Bärlauch Klöße | Fritz Kocht
Der Duft. Er ist es, der mich an graue Regentage im Frühling erinnert, an Momente, in denen die Welt draußen noch zögerlich erwacht und drinnen die Küche zum warmen Herzen des Hauses wird. Es ist kein Parfum aus dem Supermarkt, sondern etwas Ursprüngliches, das sich in der Luft entfaltet, wenn die ersten zarten Blätter des Bärlauchs ihren würzigen Gruß in unsere Welt senden.
Ich sehe sie förmlich vor mir: diese kleinen, grünen Kunstwerke, die auf der Zunge zergehen und doch eine kräftige Seele besitzen. Sie sind viel mehr als nur eine Beilage; sie sind ein Versprechen auf unbeschwerte Tage und geschmackliche Entdeckungen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Unvergleichliche Aromen: Stell dir vor, wie das erdige, leicht knoblauchartige Aroma des Bärlauchs mit der zartschmelzenden Kartoffelmasse verschmilzt. Jeder Bissen ist eine Symphonie, die deine Geschmacksknospen geradezu zum Tanzen bringt.
- Echte Hausmannskost mit Wow-Effekt: Dieses Gericht hat die Seele von Omas Küche, aber mit einer Raffinesse, die selbst anspruchsvollste Gaumen beeindruckt. Es ist das perfekte Beispiel dafür, wie einfach Zutaten zu etwas Außergewöhnlichem werden können.
- Der stolze Moment des Gelingens: Wenn du diese Klöße zum ersten Mal servierst und siehst, wie sie auf Begeisterung stoßen, spürst du die pure Freude des Selbermachens. Es ist ein Gefühl von Stolz, das tiefer geht als jede gekaufte Delikatesse.
- Flexibilität, die begeistert: Ob als Hauptspeise mit einer cremigen Pilzsauce oder als Beilage zu einem deftigen Braten – diese Klöße passen sich deinem Menü an und sind dabei immer ein Star. Du wirst staunen, wie vielseitig sie sind.
Das brauchst du
Bei diesem Gericht sind die Zutaten keine bloßen Ergänzungen, sondern die absoluten Helden. Die Qualität des Bärlauchs, frisch gepflückt oder vom Markt, macht den entscheidenden Unterschied im Aroma. Seine intensive Note ist es, die diesen Klößen ihren unverwechselbaren Charakter verleiht, und wenn er gerade Saison hat, entfaltet er sein vollstes Potenzial. Genauso wichtig ist die Wahl der Kartoffeln: nur mehligkochende Sorten ergeben die richtige, zarte Konsistenz. Kartoffelmehl bindet die Masse perfekt und sorgt für das authentische Mundgefühl, das man von echten Klößen erwartet. Mengenangaben findest du natürlich in der Rezeptkarte weiter unten.
- Mehligkochende Kartoffeln: Das Fundament für die fluffige, luftige Textur. Nur sie zerfallen beim Kochen so, dass sie sich ideal zu einem Teig verarbeiten lassen, ohne zu klebrig zu werden.
- Frischer Bärlauch: Der Star des Gerichts. Seine leicht scharfe, knoblauchartige Würze ist unverzichtbar und verleiht den Klößen ihren charakteristischen Frühlingsgeschmack.
- Kartoffelmehl: Weniger bekannt als Weizenmehl, aber für Klöße unverzichtbar. Es sorgt für die nötige Bindung und eine angenehme, leicht klebrige Konsistenz, die das Formen der Klöße erleichtert und sie im Wasser zusammenhält.
- Eier: Sie binden die Masse zusätzlich und geben den Klößen eine schöne, satte Farbe. Sie sorgen dafür, dass die Klöße nicht auseinanderfallen.
