Omas Rhabarberkuchen mit Baiser | so saftig & lecker

Omas Rhabarberkuchen mit Baiser

Der Duft von frisch gebackenem Kuchen, gespickt mit der säuerlichen Frische von Rhabarber und gekrönt von einer zuckersüßen Baiserhaube – nichts erinnert mich mehr an die Nachmittage meiner Kindheit als dieser Kuchen. Es war die Zeit, in der Omas Küche das gemütlichste und aufregendste Zentrum der Welt war, ein Ort, an dem Magie in verschüttetem Mehl und duftenden Dämpfen lag.

Noch heute, wenn die ersten Rhabarberstangen ihre säuerliche Verheißung im späten Frühling in die Märkte bringen, spüre ich die Vorfreude in mir aufsteigen. Sie sind wie kleine grüne Botschafter des Sommers, ein kurzes, aber intensives Geschenk der Natur, das sich perfekt in die süße Umarmung eines Kuchens schmiegt.

Omas Rhabarberkuchen mit Baiser

Omas Rhabarberkuchen mit Baiser

Ein saftiger Rhabarberkuchen mit lockerer Baisermasse, nach Omas Originalrezept. Perfekt für die Rhabarbersaison!

4.9 from 583 reviews
Prep Time 20 Minuten
Cook Time 55 Minuten
Total Time 1 Stunde 15 Minuten
Servings 12 Portionen
Course:Dinner Cuisine:German Vegetarisch Calories:325 kcal By:ELENA
Servings
  • 500 g Rhabarber
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Stärke
  • 200 g Butter, Zimmertemperatur
  • 100 g Zucker
  • 4 Eigelbe, Eiweiß aufheben
  • 3 Eier
  • 200 g Weizenmehl Typ 405
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 75 ml Milch
  • 4 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Backen
  1. 1Den Boden der Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand bis auf die halbe Höhe mit Butter fetten.
  2. 2Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. 3Die weiche Butter mit 100 g Zucker für 10 Minuten mit der Küchenmaschine weißschaumig aufschlagen.
  4. 4In der Zwischenzeit den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden, ca. 1 cm lang. Den Rhabarber mit 2 EL Zucker mischen und zur Seite stellen.
  5. 54 Eier trennen, das Eiweiß zur Seite stellen. Mehl, Backpulver und Salz mischen.
  6. 6Die 4 Eigelbe sowie die restlichen 3 Eier zur Butter geben und gut durchrühren.
  7. 7Anschließend die Mehlmischung sowie die Milch in die Schüssel geben und alles kurz verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Teig in die Springform füllen und glattstreichen.
  8. 8Vorhandene Flüssigkeit beim Rhabarber abgießen. 1 EL Stärke zum Rhabarber geben und verrühren, dann den Rhabarber gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Für 30 Minuten auf der untersten (!) Schiene backen.
  9. 9Nach 25 Minuten Backzeit das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen. Sobald es schaumig wird, die restlichen 200 g Zucker einrieseln lassen und steif schlagen, dauert insgesamt ca. 5 Minuten.
  10. 10Den Kuchen nach Ablauf der 30 Minuten aus dem Ofen nehmen und den Eischnee mit zwei Esslöffeln darauf verteilen. Dabei einen Rand von ca. 1,5 cm lassen, da sich der Eischnee beim Backen noch ausdehnt und nicht an der Form kleben soll. Mit den Löffeln eine Art Wellenmuster oder Spitzen im Eischnee formen.
  11. 11Den Kuchen nochmal für 25-30 Minuten auf der untersten (!) Schiene bei 175 Grad Ober-/Unterhitze backen. Das Baiser soll ein leichtes Beige annehmen und auf keinen Fall zu dunkel oder gar schwarz werden. Die letzten Minuten also gut beobachten!
  12. 12Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter halbwegs abkühlen lassen. Anschließend die Springform lösen und komplett auskühlen lassen.
Category:Dinner Cuisine:German Vegetarisch
Carbohydrates 40g
Protein 6g
Fat 16g
Saturated Fat 0g
Fiber 0g
Sugar 26g
Sodium 0mg
Cholesterol 0mg

