Rhabarberkuchen Rezepte | Dr. Oetker
Der Duft von frisch gebackener Butterkuchen liegt noch in der Luft, als ich die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster spüre. Draußen erwacht der Garten zu neuem Leben, und irgendwo in den Beeten reckt er sich schon – der Rhabarber, mit seinen charakteristischen roten und grünen Stangen.
Es sind genau diese Momente, die in mir eine tiefe Sehnsucht nach den einfachen Freuden des Lebens wecken. Die Vorfreude auf eine Tasse Kaffee mit einem Stück selbstgebackenem Kuchen, der nach Frühling riecht und schmeckt, ist fast greifbar. Rhabarber ist für mich mehr als nur eine Zutat; er ist ein Versprechen auf wärmere Tage und gesellige Stunden am Familientisch.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Hauch von Nostalgie: Sobald der verführerische Geruch von Rhabarberpaste beim Backen die Küche erfüllt, wirst du unweigerlich an Omas Küchentisch erinnert, an sonnige Nachmittage und das Gefühl unbeschwerter Kindheit.
- Die perfekte Balance: Dieses Rezept meistert die Kunst, die natürliche Säure des Rhabarbers mit süßen, zarten Aromen zu vereinen. Jede Gabel ist ein kleines Geschmackserlebnis – frisch, fruchtig und doch wärmend.
- Ehrliche Handwerkskunst: Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um Herzblut und die Freude am Selbermachen. Die Zubereitung lehrt dich, auf die Zutaten zu hören und mit jedem Schritt ein Stückchen mehr Selbstvertrauen zu gewinnen.
- Ein Farbenspiel auf dem Teller: Das tiefe Rot des Rhabarbers, eingebettet in einen goldbraunen Teig, ist nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch ein visueller Genuss, der deinen Kaffeetisch zum Strahlen bringt.
- Vielseitigkeit trifft Einfachheit: Ob als spontane Entscheidung für den Nachmittagskaffee oder als geplantes Highlight für Gäste – dieses Rezept ist erstaunlich flexibel und belohnt dich mit einem Ergebnis, das sich sehen und schmecken lassen kann.
Das brauchst du
Die Magie dieses Rhabarberkuchens liegt in der Sorgfalt, mit der du jede einzelne Zutat auswählst. Keine Kompromisse bei der Qualität – denn nur die besten Zutaten entlocken dem Rhabarber sein volles Potenzial und verwandeln einfache Backkunst in ein kulinarisches Erlebnis. Jedes Element hat seinen Zweck und trägt dazu bei, dass das Endergebnis so unwiderstehlich wird.
- Frischer Rhabarber: Er ist das Herzstück des Kuchens. Wähle feste, knackige Stangen, deren leuchtende Farbe Frische und frühlingshafte Energie verspricht – eine leichte Säure ist hier ein Muss.
- Butter: Hochwertige, rahmige Butter ist entscheidend für den Teig und die Streusel. Sie verleiht dem Ganzen eine zarte Geschmeidigkeit und einen tiefen, vollmundigen Geschmack.
- Mehl: Ein gutes Weizenmehl der Type 405 bildet die Basis für einen lockeren Teig und knusprige Streusel, die perfekt mit der feuchten Füllung harmonieren.
- Zucker: Eine Mischung aus feinem Zucker für die Füllung und einer großzügigeren Menge für die Streusel sorgt für die nötige Süße, um die natürliche Säure des Rhabarbers auszubalancieren.
- Eier: Sie binden den Teig, machen ihn fluffig und helfen dabei, die Streusel schön knusprig zu machen – achte auf frische, zimmerwarme Eier für beste Ergebnisse.
- Vanille: Ein Hauch von echter Vanille, sei es als Schote oder hochwertiges Extrakt, hebt die fruchtigen Aromen des Rhabarbers hervor und verleiht ihm eine subtile, warme Note.
Die genauen Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Die Sorte der Rhabarberkuchen mag zahlreich sein, doch ihr Ursprung ist tief in der bäuerlichen Kultur Europas verwurzelt. Ursprünglich kam der Rhabarber im 18. Jahrhundert aus Asien nach Europa und wurde zunächst für medizinische Zwecke genutzt, bevor seine kulinarische Vielseitigkeit entdeckt wurde. Durch seine frühe Verfügbarkeit im Frühjahr war er eine willkommene Ergänzung zur oft noch kargen Ernährung nach dem Winter.