- Salz & Muskatnuss: Die klassischen Begleiter, die die Aromen der Kartoffel und des Bärlauchs subtil hervorheben und abrunden, ohne sie zu überlagern.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Klöße haben in der deutschen und österreichischen Küche eine lange und stolze Tradition. Sie sind ein Symbol für herzhafte, bodenständige Mahlzeiten, die oft an Sonntagnachmittage oder Festtage erinnern. Ursprünglich als sättigende Beilage zu Fleischgerichten gedacht, haben sie sich im Laufe der Zeit zu eigenständigen Stars entwickelt, die auch solo glänzen können.
Der Bärlauch selbst, oft liebevoll “Wilder Knoblauch” genannt, hat seinen Siegeszug in der modernen Küche erst in den letzten Jahrzehnten wirklich angetreten. Früher nur den Kennern und Wanderern bekannt, ist er heute ein gefeierter Frühlingsbote, der mit seinem intensiven Aroma jedes Gericht veredelt. Seine Verwendung in Klößen, wie sie hier beschrieben wird, ist eine wunderbare Verbindung von Tradition und saisonaler Innovation.
Was diese Bärlauch Klöße so zeitlos macht, ist ihre Fähigkeit, das rustikale Erbe der Klöße mit der frischen, aromatischen Kraft des Frühlings zu vereinen. Es ist ein Gericht, das Erinnerungen weckt und gleichzeitig neue kulinarische Horizonte eröffnet. Es ist die Einfachheit der Zutaten, die hier zur Perfektion gebracht wird.
So bereitest du Bärlauch Klöße zu
Schritt 1: Die Basis legen – Kartoffeln kochen und vorbereiten
Alles beginnt mit der Kartoffel. Wir brauchen sie weich gekocht, aber nicht matschig – hier liegt der erste Knackpunkt für perfekte Klöße. Ich empfehle, die Kartoffeln mit Schale zu kochen, das bewahrt ihr volles Aroma und beugt einem wässrigen Teig vor. Je nach Größe brauchen sie etwa 20 bis 25 Minuten. Die Kunst ist, sie genau richtig zu erwischen, damit sie sich später gut verarbeiten lassen.
Der nächste Trick ist das Pressen: Noch heiß, aber mit Handschuhen oder einem Tuch, werden sie durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Das ist meine liebste Methode, weil die Schalen einfach in der Presse zurückbleiben und die Kartoffelmasse wunderbar locker wird. Alternativ, wenn du keinen Kartoffelstampfer hast oder die Kartoffeln noch warm verarbeiten möchtest, pelle sie sofort nach dem Kochen und stampfe sie dann fein.
Nun ist Geduld gefragt: Die gepresste oder gestampfte Kartoffelmasse muss vollständig abkühlen. Das mag aufwendig klingen, ist aber entscheidend. Eine warme Kartoffelmasse würde das Ei zum stocken bringen und die Konsistenz des Teigs negativ beeinflussen, was zu einer gummiartigen Textur führen kann. Also: Etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur oder schneller im Kühlschrank abkühlen lassen.
Schritt 2: Meister des Aromas – Bärlauch vorbereiten
Während die Kartoffeln abkühlen, widmen wir uns dem grünen Gold: dem Bärlauch. Du brauchst etwa 25 Gramm, aber hier gilt: mehr ist oft mehr. Wenn du eine wirklich intensive Bärlauch-Note möchtest, scheue dich nicht, die Menge leicht zu erhöhen. Der Schlüssel ist, den Bärlauch möglichst fein zu hacken, damit er sich gut im Teig verteilt und keine großen Blätterstücke entstehen, die beim Kauen stören könnten.
Ich nutze dafür am liebsten die Kraft einer Küchenmaschine oder das Messer eines Pürierstabs – das geht blitzschnell und erzeugt eine wunderbar feine Konsistenz. Wenn du es ganz puristisch magst, nimm ein scharfes Messer und hacke ihn von Hand sehr, sehr fein. Das erfordert etwas mehr Geduld, aber das Ergebnis ist es wert. Der intensive Duft, der dabei freigesetzt wird, ist schon ein Vorgeschmack auf das, was kommt.
