Rhabarber-Ziegenkäse-Tarte – Landgemachtes
Der Duft von leicht angebratenem Thymian, unterlegt mit der warmen Nussigkeit von geschmolzenem Parmesan und dem frischen, leicht säuerlichen Aroma von Ziegenfrischkäse – diese olfaktorische Symphonie war es, die mich einst in Omas Küche lockte, lange bevor ich auch nur wusste, was „Warenkunde“ bedeutet. Es war nicht nur Essen, es war ein Versprechen von Geborgenheit und unbeschwerter Kindheit, eingefangen in einem einzigen Bissen.
Diese Erinnerung ist der Grund, warum ich heute an einem Gericht sitze, das weit mehr ist als nur eine Ansammlung von Zutaten. Es ist ein Stück Handwerk, ein Tribut an Tradition und ein Beweis dafür, wie einfachste Dinge zu etwas Außergewöhnlichem werden können, wenn man ihnen die nötige Aufmerksamkeit und Liebe schenkt.
Orientalischer Rosenkohlsalat mit Schafskäse
Ein köstlicher und erfrischender Salat mit orientalischen Aromen, perfekt als Hauptspeise oder Beilage.
- 250 g Mehl
- 175 g Parmesan, gerieben
- Salz
- 1 EL Thymian, fein gehackt
- 150 g kalte Butter
- 1 Eigelb
- 500 g Ziegenfrischkäse
- 3 Eier
- Salz, Pfeffer
- 1 TL Biozitronen-Abrieb
- 500 g Rhabarber
- 100 g Zucker
- Hülsenfrüchte zum Blindbacken
- Backen
- 1Ofen auf 180 °C vorheizen.
- 2Mehl, Parmesan, etwas Salz und den gehackten Thymian in einer Schüssel mit der kalten Butter, Eigelb und 3 EL Wasser zu einem glatten Mürbeteig verkneten.
- 3Den Teig in Folie einwickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- 4Ziegenfrischkäse, Eier, etwas Salz und Pfeffer mit dem Zitronenabrieb zu einer Masse verrühren.
- 5Den Rhabarber waschen, putzen, schälen und schräg in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
- 6Eine Tarteform einfetten. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und die Tarteform mit dem Teig auslegen.
- 7Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier belegen und Hülsenfrüchten beschweren.
- 8Im Backofen den Tarteboden auf der untersten Schiene ca. 20 Minuten vorbacken.
- 9Danach das Backpapier mit den Hülsenfrüchten wieder entfernen.
- 10Die Ziegenfrischkäse-Masse auf dem Boden verteilen und 30 Minuten im Ofen backen.
- 11Rhabarber mit ca. 200 ml Wasser und 80 g Zucker ca. 2 Minuten garen und anschließend mit einer Schaumkelle herausnehmen.
- 12Tarte aus dem Ofen nehmen, mit dem Rhabarber sternförmig belegen, dem restlichen Zucker bestreuen und für weitere 10 Minuten fertig backen.
Keywords: Salat, orientalisch, Ziegenkäse, Rhabarber
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Die Magie des Kontrasts: Stell dir vor, der leicht knusprige, herb-würzige Mürbeteigboden trifft auf die cremige Füllung, die sanft mit dem karamellisierten Rhabarber kontrastiert. Das ist ein Fest für die Sinne.
- Ein Duft, der Heimweh weckt: Kaum beginnt der Teig im Ofen zu duften, zieht ein Aroma durch die Wohnung, das an längst vergangene Sonntage und das Gefühl von „Zuhause“ erinnert.
- Zeitlose Eleganz: Dieses Gericht ist kein kurzlebiger Trend. Seine Wurzeln reichen weit zurück, doch durch seine feine Abstimmung der Aromen und Texturen bleibt es ein Klassiker, der immer wieder begeistert.
- Die Kunst der Einfachheit: Obwohl es nach viel klingt, sind die einzelnen Schritte gut nachvollziehbar. Du wirst stolz sein, etwas so Komplexes und Geschmacksintensives selbst kreiert zu haben.