Mit der Zeit eroberte der säuerliche Geschmack des Rhabarbers die Herzen der Bäckerinnen und Bäcker. Er passte perfekt zu den süßen, oft noch exotischen Gewürzen und Zuckern, die langsam in die Haushaltsküchen Einzug hielten. Aus einfachen Anfängen entwickelte sich eine Tradition: Rhabarberkuchen wurde zum Symbol für den aufkommenden Frühling, ein Fest für die Sinne nach der langen, dunklen Jahreszeit.
Was Rhabarberkuchen so zeitlos macht, ist seine ehrliche, unkomplizierte Art. Er braucht keine ausgefallenen Zutaten oder komplizierten Techniken, um zu begeistern. Die Kombination aus säuerlicher Frucht, süßem Teig und knusprigen Elementen spricht eine universelle Sprache des Genusses, die Generationen überdauert hat und auch heute noch Menschen miteinander verbindet.
So bereitest du Rhabarber Rezepte zu
Schritt 1: Die Vorbereitung – Der Grundstein des Genusses
Bevor die Magie im Ofen beginnt, ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Nimm dir Zeit, die Rhabarberstangen gründlich unter kaltem Wasser abzuspülen, um jeglichen Schmutz zu entfernen. Achte auch auf die Stielenden; manchmal sind sie etwas holzig und sollten entfernt werden. Das Schälen ist meistens nicht notwendig, es sei denn, du hast sehr alte und faserige Stangen erwischt.
Die Schale des Rhabarbers trägt übrigens maßgeblich zu seiner wunderschönen Farbe bei, besonders die roten Sorten. Wenn du den Kuchen also in ein leuchtendes Rot tauchen möchtest, lass die Schale unbedingt dran. Kleinere, frisch geerntete Stangen sind hier oft im Vorteil und benötigen kaum Vorbereitung. Schneide die Stangen dann in mundgerechte Stücke, etwa 2-3 cm lang, damit sie im Kuchen gleichmäßig garen.
Tipp: Wenn du den Rhabarber im Voraus vorbereitest, bewahre ihn gut abgedeckt im Kühlschrank auf. So bleibt er frisch und knackig, bis er zum Einsatz kommt.
Schritt 2: Der Teig – Das Fundament der Süße
Nun widmen wir uns dem Teig, dem stabilen und doch zarten Fundament deines Kuchens. Für einen klassischen Mürbeteig oder Rührteig benötigst du kalte Butter, die du mit dem Mehl, Zucker und einer Prise Salz zu einer krümeligen Masse verarbeitest. Verwende am besten deine Fingerspitzen oder ein schnelles Mixen in der Küchenmaschine, damit die Butter nicht zu warm wird.
Die Zugabe eines Eis oder eines Eigelbs sorgt dafür, dass sich die Krümel zu einem geschmeidigen Teig verbinden lassen. Schlägst du den Teig zu lange, entwickelt er Gluten und wird zäh. Es geht hier um ein schnelles, behutsames Zusammenarbeiten, bis sich gerade eben alles verbunden hat. Forme den Teig zu einer Kugel, wickle ihn in Frischhaltefolie und lass ihn für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Ein ehrlicher Tipp: Die Ruhezeit ist essenziell. Sie entspannt das Gluten im Mehl, sodass der Teig nach dem Backen zart wird und nicht zäh. Geduld ist hier eine Tugend, die sich auszahlt.
Schritt 3: Der Rhabarber – Die Säure, die uns begeistert
Jetzt kommt der Star ins Spiel: der Rhabarber! Damit der Kuchen nicht zu wässrig wird und der Rhabarber schön weich gart, ist ein kleiner Trick Gold wert. Gib die geschnittenen Rhabarberstücke in eine Schüssel und bestreue sie großzügig mit Zucker. Die Menge des Zuckers richtet sich nach deinem persönlichen Geschmack und der Säure des Rhabarbers.