Sobald der Bärlauch gehackt ist, ist er bereit für seinen großen Auftritt. Er wird der Kartoffelmasse nicht nur Farbe, sondern auch das unverwechselbare, würzige Aroma verleihen, das dieses Gericht so besonders macht. Stell sicher, dass er wirklich fein ist, denn kleine, ungleichmäßige Stücke können die Textur des fertigen Kloßes beeinträchtigen.
Schritt 3: Die Vereinigung – Der Teig entsteht
Nun kommen alle Helden zusammen in eine große Schüssel. Zu den vollständig abgekühlten, gepressten Kartoffeln gibst du den frisch gehackten Bärlauch. Das ist der Moment, in dem die magische Verwandlung beginnt. Die grüne Farbe des Bärlauchs tekriert sich sofort mit dem cremigen Weiß der Kartoffeln und verspricht einen wahren Gaumenschmaus.
Nun fügst du die zwei Eier hinzu. Achte darauf, dass die Kartoffeln wirklich komplett abgekühlt sind, damit das Ei nicht gerinnt. Die Eier sind ein wichtiger Binder und sorgen später für die saftige Konsistenz der Klöße. Danach kommt das Kartoffelmehl, meine Geheimwaffe für glutenfreie Klöße, die trotzdem wunderbar schmecken – oft sogar besser als ihre glutenhaltigen Pendants. Etwa 200 Gramm sind hier ideal, aber hier ist Vorsicht geboten: Die genaue Menge kann leicht variieren.
Jetzt kommen die wichtigsten Gewürze: zwei Teelöffel Salz, die die Aromen hervorheben, und eine Prise frisch geriebene Muskatnuss, die dem Ganzen eine warme, raffinierte Tiefe verleiht. Nun wird alles vorsichtig, aber gründlich vermischt. Verwende am besten deine Hände, denn so spürst du am besten, ob die Konsistenz stimmt. Wenn der Teig zu feucht oder klebrig ist, gib nach und nach noch etwas Kartoffelmehl hinzu, bis er sich gut formen lässt, aber nicht trocken wird. Die richtige Balance ist hier entscheidend für die spätere Formbarkeit.
Schritt 4: Die Ruhepause – Teig muss chillen
Hier ist Geduld gefragt, und ich weiß, das fällt oft schwer, wenn es schon so gut riecht! Aber dieser Schritt ist unerlässlich für die Konsistenz. Der Teig sollte nun für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Das gibt dem Kartoffelmehl und den Kartoffeln die Chance, sich bestmöglich zu verbinden und zu quellen. Stell dir vor, wie alle Zutaten in aller Ruhe harmonisch zusammenwachsen – das ist es, was wir hier erreichen wollen.
Warum ist das so wichtig? Die Ruhezeit sorgt dafür, dass sich die Stärke im Kartoffelmehl besser aufnehmen kann und der Teig fester und formbarer wird. Ohne diese Pause wären die Klöße wahrscheinlich zu weich und würden beim Kochen leicht zerfallen. Das wäre wirklich schade um all die Mühe.
Wenn du es besonders gut organisieren möchtest, kannst du den Teig sogar schon am Vortag zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Am nächsten Tag kannst du ihn dann direkt weiterverarbeiten. Das macht die Zubereitung an einem stressigen Nachmittag noch entspannter. Vertraue mir, dieser kleine Schritt macht einen riesigen Unterschied im Endergebnis.
Schritt 5: Formen und Kochen – Die Verwandlung zum Kloß
Nach der wohlverdienten Ruhepause ist es Zeit, die Klöße zu formen. Nimm etwas Kartoffelmehl zur Hand, um deine Hände leicht zu bemehlen. Das verhindert, dass der Teig an deinen Fingern kleben bleibt. Nimm nun eine Portion Teig in die Hand und forme sie mit sanften Bewegungen zu einer Kugel. Die Größe ist reine Geschmackssache: Ich persönlich bevorzuge eher kleinere Klöße, da sie schneller gar werden und sich besser portionieren lassen. Aber wenn du stolz auf deine Klöße bist, mach sie ruhig größer!