Das brauchst du
Die Qualität der Zutaten ist hier keine Nebensache, sondern das Fundament für den gesamten Geschmack. Wenn du nur einen einzigen Ratschlag mitnehmen willst: Investiere in guten Parmesan und echten Ziegenfrischkäse. Der Unterschied, den diese beiden Komponenten machen, ist schier unglaublich und verleiht dem gesamten Gericht Tiefe und eine unvergleichliche Raffinesse.
- Mehl: Die Grundlage für den knusprigen Boden, unerlässlich für die Textur.
- Parmesan: Muss nicht der teuerste sein, aber gut gereift und kräftig im Geschmack. Ein Muss für die herzhafte Komponente.
- Thymian: Dezente Kräuternote, die perfekt mit Käse harmoniert und eine mediterrane Frische bringt.
- Kalte Butter: Der Schlüssel zu einem mürben, blättrigen Teig, der im Mund zergeht.
- Eigelb: Bindet den Teig und sorgt für eine zarte, goldgelbe Farbe.
- Ziegenfrischkäse: Cremig, leicht säuerlich und unwiderstehlich. Er ist das cremige Herzstück, das den Hauptgeschmack liefert.
- Eier: Binden die Frischkäsemasse und sorgen für eine luftige Konsistenz beim Backen.
- Zitronen-Abrieb: Ein Hauch Zitrusfrische hebt die Aromen des Käses und des Rhabarbers hervor, ohne dass es sauer schmeckt.
- Rhabarber: Seine natürliche Säure und seine leicht fruchtige Süße bilden den perfekten Gegenpol zur reichen Käseschicht.
- Zucker: Zum Karamellisieren des Rhabarbers und Abrunden des süß-säuerlichen Geschmacks.
- Hülsenfrüchte zum Blindbacken: Kleine Helfer, damit dein Teigboden auch wirklich flach bleibt und nicht aufbläht.
Die genauen Mengenangaben zu jeder Zutat findest du im Rezeptkarten-Bereich weiter unten. Aber diese Liste gibt dir schon einen klaren Überblick darüber, was dich erwartet.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Die Idee, Käse zu einer haltbaren Form zu verarbeiten, ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Schon die Römer, bekannt für ihre beeindruckenden logistischen und kulinarischen Fähigkeiten, hatten ein Faible für Käse und verstanden es meisterhaft, Milch haltbar zu machen. Ihre Techniken legten den Grundstein für die unzähligen Käsesorten, die wir heute kennen und lieben.
Millionen von Jahren menschlicher Evolution und Jahrtausende kulinarischer Entwicklung haben uns zu einem Zeitpunkt geführt, an dem wir nicht nur über 150 verschiedene Käsesorten allein in Deutschland herstellen, sondern auch verstehen, welche Magie in der Gerinnung von Milcheiweiß und Milchfett steckt. Diese simplen Prinzipien, die schon die Römer kannten – die Trennung von Fest und Flüssig durch Lab und Milchsäurebakterien – sind das Herzstück jeder Käseherstellung.
Was dieses Gericht so zeitlos macht, ist die Art und Weise, wie es die Tradition ehrt und gleichzeitig neu interpretiert. Die Verwendung von Ziegenfrischkäse, Rhabarber und Kräutern mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch genau diese Kombination schafft ein Aromenspiel, das gleichermaßen überrascht wie vertraut ist. Es ist die moderne Seele eines alten Genusses, perfekt für jede Gelegenheit.
So bereitest du Käse Warenkunde zu
Schritt 1: Die Basis der Verführung – Der Mürbeteig
Alles beginnt mit dem Fundament. Nimm dir Zeit, um diesen Mürbeteig wirklich gut zu verkneten. Er soll nicht zu lange bearbeitet werden, sonst wird er zäh statt mürbe. Das ist wirklich der Schlüssel zu einem Boden, der beim Reinbeißen leicht nachgibt und doch einen schönen Biss hat. Die kalte Butter, die du in kleinen Flöckchen zum Mehl gibst, ist hierbei dein bester Freund.
Wenn du die Zutaten – Mehl, Parmesan, Thymian, Salz, kalte Butter und das Eigelb – zu einem Teig verknetest, achte darauf, nicht zu viel zu kneten. Sobald sich alles gerade eben verbindet, hör auf. Ein paar Butterflocken, die noch sichtbar sind, sind sogar erwünscht. Sie sorgen für die kleinen Lufteinschlüsse, die den Teig so mürbe machen.