Lass die Mischung etwa 15-20 Minuten stehen. Der Zucker entzieht dem Rhabarber Saft. Dieser Saft wird später mit dem Zucker eine köstliche, leicht sirupartige Sauce bilden, die die Säure abmildert und den Geschmack des Kuchens verfeinert. Gieße diesen Saft vor dem Weiterverarbeiten ab und behalte ihn für später im Auge – er ist zu schade zum Wegwerfen.
Achtung: Verwende nicht zu viel Zucker, sonst überdeckst du den feinen, fruchtigen Geschmack des Rhabarbers. Ziel ist eine harmonische Balance, kein reiner Zuckerschock.
Schritt 4: Die Streusel – Knusperglück für jeden Bissen
Was wäre ein Rhabarberkuchen ohne seine krönenden Streusel? Sie sind für mich das i-Tüpfelchen, die Textur, die jeden Bissen zu einem kleinen Fest macht. Der klassische Streuselteig besteht aus gleichen Teilen Mehl, Zucker und kalter Butter. Auch hier gilt: Arbeite schnell und mit kühlen Händen, damit die Butter nicht schmilzt.
Verreibe die Zutaten mit den Fingerspitzen zu groben Streuseln. Für extra Geschmack kannst du hier auch eine Prise Zimt oder gemahlene Mandeln hinzufügen. Die Größe der Streusel spielt eine Rolle – manche mögen sie fein, andere lieber grob. Experimentiere damit, um deine persönliche Lieblingskonsistenz zu finden. Wenn du möchtest, kannst du einen Teil der abgeschöpften Rhabarbersaft-Zucker-Mischung zu den Streuseln geben, das sorgt für zusätzliche Farbe und Aroma.
Der entscheidende Moment: Die Streusel sollten eine knackige, goldbraune Farbe annehmen. Sie sind das Gegengewicht zur weichen Füllung und machen den Kuchen so ausbalanciert.
Schritt 5: Das Zusammenfügen – Die Geburt des Kuchens
Jetzt wird aus den einzelnen Komponenten ein Ganzes. Nimm den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank und drücke ihn gleichmäßig in deine gefettete und bemehlte Backform. Achte darauf, dass der Rand etwas hochgezogen ist, damit die Füllung später nicht herausläuft. Verwende hierfür am besten die Hände, ein Löffel oder ein spezieller Teigrädchen tut es aber auch.
Verteile nun die vorbereiteten Rhabarberstücke darauf. Du kannst sie einfach so auf den Teig legen oder sie vorher mit ein wenig Stärke (etwa 1-2 Esslöffel) vermischen, um sicherzustellen, dass die Füllung nicht zu feucht wird. Die zuvor abgegossene Rhabarbersaft-Zucker-Mischung kannst du nun verteilen, sie verleiht dem Kuchen eine wunderbare Intensität und Farbe.
Ein Geheimnis: Wenn du möchtest, kannst du unter den Rhabarber auch ein paar Erdbeeren mischen. Die Kombination ist ein Klassiker und sorgt für eine noch komplexere Süße.
Schritt 6: Das Backen – Die Verwandlung im Ofen
Der Moment der Wahrheit! Bestreue den Rhabarber gleichmäßig mit den vorbereiteten Streuseln. Verteile die Streusel so, dass der gesamte Rhabarber bedeckt ist, aber auch Lücken bleiben, durch die die köstliche Rhabarber-Masse blubbern kann. Heize deinen Backofen auf die empfohlene Temperatur vor, meistens sind das um die 180°C Ober-/Unterhitze.
Schiebe den Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Die Backzeit variiert je nach Größe der Form und Ofen, liegt aber meist zwischen 45 und 60 Minuten. Beobachte den Kuchen aufmerksam. Die Streusel sollten goldbraun sein und der Teig durchgebacken. Ein Zahnstocher-Test am Rand des Kuchens gibt Aufschluss: Wenn er sauber herauskommt, ist der Kuchen fertig.
Tipp: Wenn die Streusel zu schnell dunkel werden, du aber sichergehen willst, dass der Kuchen innen durch ist, kannst du ihn mit Alufolie abdecken. So bräunt er nicht weiter und die Hitze gart den Kuchen fertig.