Während du die Klöße formst, lass in einem großen Topf reichlich Wasser mit Salz aufkochen. Wenn das Wasser richtig sprudelt, reduziere die Hitze leicht. Die Klöße sollen nicht im sprudelnd kochenden Wasser wild herumtanzen, sondern sanft darin ziehen. Das ist der Schlüssel zur perfekten Garung und zur Lockerheit. Zu starkes Kochen kann dazu führen, dass sie innen noch roh sind, während sie außen schon zerfallen.
Gib die geformten Klöße vorsichtig ins siedende Salzwasser. Achte darauf, den Topf nicht zu überfüllen, sonst kühlen die Klöße das Wasser zu stark ab und könnten aneinanderkleben. Lieber in zwei oder drei Portionen kochen. Lass sie nun für etwa 8 bis 10 Minuten ziehen, bis sie an die Wasseroberfläche aufsteigen. Das ist das Zeichen, dass sie gar sind. Manchmal kleben sie am Boden fest, also löse sie vorsichtig mit einem Schaumlöffel.
Schritt 6: Der krönende Abschluss – Genuss und Veredelung
Die Klöße sind fertig! Ihre Oberfläche sollte nun zart und leicht aufgeplatzt sein, ein Zeichen für perfekte Lockerheit. Hol sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser, lass sie kurz abtropfen und serviere sie sofort. Wenn du sie warmhalten möchtest, kannst du sie kurz im leicht geöffneten Backofen bei etwa 80°C parken.
Meine liebste Art, sie zu genießen, ist ganz schlicht: mit einem Klecks geschmolzener Butter und einer großzügigen Portion frisch geriebenem Parmesan. Die buttrige Wärme umhüllt die Klöße und der salzige Käse intensiviert das Bärlauch-Aroma auf ganz wunderbare Weise. Aber das ist nur der Anfang!
Eine andere, fast schon süchtigmachende Variante: Schneide die gekochten Klöße in Scheiben und brate sie in etwas Butter in einer Pfanne goldbraun an. Das gibt ihnen eine leicht knusprige Kruste und ein ganz neues Mundgefühl. Probier das unbedingt aus, es ist ein echter Gamechanger!
Tipp: Wenn die Kartoffeln nach dem Pressen sehr feucht sind, kann es sein, dass du ein klein wenig mehr Kartoffelmehl benötigst, um die perfekte Teigkonsistenz zu erreichen. Sei hier nicht zu sparsam, aber auch nicht zu großzügig, damit die Klöße nicht trocken werden.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Heiße Kartoffeln verarbeiten. Was passiert? Der Teig wird matschig und klebrig, die Klöße zerfallen beim Kochen. Die entscheidende Lektion: Kartoffelmasse muss komplett abgekühlt sein, bevor Ei und Mehl dazukommen. Nur so werden die Klöße fest und behalten ihre Form.
Fehler 2: Zu viel Mehl verwenden. Das Ergebnis? Trockene, harte Klöße, die eher an Gummibälle erinnern. Die Kunst liegt in der richtigen Balance. Beginne mit der angegebenen Menge Kartoffelmehl und gib nur nach Bedarf etwas mehr hinzu, bis der Teig gerade formbar ist. Er darf ruhig noch leicht klebrig sein.
Fehler 3: Zu stark kochendes Wasser. Wenn die Klöße in sprudelnd kochendem Wasser landen, ist die Gefahr groß, dass sie von außen zerfallen, während sie innen noch roh sind. Reduziere die Hitze nach dem Aufkochen des Wassers auf ein sanftes Simmern. Die Klöße sollen darin ziehen, nicht wild darin herumhüpfen.
Fehler 4: Mangelnde Ruhezeit für den Teig. Kurzerhand ohne Pause weiterarbeiten? Das rächt sich. Der Teig braucht Zeit, damit das Kartoffelmehl quellen kann. Ohne diese Pause werden die Klöße weniger stabil und eventuell zu weich. Gib dem Teig die 30 Minuten im Kühlschrank, es lohnt sich wirklich für die Konsistenz.