Das Einwickeln in Folie und die anschließende Kühlzeit von 30 Minuten sind obligatorisch. Dieser Schritt ist entscheidend, damit sich die Butter wieder verfestigt und der Teig beim Ausrollen und Backen die Form hält. Ohne diese Ruhepause würdest du dich später nur ärgern, wenn der Boden ein Eigenleben entwickelt.
Tipp: Wenn du nicht sicher bist, wie lange du kneten sollst, kannst du die Fingerprobe machen. Wenn du den Teig mit den Fingern zusammendrücken kannst und er hält zusammen, ist er gut.
Schritt 2: Die Seele der Füllung – Cremiger Ziegenfrischkäse
Während der Teig seine verdiente Ruhepause im Kühlschrank genießt, widmen wir uns der Füllung. Hier geht es um Cremigkeit und eine feine Würze. Der Ziegenfrischkäse bildet die Basis, und dieser soll nicht einfach nur verrührt werden. Ziel ist eine homogene Masse, die sich gut verteilen lässt und beim Backen eine herrliche, leicht aufgegangene Konsistenz entwickelt.
Gib den Ziegenfrischkäse in eine Schüssel. Füge die Eier hinzu, die als Bindemittel dienen und der Füllung ihre luftige Leichtigkeit verleihen. Mit Salz und Pfeffer würzen, aber sei vorsichtig mit dem Salz, da der Parmesan bereits salzig ist. Der Zitronenabrieb ist hier der heimliche Star!
Reibe eine Bio-Zitrone sehr fein ab. Nur die gelbe Schale, nicht das Weiße, das bitter schmeckt. Dieser Hauch von Zitrone hebt die sonst eher erdigen und cremigen Aromen des Ziegenkäses wunderbar hervor und verleiht der Füllung eine unerwartete Frische. Verrühre alles zu einer gleichmäßigen Masse. Sie sollte glatt und sämig sein, bereit, auf den Boden gegossen zu werden.
Achtung: Weniger ist hier oft mehr. Überwürze die Frischkäsemasse nicht, sie soll den Käsegeschmack zur Geltung bringen, nicht überdecken.
Schritt 3: Der rote Faden – Der Rhabarber vorbereiten
Rhabarber ist eine Frucht, die mit klaren Regeln gespielt werden muss. Mit seiner natürlichen Säure braucht er eine gewisse Süße, um sein volles Potenzial zu entfalten. Aber es geht nicht nur um Süße, sondern auch um die richtige Konsistenz.
Wasche den Rhabarber sorgfältig ab. Dann das Schälen: Das ist wichtig, denn die Haut kann roh etwas faserig sein. Gerade bei dickerer Schale ist es empfehlenswert, sie abzuziehen. Schneide ihn dann schräg in etwa 3 cm lange Stücke. Diese Größe ist ideal, damit er beim Garen nicht zerfällt, aber noch Biss hat.
Nun kommt der Garpunkt. Gib die Rhabarberstücke mit etwa 200 ml Wasser und 80 g Zucker in einen Topf. Das ist die goldene Mischung, die die Säure mildert und den Rhabarber weich werden lässt. Lasse ihn für etwa 2 Minuten sanft köcheln. Er soll gerade so weich werden, dass er sich formen lässt, aber nicht matschig wird. Mit einer Schaumkelle nimmst du ihn dann vorsichtig heraus, damit die Flüssigkeit abtropfen kann. Diese Flüssigkeit kannst du übrigens wunderbar für einen Sirup oder ein Gelee verwenden – nichts soll verloren gehen.
Ein ehrlicher Tipp: Wenn dein Rhabarber besonders sauer ist, kannst du die Zuckermenge im Garpunkt leicht erhöhen. Aber sei vorsichtig, wir wollen den Rhabarbergeschmack nicht wegkochen.
