. Gib dann langsam den fein gemahlenen Backzucker hinzu und schlage die Masse auf höchster Stufe weiter, bis sie schön cremig und glänzend ist. Sie sollte feste Spitzen bilden und nicht tropfen, wenn du den Schneebesen herausnimmst.
Ein Esslöffel Zitronensaft hilft dabei, die Zuckerkristalle vollständig zu lösen und gibt dem Baiser eine angenehme Stabilität. Du kannst die Baisermasse nun mit einem Spatel auf dem abgekühlten Käsekuchen verteilen. Kreiere nach Belieben Muster – Tupfen, Wellen oder scharfe Spitzen, je nach deinem künstlerischen Anspruch und dem gewünschten Look.
Das Geheimnis des goldenen Glanzes: Hier kommt der Küchenbrenner ins Spiel. Gehe mit der Flamme gleichmäßig über die aufgetragene Baisermasse, bis sie leichte, goldbraune Karamellnoten entwickelt. Das gibt nicht nur Farbe und zusätzlichen Geschmack, sondern auch eine wunderbare Textur – ein Hauch von Röstgeruch, der die Süße perfekt ergänzt.
Das Werk ist vollbracht! Lass den Kuchen nun vollständig abkühlen, am besten im Kühlschrank, bevor du ihn anschneidest und Genießer zum Probieren einlädst.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Fehler 1: Ein zu warmer Teig für den Boden
Wenn die Butter im Teig zu warm wird, kann das dazu führen, dass der Boden beim Backen zerläuft und seine Form verliert. Kalt verarbeitete Butter hält die Struktur besser. - Fehler 2: Übermäßiges Schlagen der Käsemasse
Zu viel Luft, die in die Käsemasse geschlagen wird, kann zu unschönen Rissen während des Backens führen. Weniger ist hier oft mehr; gerade so lange schlagen, bis alle Zutaten verbunden sind. - Fehler 3: Zu schnelles Abkühlen des Kuchens
Ein plötzlicher Temperaturwechsel nach dem Backen kann Spannungen im Kuchen hervorrufen und Risse verursachen. Langsames Abkühlen im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür ist schonend und verhindert dies. - Fehler 4: Nicht steif genug geschlagenes Eiweiß für das Baiser
Wenn das Eiweiß nicht steif genug ist, wird die Baiserhaube instabil, fällt leicht zusammen oder sieht ungleichmäßig aus. Achte auf feste Spitzen, die beim Herausziehen des Quirls stehen bleiben.
Variationen für jeden Geschmack
Fruchtige Vielfalt: Anstelle von Rhabarber eignen sich auch Johannisbeeren, Kirschen oder eine Mischung aus Beeren hervorragend. Der säuerliche Kick bleibt erhalten und verleiht dem Kuchen eine neue Facette. Bei Kirschen solltest du darauf achten, sie gut abtropfen zu lassen, um die Kuchenmasse nicht zu wässrig zu machen.
Eine cremige Alternative: Für eine noch reichhaltigere Textur kannst du einen Teil der Milch durch Sahne ersetzen oder einen Löffel Schmand unter die Quarkmasse mischen. Dies verleiht dem Kuchen eine zusätzliche Tiefe und eine seidige Anmutung, die auf der Zunge zergeht.
Festlicher Glanz: Für besondere Anlässe kannst du die Baiserhaube mit gehackten Mandeln bestreuen, bevor du sie abflammst. Oder du gibst ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe in die Baisermasse für eine farbenfrohe Akzentuierung. Auch ein paar frische Beeren als Garnitur nach dem Abkühlen ergänzen das Bild perfekt.
Profi-Tipps für Rhabarber Käsekuchen Baiser
- Die richtige Rhabarber-Sortenwahl: Greife lieber zu den jüngeren, roten Rhabarberstangen. Sie sind zarter, aromatischer und geben dem Kuchen eine schönere Farbe als die älteren, grüneren Sorten.
- Das Flambieren mit Bedacht: Gehe mit dem Küchenbrenner nicht zu nah an das Baiser, um ein Verbrennen zu vermeiden. Eine gleichmäßige Bewegung über die Oberfläche verleiht die perfekte goldbraune Farbe und ein leichtes Röstaroma.