Variationen für jeden Geschmack
Die vegane Variante: Ersetze die Eier durch 2-3 Esslöffel Leinsamen, die du mit etwa 6 Esslöffeln Wasser vermischt und 5 Minuten quellen lässt (entspricht ungefähr 1 Ei). Achte darauf, dass die anderen Zutaten auch vegan sind, was bei den Grundzutaten meist der Fall ist. Mit einer veganen Butter oder einem guten Olivenöl angerichtet, sind diese Klöße ein Genuss!
Die Festtags-Version: Verfeinere den Teig mit einer Handvoll fein gewürfelten, angebratenen Speckwürfeln, bevor du die Klöße formst. Das gibt eine zusätzliche würzige Note und ein tolles Mundgefühl. Serviere sie mit einer kräftigen Pilzrahmsauce oder einem zarten Braten.
Die herzhafte Variante mit Käse: Gib etwa 50-75 Gramm fein geriebenen Parmesan oder einen anderen würzigen Hartkäse (z.B. Gruyère) direkt zum Teig. Das sorgt für eine wunderbar umami-reiche Geschmacksintensität und eine leicht schmelzende Komponente in den Klößen selbst. Ideal als Hauptgericht!
Profi-Tipps für Bärlauch Klöße
Der Bärlauch-Boost: Wenn du den Bärlauch sehr fein hackst, vergrößerst du die Oberfläche und somit die Freisetzung seines Aromas. Das intensive, leicht knoblauchige Aroma verteilt sich so am besten im gesamten Teig.
Das Wasser-Geheimnis: Verwende nicht nur gesalzenes Wasser zum Kochen, sondern achte auf die richtige Temperatur. Leichter Siedepunkt statt sprudelndes Kochen ist hier der Schlüssel. Das ermöglicht eine schonende Garung und verhindert, dass die Klöße zu viel Feuchtigkeit aufnehmen oder zerfallen.
Die kleine Knoblauch-Kur: Wenn du den Bärlauch kurz vor der Verarbeitung blanchierst und dann eiskalt abschreckst, behält er seine leuchtend grüne Farbe. Das ist zwar optional, aber für die Optik und ein noch intensiveres Aroma eine tolle Sache.
Die Panade für Fortgeschrittene: Nach dem Kochen kannst du die Klöße statt in Butter anzubraten, sie auch in Semmelbröseln wälzen, die du vorher in heißer Butter angeröstet hast. Das gibt eine extra knusprige Hülle und ein interessantes texturales Zusammenspiel.
Kartoffelmehl-Qualität zählt: Nicht jedes Kartoffelmehl ist gleich. Achte auf eine gute Qualität. Hochwertiges Kartoffelmehl bindet besser und sorgt für eine leichtere, luftigere Textur. Das macht einen spürbaren Unterschied.
Servier-Ideen für Bärlauch Klöße
Anrichten & Dekoration
Stelle dir die Klöße als kleine grüne Perlen vor, die auf einem weißen Teller thronen, umhüllt von einer goldenen Butter-Öl-Mischung. Ein paar frische Bärlauchblätter, vielleicht ein Hauch von frisch geriebenem Parmesan oder ein paar geröstete Pinienkerne als krönender Abschluss – das ist pure Eleganz auf dem Teller.
Wenn du sie anbrätst, ordne die goldbraunen Scheiben kunstvoll an, sodass ihre knusprige Seite zur Geltung kommt. Ein paar frische Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie können hier als farblicher Kontrast dienen und Frische vermitteln.
Passende Beilagen
Diese Klöße sind unglaublich vielseitig. Sie harmonieren perfekt mit einer cremigen Pilzrahmsauce, die den erdigen Geschmack des Bärlauchs wunderbar ergänzt. Auch zu einem klassischen Wiener Schnitzel oder einem saftigen Schweinebraten sind sie eine hervorragende Wahl, da sie die Schwere des Fleisches perfekt ausbalancieren.