Keywords: Rhabarberkuchen, Baiser, Omas Rezept, Blechkuchen, Sommerkuchen

Das Baiser schmeckt am besten, wenn es am gleichen Tag gegessen wird. Möchtest du den Kuchen erst am nächsten Tag anschneiden, decke ihn am besten nur mit einem Küchentuch ab. Auf keinen Fall unter eine Tortenhaube stellen, so wird das Baiser schnell matschig.
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Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Kindheitserinnerungen: Dieser Kuchen ist eine Zeitreise. Er schmeckt nach Sonntagnachmittagen bei Oma, nach Lachen und dem Gefühl unbeschwerter Tage.
  • Perfekte Balance: Die Kombination aus süßem Rhabarber, einem lockeren, fluffigen Teig und der luftigen Baiserhaube ist ein Geschmackserlebnis, das süchtig macht.
  • Beeindruckende Optik: Mit seiner hohen, welligen Baiserhaube ist der Kuchen nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein echter Hingucker auf jeder Kaffeetafel.
  • Ungewöhnliche Textur: Die leichte Säure des Rhabarbers, der saftige Teig und die zart knusprige Oberfläche des Baisers erzeugen eine faszinierende Mischung von Mundgefühlen.

Das brauchst du

Die Zutaten für diesen Kuchen sind eine Ode an die Einfachheit und die Kraft traditioneller Backkunst. Es sind keine ausgefallenen Spezialitäten gefragt, sondern jene verlässlichen Helfer, die man in jeder gut ausgestatteten Küche findet. Die Qualität des Rhabarbers – frisch, knackig und nicht holzig – ist das A und O, denn er bildet das fruchtige Herzstück dieses Meisterwerks. Achte darauf, dass er richtig schön fest ist, damit er beim Backen die richtige Konsistenz behält und nicht zerfällt.

  • Frischer Rhabarber: Das Herzstück des Kuchens, dessen säuerliche Note einen perfekten Kontrast zur Süße bildet. Wählen Sie knackige, feste Stangen.
  • Weiche Butter: Essentiell für einen lockeren, luftigen Rührteig, der die Aromen gut aufnimmt und eine angenehme Textur erhält.
  • Eier: Sie binden den Teig, sorgen für Farbe und sind unerlässlich für das voluminöse Baiser, das dem Kuchen seine Krone aufsetzt.
  • Weizenmehl (Type 405): Der Klassiker unter den Mehlsorten, der für eine zarte Krume sorgt und die anderen Zutaten wunderbar verbindet.
  • Zucker: Nicht nur für die Süße, sondern auch entscheidend für die Textur des Rührteigs und die knusprige Hülle des Baisers.
  • Speisestärke: Ein kleines, aber wichtiges Detail, das den Rhabarber davon abhält, zu tief in den Teig zu sinken und hilft, seine Feuchtigkeit zu binden.
  • Backpulver: Sorgt für den nötigen Auftrieb im Teig, damit er luftig leicht wird und nach dem Backen schön aufgeht.

Die genauen Mengenangaben für alle Zutaten sind im Rezept weiter unten aufgeführt, dort kannst du dir auch eine druckfertige Version herunterladen.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Rezept; er ist ein Stück deutscher Backtradition, tief verwurzelt in der Hausmannskost. Seine Wurzeln liegen in den bäuerlichen Küchen, wo saisonale Früchte wie Rhabarber kreativ genutzt wurden, um süße Köstlichkeiten zu zaubern, die die Familie erfreuten. Der Rhabarber selbst, obwohl botanisch ein Gemüse, wird in der deutschen Küche seit dem 18. Jahrhundert als Obst behandelt und geliebt, besonders wenn die Tage länger werden und die Sonne die Säure in den Stangen mildert.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus einfachen Rhabarberkuchen eine aufwendigere Variante: die Zugabe einer luftigen Baiserhaube. Diese Erfindung, deren Ursprünge nicht eindeutig geklärt sind, verleiht dem ursprünglich eher rustikalen Kuchen eine elegante Note und eine faszinierende Textur. Das Baiser, einst ein luxuriöser Aufsatz für Gebäck, repräsentiert die Kunst, aus wenigen Zutaten etwas Besonderes zu schaffen – ein Grundprinzip, das die deutsche Küche so auszeichnet.

Was diesen Kuchen über Generationen hinweg beliebt macht, ist seine Ehrlichkeit und seine Fähigkeit, einfache Aromen zu vereinen. Die Kombination aus der fruchtigen Frische des Rhabarbers und der süßen, fast schmelzenden Baiserhaube ist ein Dauerbrenner, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Er ist der Inbegriff von “Omas Küche” – unkompliziert, wärmend und voller Liebe gebacken.