Schritt 4: Blind erblindet – Den Boden vorbacken
Jetzt wird es spannend. Die Tarteform wird eingefettet – das ist die Garantie dafür, dass sich der Boden später leicht lösen lässt. Rolle den gekühlten Mürbeteig auf einer leicht bemehlten Fläche aus. Denk daran, nicht zu viel zu arbeiten, damit er mürbe bleibt. Lege die Form sorgfältig damit aus, drücke den Teig an den Rändern etwas hoch und steche den Boden mehrmals mit einer Gabel ein.
Das Ein stechen ist wichtig, damit sich die Luft beim Backen entweichen kann und der Boden flach bleibt. Nun kommt das „Blindbacken“. Lege den Boden mit Backpapier aus und beschwere es mit trockenen Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen. Das sorgt dafür, dass der Teig schön plan bleibt und sich nicht wölbt.
Schiebe die Form auf die unterste Schiene deines auf 180 °C vorgeheizten Ofens und backe den Boden für etwa 20 Minuten. Warum die unterste Schiene? Das sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung von unten und macht den Boden schön knusprig. Nach den 20 Minuten nimmst du vorsichtig das Backpapier mit den Hülsenfrüchten heraus. Der Boden ist jetzt vorgebacken und bereit für seine cremige Füllung.
Achtung: Die Hülsenfrüchte sind nur zum Blindbacken gedacht. Sie sind heiß und sollten vorsichtig entfernt werden.
Schritt 5: Die Krönung – Füllen und fertig backen
Der vorgebackene Boden wartet. Gieße die vorbereitete Ziegenfrischkäsemasse gleichmäßig darauf. Verteile sie sanft, sodass sie bis zum Rand reicht und eine glatte Oberfläche bildet. Jetzt wandert die Tarte für weitere 30 Minuten zurück in den Ofen, bis die Füllung stockt und leicht goldbraun wird. Sie sollte noch leicht wackelig sein, denn sie wird beim Abkühlen fester.
Während die Tarte bäckt, nimmst du den vorgegarten Rhabarber. Lege ihn sternförmig auf die noch heiße Käsemasse. Das ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern sorgt auch dafür, dass die Säure des Rhabarbers die Cremigkeit der Füllung perfekt ausbalanciert. Streue den restlichen Zucker über den Rhabarber. Das gibt ihm nochmal eine schöne Karamellnote.
Für die letzten 10 Minuten stellst du die Tarte wieder in den Ofen. Diese kurze Backzeit dient dazu, den Rhabarber leicht zu karamellisieren und die Oberfläche des Zuckers zu schmelzen. Die Tarte ist fertig, wenn der Rhabarber glänzt und die Ränder des Bodens schön gebräunt sind. Lass sie dann unbedingt etwas abkühlen, bevor du sie anschneidest. Der Käse wird fester und die Aromen können sich voll entfalten.
Den entscheidende Moment: Das Anrichten des Rhabarbers sternförmig ist ein optisches Highlight, das dem Gericht eine besondere Note verleiht.
Schritt 6: Der letzte Schliff – Abkühlen und Genießen
Das Warten ist oft das Schwerste, aber bei diesem Gericht unerlässlich. Die Tarte muss nach dem Backen vollständig abkühlen. Das mag hart klingen, wenn es so gut riecht, aber so werden die Aromen erst richtig ausbalanciert und die Konsistenz perfekt. Wenn du sie zu früh anschneidest, kann die Füllung noch zu weich sein.
Am besten schmeckt sie, wenn sie zimmerwarm ist oder sogar leicht gekühlt aus dem Kühlschrank kommt. Die Frische des Rhabarbers kommt dann noch besser zur Geltung. Wenn du sie über Nacht im Kühlschrank aufbewahrst, entwickeln sich die Aromen sogar noch intensiver. Es ist ein Gericht, das oft am nächsten Tag noch besser schmeckt.
Das Anschneiden ist der Moment der Wahrheit, auf den du hingearbeitet hast. Ein sauberer Schnitt durch den knusprigen Boden, die cremige Füllung und den weichen Rhabarber – das ist Genuss pur. Teile sie in gleichmäßige Stücke und serviere sie als besonderes Dessert oder als leichtes Mittagessen.