- Der Einsatz von Zitronensaft im Baiser: Er ist nicht nur für die Stabilität, sondern auch für die Geschmacksharmonie entscheidend. Er schneidet durch die Süße und hebt die Fruchtigkeit des Rhabarbers hervor.
- Die Bedeutung der Ruhezeit: Gib dem Kuchen nach dem Backen und vor dem Servieren ausreichend Zeit zum Durchkühlen. Dies festigt die Aromen und Aromen und sorgt für die optimale Konsistenz.
- Wähle den richtigen Quark: Ein Quark mit einem Fettgehalt von mindestens 40% ist ideal. Er sorgt für die nötige Cremigkeit und macht den Kuchen wunderbar saftig, wie es sich für einen guten Käsekuchen gehört.
Servier-Ideen für Rhabarber Käsekuchen Baiser
Anrichten & Dekoration
Schneide den gut gekühlten Kuchen in saubere, gleichmäßige Tortenstücke. Die goldbraune, leicht karamellisierte Baiserhaube ist bereits ein visueller Höhepunkt. Für zusätzliche Eleganz kannst du die Schnittfläche leicht mit Puderzucker bestäuben oder mit ein paar frischen Minzblättern garnieren. Ein leichter Zuckerguss kann auch eine zusätzliche Dekorationsebene hinzufügen.
Passende Beilagen
Dieser Käsekuchen ist für sich allein ein Genuss, aber ein Klecks frisch geschlagener Sahne oder eine Kugel Vanilleeis sind klassische Begleiter, die die Cremigkeit unterstreichen. Ein leichter Fruchtsalat, vielleicht mit Erdbeeren oder Himbeeren, rundet das Dessert perfekt ab und fügt eine weitere fruchtige Komponente hinzu. Für Liebhaber von etwas Herzhaftem könnte ein Hauch von cremiger Sauce eine interessante Kontrastidee sein, obwohl dies eher unkonventionell ist.
Für besondere Anlässe
Dieser Rhabarber-Käsekuchen mit Baiser ist ideal für Geburtstage, Familienfeiern oder einfach für einen besonderen Nachmittagstee im Spätsommer. Seine Eleganz und der einzigartige Geschmack machen ihn zu einem Hingucker und einem Gesprächsstoff auf jeder Tafel. Selbst als Dessert nach einem festlichen Abendessen macht er eine hervorragende Figur.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Bewahre angeschnittene Reste des Kuchens gut abgedeckt im Kühlschrank auf. Die Baiserhaube kann bei Feuchtigkeit weich werden, daher ist es ratsam, den Kuchen in einem luftdichten Behälter zu lagern, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen und gleichzeitig die Frische zu bewahren.
Einfrieren
Tiefkühlen ist bei diesem Kuchen eher eine Herausforderung, da die Baiserhaube und die cremige Käsemasse Texturveränderungen erfahren können. Wenn du es dennoch versuchen möchtest, friere den Kuchen am besten ohne die Baiserhaube ein und bereite diese frisch zu, wenn du ihn wieder auftauen möchtest. Ansonsten die ganze Torte, gut verpackt, für maximal 1-2 Monate einfrieren.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Angeschnittene Reste wärmst du am besten im Kühlschrank auf. Bei Zimmertemperatur kann die Baiserhaube schnell weich werden. Wenn du den Kuchen doch leicht erwärmen möchtest, dann nur kurz im leicht vorgeheizten Ofen (ca. 100 Grad Celsius) für wenige Minuten, um die Cremigkeit der Masse zu erhalten, ohne die Baiserhaube zu sehr zu beeinflussen.
Häufig gestellte Fragen
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Warum reißt mein Käsekuchen immer?
Risse beim Käsekuchen entstehen oft durch zu hohe Backtemperaturen, zu schnelle Abkühlung oder zu viel Luft in der Käsemasse. Achte auf moderate Temperaturen (150-160°C), eine langsame Abkühlung im ausgeschalteten Ofen und bearbeite die Käsemasse nicht zu ausgiebig. Die Baiserhaube verzeiht zwar viel, aber wir wollen ja eine schöne Optik erzielen.
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Kann ich den Rhabarber auch schon am Vortag vorbereiten?