So bereitest du Omas Rhabarberkuchen mit Baiser zu

Schritt 1: Die Vorbereitung – Ein Fundament für Geschmack

Alles beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung. Der Boden deiner Springform muss mit Backpapier ausgelegt sein, um ein Anhaften zu verhindern. Der Rand wird leicht gefettet – nicht zu viel, nur gerade genug, damit das Baiser später haftet und beim Backen nicht abfällt. Stell deinen Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze ein. Diese gleichmäßige Hitze ist entscheidend für ein perfektes Backergebnis, sowohl für den Teig als auch für das zarte Karamellisieren des Baisers.

Während der Ofen vorheizt, widmen wir uns dem Rhabarber. Wasche die Stangen gründlich und schneide sie in gleichmäßige Stücke von etwa einem Zentimeter Länge. Das ist wichtig, damit sie sich später gut auf dem Teig verteilen lassen und gleichmäßig garen. Gib die Rhabarberstücke in eine Schüssel, streue zwei Esslöffel Zucker darüber und mische alles vorsichtig. Der Zucker hilft dabei, die überschüssige Feuchtigkeit aus dem Rhabarber zu ziehen, die dann vor dem Belegen abgetropft wird. Das ist ein kleiner Trick, der verhindert, dass der Kuchenboden matschig wird und der Rhabarber später schön im Teig liegt.

Schritt 2: Der Rührteig – Das Herzstück des Kuchens

Nun zur Basis: dem Rührteig. Nimm die weiche Butter aus dem Kühlschrank und schlage sie mit 100 Gramm Zucker für mindestens zehn Minuten kräftig auf. Nutze hierfür am besten eine Küchenmaschine. Geduld ist hierbei besonders wichtig, denn durch dieses lange Aufschlagen wird die Butter luftiger, heller und gewinnt an Volumen. Das Ergebnis ist ein Teig, der später wunderbar locker und zart wird. Denk daran, je besser die Butter aufgeschlagen ist, desto luftiger wird dein Kuchen.

In einer separaten Schüssel mischst du das Weizenmehl, das Backpulver und eine Prise Salz. Das sorgt dafür, dass sich das Backpulver gleichmäßig verteilt und sein volles Potenzial entfalten kann. Nun trennst du vier Eier. Das Eiweiß stellst du vorsichtig zur Seite, es wird später für das Baiser benötigt. Die vier Eigelbe und die restlichen drei ganzen Eier gibst du nun zur aufgeschlagenen Butter-Zucker-Masse. Rühre alles gründlich durch, bis eine homogene Masse entsteht. Du wirst merken, wie die Masse eine schöne, cremige Konsistenz bekommt, die sich gut weiterverarbeiten lässt.

Schritt 3: Der Teig wird geformt – Einfachheit pur

Jetzt werden die trockenen und flüssigen Komponenten vereint. Gib die Mehlmischung und die 75 ml Milch zu der Butter-Ei-Masse in die Schüssel. Nun ist es entscheidend, nur noch kurz zu rühren. Sobald das Mehl vollständig eingearbeitet ist und ein homogener Teig entstanden ist, hörst du auf zu rühren. Zu langes Rühren kann dazu führen, dass der Teig zäh wird und an Lockerheit verliert. Wir wollen einen fluffigen Boden, also weniger ist hier mehr.

Gib den soeben zubereiteten Teig in die vorbereitete Springform und streiche ihn glatt. Er sollte den Boden gleichmäßig bedecken und eine ebene Fläche bilden, auf der der Rhabarber später ruhen kann. Nutze dafür einen Löffel oder eine Teigkarte, um sicherzustellen, dass keine großen Unebenheiten entstehen. Dies bildet die Grundlage für den nächsten Schritt und sorgt für ein gleichmäßiges Backergebnis.

Schritt 4: Der Rhabarber kommt ins Spiel – Säure trifft Süße

Bevor der Rhabarber auf den Teig kommt, ist ein kleiner, wichtiger Schritt nötig. Gieße eventuell vorhandene Flüssigkeit vom Rhabarber ab, die sich beim Vermischen mit dem Zucker gebildet hat. Gib nun einen Esslöffel Speisestärke zu den Rhabarberstücken und rühre alles gut durch. Die Stärke bindet die restliche Feuchtigkeit des Rhabarbers und verhindert, dass er im Teig absinkt. Gleichzeitig hilft sie dabei, dass der Rhabarber beim Backen nicht zu verkochen, sondern seine angenehme Bissfestigkeit behält.