Geduld ist eine Tugend: Auch wenn es schwerfällt, lass die Tarte vollständig abkühlen, bevor du zum Messer greifst.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu viel Kneten des Mürbeteigs. Wenn du den Teig zu lange knetest, entwickelst du das Gluten im Mehl zu stark. Das macht den Teig zäh und hart, statt mürbe und zart. Knete nur so lange, bis die Zutaten gerade eben zusammenkommen. Ein paar sichtbare Butterstücke sind ein gutes Zeichen für Mürbe.
Fehler 2: Das Blindbacken vergessen oder falsch machen. Ohne Blindbacken neigt der Teig dazu, beim Backen Blasen zu werfen und aufzureißen. Das Ergebnis ist kein ebener Boden mehr. Verwende Backpapier und Hülsenfrüchte, das sorgt für einen perfekten, flachen Boden. Achte darauf, die Hülsenfrüchte nach dem Vorbacken wieder zu entfernen, sonst werden sie unangenehm hart.
Fehler 3: Den Rhabarber zu weich kochen. Zu lange gekochter Rhabarber zerfällt zu Mus und verliert seine Textur. Wir wollen, dass er noch leichten Biss hat und sich gut anrichten lässt. Nur kurz angaren, bis er leicht weich ist, ist hier die Devise.
Fehler 4: Die Tarte zu heiß anschneiden. Die warme, cremige Füllung braucht Zeit zum Festwerden. Wenn du sie zu früh aus dem Ofen schneidest, wird die Füllung flüssig bleiben. Geduld ist das Zauberwort: Lass sie vollständig abkühlen, damit sich die Moleküle neu ordnen und die Tarte ihre perfekte Konsistenz erreicht.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Variante: Ersetze Butter durch pflanzliche Margarine und verwende für den Boden eine Mischung aus Mehl und gemahlenen Nüssen. Für die Füllung eignet sich eine Kombination aus Seidentofu, Cashewmus und veganem Frischkäse. Der Rhabarber bleibt gleich; achte bei der Süßung auf pflanzliche Alternativen wie Agavendicksaft.
Herzhaft-pikante Variante: Lass den Rhabarber weg und konzentriere dich auf die Käsebasis. Füge zur Frischkäsemasse geröstete Walnüsse oder Pecannüsse hinzu. Verfeinere mit etwas Honig und einer Prise Chili. Perfekt als Vorspeise oder zu einem Glas Wein.
Festliche Variante: Für einen Hauch von Luxus streue nach dem Backen ein paar frische Granatapfelkerne über den Rhabarber. Das gibt einen schönen Farbkontrast und einen frischen, spritzigen Akzent. Vielleicht auch ein paar essbare Blüten zur Dekoration – das macht aus der Tarte ein echtes Meisterwerk für besondere Anlässe.
Profi-Tipps für Käse Warenkunde
Der Käse muss Raumtemperatur haben: Bevor du den Ziegenfrischkäse verarbeitest, nimm ihn etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank. Dadurch lässt er sich besser verrühren und die Füllung wird gleichmäßiger.
Kräuter im Mürbeteig richtig dosieren: Thymian ist kräftig. Zeribe ihn zwischen den Fingern, um sein Aroma freizusetzen, aber verwende ihn sparsam, damit er die anderen Aromen nicht überlagert.
Zitronenabrieb: Benutze immer einen feinen Reibespringer (Zester) für den Zitronenabrieb. So erhältst du nur die ätherischen Öle der Schale, ohne das bittere Weiße mit aufzunehmen.
Rhabarber: Wenn du sehr dünne oder jüngere Rhabarberstangen hast, musst du sie eventuell nicht schälen. Probiere es einfach aus. Die Garmethode bleibt dennoch wichtig, um die Säure zu mildern.
Mürbeteig-Kälte: Die Butter im Teig muss wirklich kalt sein. Wenn sie zu warm wird, setzt sie sich nicht mehr als feine Flocken ab und der Teig wird eher fest als mürbe. Arbeite schnell und halte die Zutaten kühl.
Servier-Ideen für Käse Warenkunde
Anrichten & Dekoration
Stelle die Tarte nach dem Abkühlen auf eine schöne Servierplatte. Das Sternmuster des Rhabarbers ist bereits Dekoration genug. Für einen extra Touch kannst du ein paar frische Thymianzweige dazulegen oder ein paar Blütenblätter darüber streuen. Ein Hauch von Puderzucker über dem gesamten Kuchen kann ebenfalls sehr ansprechend wirken.