Für eine leichte Variante eignen sie sich hervorragend zu gebratenem Lachs oder einem cremigen Spargelgericht. Die Kombination aus den frischen Klößen und saisonalem Gemüse ist ein wahrer Frühlingstraum. Auch zu einem einfachen, aber würzigen Gericht mit Kartoffeln sind sie eine köstliche Ergänzung.
Für besondere Anlässe
Ob zu Ostern, an einem besonderen Familientag oder einfach, wenn die Lust auf etwas Außergewöhnliches aufkommt: Diese Bärlauch Klöße sind immer eine gute Wahl. Sie bringen Frische und Raffinesse auf den Tisch und zeigen deinen Gästen, dass du dir Mühe gegeben hast.
Perfekt für ein Frühlings-Dinner, wenn du die saisonalen Zutaten in den Vordergrund stellen möchtest. Auch als Teil eines Menüs, das regionale Produkte feiert, machen sie eine hervorragende Figur. Sie sind ein Ausdruck von Liebe zum Detail und zur saisonalen Küche.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Gekochte Bärlauch Klöße lassen sich hervorragend im Kühlschrank aufbewahren. Lass sie nach dem Kochen etwas abkühlen, dann gib sie in einen gut schließenden Behälter oder eine Schüssel, die du mit Frischhaltefolie abdeckst. So bleiben sie im Kühlschrank für etwa 2 bis 3 Tage frisch und behalten ihre Konsistenz.
Vermeide es, sie zu lange bei Zimmertemperatur stehen zu lassen, da sie sonst schnell verderben können. Achte darauf, dass der Behälter luftdicht verschlossen ist, um die Aufnahme von Fremdgerüchen zu vermeiden. Sie sind auch am nächsten Tag noch köstlich.
Einfrieren
Ja, das Einfrieren von Bärlauch Klößen ist absolut möglich und eine großartige Möglichkeit, ihren Geschmack für spätere Genussmomente zu konservieren. Lege die frisch gekochten und vollständig abgekühlten Klöße nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und friere sie so für etwa 1-2 Stunden vor. Das verhindert, dass sie später im Gefrierbeutel zu einem einzigen Klumpen zusammenfrieren.
Sobald sie angefroren sind, kannst du sie in einem Gefrierbeutel oder luftdichten Gefrierbehälter geben und im Gefrierschrank lagern. So halten sie sich problemlos für 2 bis 3 Monate. Beschrifte den Beutel mit dem Inhalt und dem Einfrierdatum.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Die beste Methode, gefrorene Klöße aufzuwärmen, ist, sie – ohne vorheriges Auftauen – direkt in kochendes Salzwasser zu geben. Lass sie darin ziehen, bis sie wieder an die Oberfläche steigen und durchgewärmt sind. Das dauert meist nur wenige Minuten.
Reste aus dem Kühlschrank kannst du ebenfalls in kochendem Salzwasser erwärmen oder – für eine leicht knusprige Variante – in etwas Butter in der Pfanne anbraten. Achte darauf, sie nicht zu überhitzen, damit sie nicht trocken werden. Die Pfannenmethode verleiht ihnen eine wunderbare neue Textur!
Häufig gestellte Fragen
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Kann ich statt Kartoffelmehl auch normales Weizenmehl oder eine glutenfreie Mehlmischung verwenden?
Ich rate dringend davon ab, normales Weizenmehl zu verwenden, wenn du einen klassischen Kloß-Teig möchtest, der nicht gummig wird. Weizenmehl hat eine andere Bindungsstruktur. Wenn es unbedingt glutenfrei sein muss, dann greife zu reinem Kartoffelmehl. Viele fertige glutenfreie Mehlmischungen enthalten verschiedene Mehlsorten und Bindemittel (wie Xanthan), die das Ergebnis stark verändern und die Klöße oft zu dicht und schwer machen können. Kartoffelmehl ist hier die ungeschlagene Wahl für das authentischste und geschmacklich beste Ergebnis. Es ist nicht nur günstiger, sondern liefert oft ein besseres Mundgefühl und eine fluffigere Textur, die ich persönlich sehr schätze.