Verteile die Rhabarberstücke nun gleichmäßig auf dem glattgestrichenen Teig in der Springform. Achte darauf, dass die Fruchtstücke den gesamten Teig bedecken, aber lass am Rand einen kleinen Freiraum. Das ist eine gute Idee für die spätere Baiserhaube. Nun kommt der Kuchen für 30 Minuten auf die unterste Schiene des vorgeheizten Backofens. Die Nähe zum Boden sorgt dafür, dass der Teig von unten gut durchbackt und eine stabile Basis für das Baiser bildet.

Achtung: Behalte den Kuchen während der letzten Minuten des ersten Backintervalls gut im Auge. Jeder Ofen ist anders, und die genaue Backzeit kann variieren. Wir wollen, dass der Teig schon leicht goldbraun wird, aber noch nicht zu dunkel.

Schritt 5: Die Krönung – Das Baiser entsteht

Nachdem der Kuchen die ersten 30 Minuten im Ofen verbracht hat, ist es Zeit für seine glänzende Krone. Hole den Kuchen vorsichtig heraus. Nun ist der Moment gekommen, das zur Seite gestellte Eiweiß zu verarbeiten. Gib das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz in eine saubere, fettfreie Schüssel. Schlage es mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine auf, bis es anfängt, schaumig zu werden. Hier ist die Prise Salz wichtig – sie stabilisiert das Eiweiß und hilft, es steif zu schlagen.

Lass nun langsam die restlichen 200 Gramm Zucker einrieseln, während du weiter schlägst. Schlage das Ganze für etwa fünf weitere Minuten auf, bis ein fester, glänzender Eischnee entsteht, der sich Spitzen ziehen lässt und beim Umdrehen der Schüssel nicht herausfällt. Dies ist das Herzstück der Baiserhaube, die für die süße Komponente und die unwiderstehliche Textur sorgt. Wenn das Baiser fertig ist, verteile es mit zwei Esslöffeln über dem Rhabarber auf dem Kuchen. Forme dabei bewusst eine wellenartige Struktur oder spitze Türmchen – das sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt auch für unterschiedliche Knusprigkeiten.

Wichtig: Lass einen Rand von etwa 1,5 Zentimetern zur Form frei. Der Eischnee dehnt sich beim Backen noch aus und würde sonst am Rand kleben bleiben und unschön aussehen.

Schritt 6: Das Finale – Goldbraune Perfektion

Nun kommt der Kuchen mit der Baiserhaube zurück in den Ofen, wieder auf die unterste Schiene, für weitere 25 bis 30 Minuten bei den gleichen 175 Grad Ober- und Unterhitze. Hier ist Aufmerksamkeits gefragt, denn das Baiser kann schnell von zartgold auf verbrannt umschlagen. Wir wollen eine leichte goldbraune Färbung, die eine herrliche Süße und eine zarte Knusprigkeit verspricht, aber keine dunklen, bitteren Stellen.

Beobachte den Kuchen in den letzten Minuten ganz genau. Wenn die Baiserhaube die gewünschte Farbe erreicht hat und du dir sicher bist, dass der Kuchen durchgebacken ist, nimm ihn aus dem Ofen. Lass ihn dann auf einem Kuchengitter erst einmal halbwegs abkühlen. Erst wenn er nicht mehr heiß ist, löse den Rand der Springform vorsichtig. Das vollständige Auskühlen auf dem Gitter ist entscheidend, damit sich die Feuchtigkeit verteilen kann und der Kuchen sich gut schneiden lässt.

Tipp: Ein leichtes Klopfen auf die Baiserhaube verrät dir, ob sie gut durchgetrocknet und knusprig ist. Sie sollte sich fest anfühlen.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Matschiger Boden durch zu feuchten Rhabarber.

Das passiert, wenn die Flüssigkeit, die der Rhabarber beim Erwärmen abgibt, nicht abgetropft wird oder die Speisestärke fehlt. Vor dem Belegen des Teiges die Rhabarberstücke gut abtropfen lassen und mit Stärke vermischen. Das sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit gebunden wird und dein Kuchenboden knusprig bleibt.

Fehler 2: Das Baiser wird nicht steif oder fällt zusammen.