Ja, du kannst den Rhabarber waschen und schneiden und ihn dann gut abgedeckt im Kühlschrank lagern. Das kurzzeitige Bestreuen mit Vanillezucker und das Abschütten des Saftes solltest du jedoch erst kurz vor dem Einfüllen in den Kuchen machen, damit er seine Frische behält und nicht zu matschig wird.
-
Ist der Küchenbrenner wirklich notwendig?
Ein Küchenbrenner ist ideal, um die Baiserhaube zu karamellisieren und ihr das typische Aussehen und Aroma zu verleihen. Man kann auch den Kuchen kurz unter den heißen Grill im Backofen stellen, allerdings ist hier höchste Vorsicht geboten, um nicht die gesamte Oberfläche zu verbrennen, und die Kontrolle ist schwieriger. Für das beste Ergebnis empfehle ich den Einsatz des Brenners.
Rhabarber-Käsekuchen mit Baiser
Ein köstlicher Rhabarber-Käsekuchen mit einer cremigen Quarkmasse und einer süßen, flambierten Baiserhaube. Der säuerliche Rhabarber harmoniert perfekt mit der Süße des Baisers und bildet einen wunderbaren Kontrast.
- Für den Mürbeteigboden:
- 300 g Dinkelmehl 630 (oder Weizenmehl)
- 190 g Butter
- 80 g Puderzucker
- 1 Eigelb (Eiweiß für die Schneehaube aufheben)
- Für die Käsekuchenmasse:
- 750 g Quark
- 140 g Zucker
- 1-2 EL Zitronensaft
- 200 ml Milch oder alternativ
- 100 ml Milch und
- 100 ml Sahne
- 1 Pck Vanillepuddingpulver
- 70 g Butter zerlassen – alternativ Sonnenblumenöl
- 3 Eier
- 1 Eigelb (Eiweiß für Baiser aufheben)
- 1 TL gemahlene Vanille (z.B. aus der Vanillemühle)
- 300 g Rhabarber + 1 Pck Bourbon-Vanillezucker
- Für die Baiserhaube:
- 2 Eiweiß
- 100 g feinster Backzucker oder Feinzucker
- 1 Prise Salz
- 1 EL Zitronensaft
- Küchenbrenner / Flambiergerät
- Backen
- 1Mürbeteigboden: Kalte Butter in Stücke schneiden und mit dem Puderzucker verkneten. Mehl sowie Eigelb zugeben und kneten, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben. Teig dünn und kreisförmig ausrollen, den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform (24-26 cm) damit auslegen und anpassen, Rand abschneiden. Übrigen Teig zu einer Rolle formen und am Rand der Backform auslegen und nach oben ziehen und anpassen. Backform mit Teig für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Danach mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- 2Rhabarber vorbereiten: Rhabarber waschen, in kleine Stücke schneiden und mit Vanillezucker bestreuen.
- 3Käsekuchenmasse: Quark, Eier, Eigelb und Zucker zu einer cremigen Masse verrühren. Zerlassene Butter, Vanillepuddingpulver, Vanille, Milch und Sahne zugeben und gut verrühren.
- 4Füllen und Backen: Hälfte der Käsekuchenmasse in die vorbereitete Springform füllen. Rhabarberstücke darauf verteilen (Saft abgießen). Restliche Käsekuchenmasse vorsichtig einfüllen, bis zur Höhe des Teigrandes. Im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 150 Grad (Umluft) ca. 25 Minuten backen.
- 5Weiterbacken: Nach den ersten 25 Minuten kurz herausnehmen und den Rand zwischen Masse und Mürbeteig einschneiden, um spätere Risse zu minimieren (kann bei Baiserhaube übersprungen werden). Weitere 40 Minuten backen. Im Ofen bei leicht geöffneter Backofentür abkühlen lassen.
- 6Baiserhaube: Eiweiß mit einer Prise Salz kurz aufschlagen. Langsam den Zucker zugeben und auf höchster Stufe aufschlagen, bis das Eiweiß cremig ist. Zitronensaft zugeben und nochmals aufschlagen, bis sich die Zuckerkristalle gelöst haben.
- 7Fertigstellen: Baisermasse mit einem Spatel auf dem abgekühlten Käsekuchen verteilen und nach Wunsch Muster ziehen. Mit einem Küchenbrenner die Eiweißmasse abflämmen.
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