Schritt 7: Das Abkühlen – Geduld, die belohnt
Kaum aus dem Ofen, strömt ein unwiderstehlicher Duft aus deiner Küche. Aber widerstehe der Versuchung, sofort hineinzuschneiden! Lasse den Kuchen zunächst etwa 10-15 Minuten in der Form abkühlen. Das ermöglicht es der Struktur, sich zu festigen und verhindert, dass der noch heiße Kuchen auseinanderfällt.
Nach dieser kurzen Phase in der Form stürze den Kuchen vorsichtig auf ein Kuchengitter oder lasse ihn vollständig in der Form auskühlen, je nach Präferenz. Das vollständige Abkühlen ist besonders wichtig, wenn der Kuchen noch eine Füllung hat, die sonst auslaufen könnte. Die Geduld, die du jetzt aufbringst, wird mit einem perfekt aussehenden und gut strukturierten Kuchen belohnt.
Was ich dabei gelernt habe: Die erste Kostprobe – noch warm – ist oft magisch, aber die wahre Tiefe der Aromen entfaltet sich oft erst, wenn der Kuchen vollständig ausgekühlt ist. Genieße den Prozess!
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu viel Wasser in der Rhabarberfüllung. Wenn der Rhabarber nicht richtig vorbereitet wird, gibt er im Ofen zu viel Wasser ab. Das kann dazu führen, dass der Boden matschig wird und die Streusel nicht richtig knusprig werden. Gieße daher immer den austretenden Saft ab, wie in Schritt 3 beschrieben, oder vermische die Stücke mit etwas Speisestärke, bevor du sie auf den Teig gibst.
Fehler 2: Der Teig ist zu warm oder wird zu lange geknetet. Bei Mürbeteigen ist kalte Butter entscheidend für eine zarte Textur. Wenn du den Teig zu lange knetest oder die Butter zu warm wird, verbindet sich das Gluten im Mehl zu stark. Der Teig wird dann zäh und hat weniger Biss. Arbeite schnell mit kühlen Händen oder in der Küchenmaschine und lass den Teig ausreichend ruhen.
Fehler 3: Die Streusel sind nicht knusprig genug. Das passiert oft, wenn die Butter nicht kalt genug war oder die Proportionen nicht stimmen. Achte darauf, dass die Butterwürfel wirklich kalt sind und du die Streusel aus den Komponenten Mehl, Zucker und Butter bildest, ohne sie zu einer glatten Masse zu rühren. Die richtige Mischung sorgt für die ideale Textur.
Fehler 4: Der Kuchen wird zu früh angeschnitten. Auch wenn der Duft verführerisch ist, ist die Geduld beim Abkühlen entscheidend. Ein heißer Kuchen ist noch instabil. Die Hitze im Inneren verteilt sich weiter, die Struktur festigt sich. Warte, bis der Kuchen Raumtemperatur erreicht hat, bevor du ihn anschneidest, um sauberere Schnitte und ein besseres Geschmackserlebnis zu erzielen.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Variante: Für eine vegane Version tausche Butter durch pflanzliche Margarine oder Kokosöl für den Teig und die Streusel. Für die Bindung im Teig kannst du eine reife Banane oder Apfelmus verwenden. Statt Eier im Teig können auch Leinsameneier als Bindemittel dienen.
Erdbeer-Rhabarber-Traum: Kombiniere den Rhabarber mit frischen oder gefrorenen Erdbeeren. Die natürliche Süße der Erdbeeren harmoniert wunderbar mit der Säure des Rhabarbers und verleiht dem Kuchen eine zusätzliche fruchtige Dimension. Eine Prise Vanille oder etwas Zitronenabrieb hebt die Aromen zusätzlich hervor.
Mandeln & Baiser: Für eine luxuriösere Variante kannst du feingehackte Mandeln unter die Streusel mischen und dem Teig eine besondere Note verleihen. Alternativ kannst du den Rhabarber nach dem Backen mit einer aufgeschlagenen Eiweiß-Zucker-Mischung bedecken und kurz im Ofen zu einem luftigen Baiser erstarren lassen. Das Ergebnis ist ein unwiderstehlicher Kontrast aus cremig, säuerlich und süß-knusprig.