Hier sind zwei Hauptursachen möglich: Fett oder zu wenig Geduld. Achte unbedingt darauf, dass die Schüssel und die Rührbesen absolut fettfrei sind, denn schon ein winziger Tropfen Eigelb oder Fett kann die Stabilität beeinträchtigen. außerdem ist es wichtig, das Eiweiß lange genug zu schlagen und den Zucker langsam einz Rieseln, damit sich eine stabile, glänzende Masse bildet, die auch dem Backen standhält.

Fehler 3: Das Baiser wird dunkel und bitter.

Das richtige Timing und die richtige Temperatur sind hier entscheidend. Halte deinen Ofen im Auge, besonders in den letzten Minuten der Backzeit. Die angegebene Temperatur von 175 Grad ist ein Richtwert. Wenn dein Ofen eher stark heizt, reduziere die Temperatur leicht oder verkürze die Backzeit des Baisers. Die dunklere Färbung kommt von der Karamellisierung des Zuckers, die wir zart und golden, nicht schwarz wollen.

Variationen für jeden Geschmack

Veganer Rhabarberkuchen mit knackigem Topping: Für eine vegane Variante ersetzt du Butter durch eine hochwertige Margarine oder Kokosöl und verwendest pflanzliche Milch. Statt Eier für das Baiser nimmst du aquafaba (Kichererbsenwasser), das ähnlich aufgeschlagen werden kann. Dazu passen geröstete Mandelsplitter als knackiges Topping statt Baiser.

Rhabarberkuchen mit Mandeln und Orangenaroma: Verfeinere den Rührteig mit etwas geriebener Orangenschale und einem Esslöffel Mandelextrakt. Unter den Rhabarber kannst du zusätzlich gehackte Mandeln oder ein paar kandierte Orangenzesten mischen. Das Baiser bleibt klassisch, um die fruchtige Note hervorzuheben.

Festlicher Rhabarberkuchen “à la Crème”: Mische unter den abgetropften Rhabarber etwas Joghurt oder saure Sahne, das macht ihn unglaublich cremig. Für das Baiser kannst du zusätzlich etwas Vanilleextrakt hinzufügen oder es mit braunem Zucker bestreuen, bevor es gebacken wird, um eine karamelligere Note zu erzielen. Eine Handvoll Kokosraspeln im Teig rundet das besondere Aroma ab.

Profi-Tipps für Omas Rhabarberkuchen mit Baiser

  • Zimmertemperatur ist König: Achte darauf, dass Butter, Eier und Milch wirklich Zimmertemperatur haben. Das ist die wichtigste Voraussetzung für einen geschmeidigen und luftigen Teig, der später nicht zerfällt.
  • Sanft zum Mehl: Sobald das Mehl im Teig ist, nur noch kurz rühren. Dies entwickelt weniger Gluten und hält den Kuchen zarter.
  • Die Baiser-Schüssel-Regel: Immer eine wirklich fettfreie Schüssel und Schneebesen benutzen. Teste, ob das Eiweiß steif genug ist: Wenn du die Schüssel kopfüber hältst und nichts herausläuft, ist es perfekt.
  • Die richtige Rhabarbergröße: Kleinere Stücke garen schneller und verteilen sich besser. Größere Stücke können holzig bleiben. Ca. 1cm ist ideal.
  • Geduld beim Abkühlen: Ein warmer Kuchen bricht leichter. Lass ihm bewusst Zeit auf dem Kuchengitter zum vollständigen Auskühlen, bevor du ihn anschneidest.

Servier-Ideen für Omas Rhabarberkuchen mit Baiser

Anrichten & Dekoration

Das Anrichten dieses Kuchens ist fast schon eine Kunst für sich. Die hoch aufragende, zart gebräunte Baiserhaube mit ihren wellenförmigen Spitzen ist an sich schon ein visuelles Highlight. Wenn du möchtest, kannst du die Spitzen vorsichtig mit einem Hauch von essbarem Glitzer bestreuen oder ein paar frische Minzblättchen drapieren. Eine Puderzucker-Wolke ist optional, doch oft lenkt sie von der Schönheit des Baisers ab. Lasse den Kuchen für sich selbst sprechen!

Passende Beilagen

Dieser Kuchen ist so eigenständig, dass er kaum Beilagen braucht. Eine Kugel cremiges Vanilleeis oder ein Löffel frisch geschlagene Sahne sind Klassiker, die die Süße des Baisers und die Säure des Rhabarbers auf wunderbare Weise ergänzen. Aber auch eine leichte Vanillesauce oder ein Klecks milder Quark können eine köstliche Ergänzung sein, besonders wenn du die fruchtige Note noch etwas unterstreichen möchtest. Manche lieben ihn auch zu einer Tasse starken Kaffee, wie cremiges Parmesan-Rindfleisch mit Rigatoni, der eine angenehme Bitterkeit mitbringt.