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Mein Teig ist nach dem Ruhen zu klebrig oder zu trocken, was kann ich tun?
Das ist ein häufiges Problem, das oft von der Feuchtigkeit der Kartoffeln und der Größe der Eier abhängt. Ist der Teig zu klebrig, kannst du vorsichtig – wirklich nur esslöffelweise – etwas mehr Kartoffelmehl hinzufügen, bis er sich gerade noch gut formen lässt, aber nicht an den Händen klebt. Ist der Teig zu trocken und bröckelig, hilft es, die Hände leicht mit Wasser anzufeuchten und den Teig damit zu kneten. Manchmal kann auch ein weiteres Ei (oder ein halbes, je nach Teigmenge) Wunder wirken. Wichtig ist, dass du den Teig erst nach der angegebenen Ruhezeit im Kühlschrank endgültig beurteilst und gegebenenfalls nachbesserst.
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Wie kann ich sicherstellen, dass die Klöße innen gar sind und nicht innen noch roh bleiben?
Der Schlüssel liegt in der Kochtemperatur und der Größe der Klöße. Wie bereits erwähnt, sollten die Klöße in siedendem Salzwasser ziehen und nicht sprudelnd kochen. Sobald sie an die Oberfläche aufsteigen, sind sie in der Regel gar. Wenn du unsicher bist oder sehr große Klöße geformt hast, kannst du vorsichtig einen Kloß mit einem Zahnstocher anstechen. Wenn kein Teig mehr daran klebt, ist er durch. Kleinere Klöße sind generell schneller gar und das Risiko, dass sie innen roh bleiben, ist geringer. Koche außerdem nicht zu viele Klöße auf einmal, damit die Wassertemperatur konstant bleibt und sie genug Platz haben, um gleichmäßig zu garen.
Bärlauch Klöße
Diese glutenfreien Bärlauch Klöße sind so saftig und lecker und schmecken mir viel besser als nicht glutenfreie Klöße. Dazu empfehle ich euch Kartoffelmehl und keine glutenfreie Mehlmischung. Das ist nicht nur günstiger, sondern schmeckt auch besser, probiert es aus 😉
- 25 Gramm Bärlauch
- 400 Gramm mehligkochende (mk) Kartoffeln
- 2 Eier
- 200 Gramm Kartoffelmehl
- 2 Teelöffel Salz
- geriebene Muskatnuss
- etwas geriebenen Käse
- etwas geschmolzene Butter
- Kochen
- 1400 Gramm Kartoffeln mit Schale weich kochen.
- 2Die Kartoffeln noch heiß mit Schale durch eine Presse drücken.
- 3Gepresste Kartoffeln kalt werden lassen.
- 4In dieser Zeit 25 Gramm Bärlauch möglichst klein hacken.
- 5Die gepressten Kartoffeln mit dem gehackten Bärlauch, 2 Eiern, 200 Gramm Kartoffelmehl, etwas geriebener Muskatnuss und 2 Teelöffeln Salz mischen.
- 6Den Teig bitte 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- 7Reichlich Wasser zum Kochen bringen und salzen.
- 8Mit bemehlten Händen die Klöße in die gewünschte Größe rollen.
- 9Die Klöße in dem Salzwasser 8-10 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an die Wasseroberfläche kommen.
- 10Vorsichtig lösen, falls sie am Topfboden kleben.
- 11Nicht zu viele Klöße auf einmal ins Wasser geben, lieber in 2-3 Portionen kochen.
- 12Die gekochten Klöße im Ofen warm halten.
- 13Mit geschmolzener Butter und geriebenem Parmesan servieren oder in Scheiben geschnitten in Butter anbraten.
- 14Die gekochten Klöße im Kühlschrank einige Tage aufbewahren oder einfrieren.
- 15Tiefgefrorene Klöße in kochendes Salzwasser geben und warten, bis sie an die Oberfläche kommen.