Profi-Tipps für Rhabarber Rezepte
Die richtige Rhabarbersorte: Nicht alle Rhabarbersorten sind gleich. Rote Sorten wie ‘Elmsblut’ oder ‘Schecken’ sind oft süßer und faserärmer als grüne Sorten. Wähle die Sorte nach deinem persönlichen Geschmack und der gewünschten Intensität des Rhabarberaromas.
Zucker und Säure – Ein Tanz: Die Menge des Zuckers sollte immer an die Säure des Rhabarbers angepasst werden. Verkoste eine kleine rohe Stange, bevor du die Zuckermenge festlegst. Lieber etwas mehr Zuckern und dafür den Rhabarbersaft abgießen, um den Kuchen nicht wässrig zu machen.
Vanille – Der unsichtbare Verstärker: Zögere nicht, echte Vanille zu verwenden. Das Aroma von echter Vanille harmoniert außergewöhnlich gut mit Rhabarber und hebt dessen komplexen Geschmack hervor, ohne ihn zu überdecken. Eine Vanilleschote oder hochwertiges Vanilleextrakt sind hierfür ideal.
Kräuter als Geheimwaffe: Eine leichte Note von Minze oder Zitronenmelisse kann dem Rhabarberkuchen eine erfrischende, unerwartete Wendung geben. Füge fein gehackte Kräuter zusammen mit dem Rhabarber hinzu.
Die Temperatur spielt eine Rolle: Ob bei der Zubereitung des Teigs (kalte Butter) oder beim Backen (zimmerswarme Eier), die richtige Temperatur der Zutaten kann den Unterschied machen. Achte auf die Details, denn sie machen oft den Kuchen aus.
Servier-Ideen für Rhabarber Rezepte
Anrichten & Dekoration
Ein einfacher Puderzucker-Schneesturm verleiht dem warmen Kuchen sofort eine festliche Note. Auch ein paar frische Minzblätter oder essbare Blüten setzten gekonnte Akzente. Wer es noch etwas extravaganter mag, kann den Kuchen mit einem Zuckerguss aus Puderzucker und einem Spritzer Zitronensaft überziehen.
Passende Beilagen
Besonders gut harmoniert Rhabarberkuchen mit einer Kugel einfachen Vanilleeis, das die Süße des Kuchens ausbalanciert und für einen cremigen Kontrast sorgt. Auch ein Löffel ungesüßter Schlagrahm oder ein Klecks Vanillesauce passen hervorragend und unterstreichen die fruchtigen Aromen.
Für ein leichtes Sommerdessert kombinieren wir ihn gerne mit unserem verführerischen cremigen Beeren-Dip. Die Säure passt wunderbar zu dieser Kombination.
Für besondere Anlässe
Dieser Rhabarberkuchen ist ideal für einen festlichen Sonntagsbrunch, ein Frühlings- oder Osterfest, oder einfach als süße Überraschung zum Kaffeeklatsch. Seine saisonale Frische und die unkomplizierte Eleganz machen ihn zu einem gern gesehenen Gast auf jeder Tafel.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Bewahre übrig gebliebenen Rhabarberkuchen in einem gut schließenden Behälter oder unter einer Kuchenhaube bei Raumtemperatur auf. So bleibt er für etwa 2-3 Tage saftig und frisch. Wenn es draußen wärmer ist oder der Kuchen eine empfindliche Glasur hat, ist es besser, ihn im Kühlschrank zu lagern.
Einfrieren
Du kannst Rhabarberkuchen gut einfrieren. Lasse ihn dafür vollständig abkühlen und schneide ihn gegebenenfalls in Portionen. Wickle die Stücke luftdicht in Frischhaltefolie und dann zusätzlich in einen Gefrierbeutel oder Alufolie. So hält er sich für etwa 2-3 Monate im Gefrierschrank.