Für besondere Anlässe

Omas Rhabarberkuchen mit Baiser ist zu fast jeder Gelegenheit ein Volltreffer. Er eignet sich hervorragend für ein gemütliches Kaffeetrinken mit Freunden, für ein Geburtstagsfest, wo er als appetitliches Dessert glänzt, oder einfach als süßer Abschluss eines Familienessens. Besonders im Frühling und Frühsommer, wenn Rhabarber Saison hat, markiert er mit seiner Frische und Süße den Beginn des Gartenfest-Sommers. Er passt wunderbar zu einem entspannten Abendessen oder als süßer Abschluss eines sommerlichen Picknicks.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Bewahre den Kuchen am besten bei Raumtemperatur auf, aber nicht zu lange. Wenn er angeschnitten ist, ist es ratsam, ihn mit einem Küchentuch abzudecken. Vermeide unbedingt eine Tortenhaube aus Plastik, da diese das Kondenswasser staut und das Baiser schnell matschig werden lässt. Ein trockenes Leinentuch ist hier die beste Lösung, um die Knusprigkeit zu erhalten.

Einfrieren

Das Einfrieren von Rhabarberkuchen mit Baiser ist möglich, aber mit Vorsicht zu genießen. Das Baiser kann beim Auftauen seine Struktur verändern und leicht wässrig werden. Wenn du es dennoch probieren möchtest, friere den Kuchen gut abgekühlt ein, am besten in Portionen, in luftdichte Behälter oder gut eingewickelt in Frischhaltefolie und dann in Gefrierbeutel. Am besten ist es, nur den Kuchenboden mit dem Rhabarber einzufrieren und das Baiser frisch zuzubereiten, wenn du den Kuchen auftauen möchtest.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Das Aufwärmen sollte schonend geschehen. Wenn die Baiserhaube ihre Knusprigkeit verloren hat, kannst du sie für wenige Minuten im leicht vorgeheizten Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 100-120 Grad) nachtrocknen. Achte darauf, dass das Baiser nicht weiter bräunt. Den gesamten Kuchen erwärmst du am besten kurz im Ofen, um den Teig wieder angenehm weich zu machen, aber vermeide zu hohe Temperaturen, die das Baiser verbrennen könnten. Ein paar Minuten genügen meist.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich den Kuchen auch mit gefrorenem Rhabarber zubereiten?

    Ja, das ist grundsätzlich möglich, allerdings solltest du den gefrorenen Rhabarber gut auftauen lassen und dabei die austretende Flüssigkeit unbedingt abgießen. Gib zusätzlich etwas mehr Speisestärke zum Rhabarber, da gefrorener Rhabarber mehr Wasser abgibt als frischer. Achte darauf, den Rhabarber nicht zu zerkochen, auch wenn er schon aufgetaut ist.

  2. Mein Baiser ist nach dem Backen noch weich. Muss das so sein?

    Das Baiser sollte am Ende eine zarte, leicht knusprige Kruste haben. Wenn es noch sehr weich ist, hat es wahrscheinlich nicht genug getrocknet oder die Backzeit war zu kurz. Das kann an der Ofentemperatur oder der Luftfeuchtigkeit liegen. Du kannst den Kuchen nach dem Backen bei leicht geöffneter Ofentür im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, damit das Baiser weiter trocknen kann. Grundsätzlich kann es aber auch sein, dass es bei manchen Öfen etwas weicher bleibt – geschmacklich ist es trotzdem ein Genuss.

  3. Warum sollte ich den Teig nicht zu lange rühren, nachdem das Mehl hinzugefügt wurde?

    Wenn Mehl mit einer Flüssigkeit in Kontakt kommt und dann ausgiebig gerührt wird, beginnt sich das Gluten im Mehl zu entwickeln. Gluten ist ein Klebereiweiß, das für die Elastizität von Teigen verantwortlich ist. Bei Kuchenteigen, die wir locker und zart haben möchten, ist eine zu starke Glutenentwicklung unerwünscht, da sie den Kuchen zäh und kompakt machen kann. Deshalb ist es wichtig, den Teig nur so lange zu rühren, bis sich alle Zutaten gerade eben verbunden haben.

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