Passende Beilagen
Diese Tarte ist ein eigenständiges Gericht, aber sie passt hervorragend zu einem frischen grünen Salat mit einem leichten Vinaigrette-Dressing. Die Säure des dressierten Salats ergänzt die Süße und Cremigkeit der Tarte perfekt. Auch ein kleiner Klecks Honig oder ein paar Studentenfutter-Nüsse können eine schöne Ergänzung sein. Denke an knusprige Honig-Chili-Kartoffeln für eine herzhaftere Kombination.
Für besondere Anlässe
Diese Tarte eignet sich wunderbar als Beitrag zu einem Brunch oder als eleganter Abschluss eines Abendessens. Sie ist ansprechend genug für Gäste und doch einfach genug, um sie ohne großen Stress zuzubereiten. Sie ist ein echter Gesprächstheft und verbreitet sofort gute Laune rund um den Tisch.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Wenn etwas von der Köstlichkeit übrig bleibt, decke sie gut mit Frischhaltefolie oder lege sie in eine luftdichte Dose. So bleibt der Boden knusprig und die Füllung frisch. Am besten im Kühlschrank aufbewahren.
Einfrieren
Das Einfrieren der fertigen Tarte ist eher nicht zu empfehlen, da die Textur der Füllung und des Bodens durch das Auftauen leiden könnte. Aber du könntest vorgebackene Böden einfrieren und dann bei Bedarf die Füllung frisch zubereiten.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Die Tarte schmeckt am besten bei Raumtemperatur. Wenn du sie doch erwärmen möchtest, lege sie vorsichtig für ein paar Minuten in den auf 160 °C vorgeheizten Ofen. Achte darauf, dass sie nicht zu heiß wird, damit die Füllung nicht austrocknet oder die Oberseite verbrennt.
Häufig gestellte Fragen
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Kann ich statt Ziegenfrischkäse auch anderen Frischkäse verwenden?
Ja, das ist möglich. Du kannst auch einen guten Kuhmilch-Frischkäse oder sogar einen Ricotta verwenden. Bedenke jedoch, dass der charakteristische, leicht säuerliche Geschmack des Ziegenfrischkäses verloren geht. Wenn du Kuhmilch-Frischkäse nutzt, der weniger Säure hat, könntest du etwas mehr Zitronenabrieb hinzufügen, um die Aromen aufzufrischen. Bei Ricotta kann es sein, dass du etwas mehr Ei brauchst, um die Füllung zu binden, da er von Natur aus feuchter ist. Experimentiere hier vorsichtig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
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Wie wird der Mürbeteig besonders knusprig?
Die Knusprigkeit des Mürbeteigs hängt von mehreren Faktoren ab: Die Verwendung von kalter Butter ist entscheidend, da sie beim Backen kleine Dampftaschen bildet. Das Blindbacken auf der untersten Schiene des Ofens sorgt für eine intensive Hitze von unten, die den Boden von Anfang an austrocknet und knusprig macht. Ein weiterer Tipp ist, den Teig dünn auszurollen und ihn nach dem Blindbacken nochmals kurz ohne Hülsenfrüchte aufzubacken, bevor die Füllung darauf kommt. Achte aber darauf, dass er nicht zu braun wird!
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Ich habe keinen Zester für den Zitronenabrieb. Was kann ich tun?
Wenn du keinen Zester hast, kannst du auch die feinste Seite einer Küchenreibe verwenden. Achte darauf, wirklich nur die gelbe Zitronenschale abzureiben und das weiße, bittere Innere zu vermeiden. Eine andere Alternative, wenn du keine Zitronen zur Hand hast, ist ein paar Tropfen hochwertiges Zitronenöl (essbar!) oder etwas Zitronensaft – aber sei hier sehr sparsam, damit es nicht zu sauer wird. Der Abrieb liefert das beste Aroma, da er die ätherischen Öle enthält, ohne zusätzliche Flüssigkeit einzubringen.