Auch unser köstlicher Honig-Chili-Dip lässt sich hervorragend einfrieren.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Zum Aufwärmen kannst du den Kuchen portionsweise bei etwa 150°C im Backofen erwärmen, bis er wieder leicht durchgewärmt ist. Alternativ funktioniert auch die Mikrowelle, aber hier musst du aufpassen, dass der Kuchen nicht zu trocken wird. Für aufgetaute Stücke aus dem Gefrierschrank empfehle ich ebenfalls den Backofen, um die Knusprigkeit der Streusel zu erhalten.
Der Kuchen passt auch wunderbar als Nachspeise nach einem herzhaften Abendessen.
Häufig gestellte Fragen
-
Ist Rhabarber giftig und wie bereite ich ihn sicher zu?
Reiner Rhabarber ist nicht giftig, aber seine Blätter enthalten Oxalsäure und sind aufgrund ihres hohen Gehalts giftig. Die Stiele, die wir zum Kochen und Backen verwenden, sind gesundheitlich unbedenklich. Bei sehr jungen, zarten Stangen ist Schälen meist unnötig, da die Schale kaum Oxalsäure enthält. Bei älteren und leicht faserigen Stangen solltest du die äußeren, gröbsten Fasern mit einem Sparschäler entfernen. Die Oxalsäure im Rhabarber kann bei empfindlichen Personen zu einem unangenehmen Gefühl im Mund führen. Das Blanchieren oder Garen in Verbindung mit Zucker kann die Verträglichkeit verbessern. Für alle Rezepte, bei denen der Rhabarber gegart wird, wie in diesem Kuchen, ist die Gefahr minimal.
-
Mein Rhabarberkuchen ist zu sauer geworden. Woran liegt das und was kann ich tun?
Die natürliche Säure des Rhabarbers variiert stark je nach Sorte und Reifegrad. Wenn dein Kuchen zu sauer geworden ist, liegt das oft daran, dass die Zuckermenge nicht ausgereicht hat, um die Säure auszubalancieren, oder weil zu wenig Zucker im Teig bzw. in der Füllung war. Du kannst dies nachträglich nur bedingt korrigieren, bevor der Kuchen gebacken ist, indem du mehr Zucker zur Rhabarberfüllung gibst oder eine süßere Streuselvariante wählst. Nach dem Backen hilft nur noch eine süße Beilage wie Vanilleeis, Schlagsahne oder eine süße Sauce, um die Säure zu kaschieren.
-
Wie erkenne ich, welcher Rhabarber am besten zum Backen geeignet ist?
Für das Backen eignen sich sowohl rote als auch grüne Rhabarbersorten. Rote Sorten wie ‘Elmsblut’ sind oft etwas süßer und haben einen milderen Geschmack, ihre Farbe gibt dem Kuchen eine wunderschöne Rosafärbung. Grüne Sorten sind meist säuerlicher und intensiver im Geschmack – sie lassen sich gut mit süßeren Zutaten wie Erdbeeren oder Baiser kombinieren. Achte beim Kauf auf feste, knackige Stangen ohne welkige Stellen. Auch die Dicke der Stangen spielt eine Rolle; dünnere Stangen sind oft zarter und weniger faserig als sehr dicke. Generell gilt: Je frischer der Rhabarber, desto besser das Ergebnis.
Klassischer Rhabarber-Streuselkuchen
Ein saftiger und leicht säuerlicher Rhabarberkuchen mit knusprigen Streuseln – ein saisonaler Klassiker, der an gemütliche Kaffeerunden erinnert.
- Für den Teig: 250g Mehl, 100g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei, 125g kalte Butter in Stücken
- Für den Belag: 750g Rhabarber, 100g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker
- Für die Streusel: 200g Mehl, 100g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 125g kalte Butter
- Kochen
- 1Für den Teig alle Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten. Eine Springform (26cm) fetten und den Teig darin ausrollen.
- 2Rhabarber waschen, putzen und in ca. 2cm große Stücke schneiden. Mit Zucker und Vanillezucker vermischen und auf dem Teig verteilen.
- 3Für die Streusel Mehl, Zucker und Vanillezucker vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und zu Streuseln verarbeiten. Die Streusel über den Rhabarber geben.
- 4Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 40-45 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
- 5Abkühlen lassen und genießen.
Keywords: Rhabarber, Kuchen, Streusel, Frühling, Sommer, Backen, Dessert, Vegetarisch
