Rhabarber-Puddingkuchen – nach Omas Original-Rezept | Die besten Backrezepte mit Gelinggarantie

Der Duft, der mich jedes Mal wie von Zauberhand in die Küche lockt. Er ist süßlich-säuerlich, warm und unverkennbar nach Frühling, nach Erinnerungen an Omas sonntägliche Kaffeetafel. Es ist dieser Geruch von leicht angetautem Rhabarber, der sich mit der sanften Süße von Vanillepudding und einem Hauch von gebräunter Butter vermischt. Ein Duft, der mehr ist als nur Aroma – er ist eine Zeitreise.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als mir dieser Kuchen zum ersten Mal so richtig gelungen ist. Es war nach einem langen, grauen Nachmittag im März, und draußen peitschte der Wind gegen die Fensterscheiben. Ein Gefühl von Gemütlichkeit machte sich breit, als die ersten warmen Strahlen aus dem Ofen kamen und den Raum erfüllten. An diesem Tag fühlte sich der Kuchen nicht nur wie nach Omas Rezept an, er schmeckte auch so.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Ein Hauch von Nostalgie: Dieser Kuchen ist eine Hommage an die Kindheit, an unbeschwerte Momente und den unvergleichlichen Geschmack von Omas Küche. Er weckt längst vergessene Gefühle und bringt Wärme in deinen Alltag.
  • Cremige Perfektion: Die Füllung ist das Herzstück dieses Kuchens – ein samtiger Vanillepudding, verfeinert mit der leichten Säure des Rhabarbers und der milden Cremigkeit von Schmand. Eine Kombination, die auf der Zunge zergeht.
  • Knusprige Überraschung: Die goldenen Streusel sind nicht nur eine optische Ergänzung, sondern sorgen für den perfekten Biss. Sie bilden einen köstlichen Kontrast zur weichen Füllung und machen jeden Bissen zu einem kleinen Fest.
  • Die Balance der Aromen: Die Süße des Puddings, die frische Säure des Rhabarbers, die Reichhaltigkeit der Butterstreusel – hier trifft alles harmonisch aufeinander. Ein ausgewogenes Spiel, das Lust auf mehr macht.
  • Einfach, aber beeindruckend: Trotz seiner Einfachheit ist dieser Kuchen ein echter Hingucker und Gaumenschmeichler. Er zeigt, dass man kein Sternekoch sein muss, um etwas Besonderes zu zaubern.

Das brauchst du

Bei Omas Rezepten ist die Qualität der Zutaten oft das Geheimnis hinter dem unverwechselbaren Geschmack. Wähle für diesen Rhabarber Puddingkuchen möglichst frische und reife Zutaten, denn sie bringen das Aroma voll zur Geltung. Achte besonders auf gut ausgereiften Rhabarber, der seine Süße bereits entwickelt hat. Die Mengenangaben für die Zubereitung findest du, wie üblich, im detaillierten Rezeptteil weiter unten.

  • Milch: Als Basis für den Pudding eine gute Vollmilch wählen, sie sorgt für eine schöne Cremigkeit, die durch nichts zu ersetzen ist.
  • Zucker und Vanillezucker: Bringen die gewünschte Süße und das unverwechselbare Aroma, das perfekt mit der Säure des Rhabarbers harmoniert.
  • Vanillepuddingpulver: Die Grundlage für die samtige Textur der Füllung, die diesen Kuchen so besonders macht. Achte auf eine gute Marke für das beste Ergebnis.
  • Rhabarber: Seine frische, leicht säuerliche Note ist entscheidend. Wähle knackige Stangen, die beim Kochen nicht zerfallen, sondern eine angenehme Konsistenz behalten.
  • Schmand: Verleiht der Puddingfüllung eine feine, leicht säuerliche Cremigkeit und rundet das Geschmackserlebnis ab.
  • Ei: Bindet die Füllung und gibt ihr eine zusätzliche Stabilität, damit sie nach dem Backen perfekt sitzt.
  • Weizenmehl (Type 405): Die klassische Wahl für Teig und Streusel, die eine feine Textur und eine gute Bindung garantiert.
  • Butter: Für Teig und Streusel unerlässlich. Weiche Butter lässt sich besser verarbeiten und sorgt für eine zarte Konsistenz.
  • Salz: Eine Prise Salz hebt die Süße hervor und verleiht dem gesamten Kuchen eine tiefere Geschmacksdimension.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die die tiefsten Spuren hinterlassen. Dieser Rhabarber Puddingkuchen ist so ein Fall. Seine Wurzeln liegen im traditionellen Backwerk, dort, wo der Rhabarber nach seinem langen Winterschlaf wieder erntefrisch zur Verfügung stand. Es ist ein Kuchen, der die Vorfreude auf den Frühling in sich trägt und das Gefühl von Häuslichkeit und Geborgenheit vermittelt.

Über Generationen hinweg wurde das Rezept von Hand zu Hand weitergegeben, jede Familie brachte ihre eigene kleine Nuance ein. Vielleicht eine Prise mehr Zimt, ein Hauch von Zitronenschale, oder ein besonders luftiger Streusel. So entwickelten sich über die Jahre unzählige Varianten, doch das Wesentliche blieb: die köstliche Kombination aus fruchtigem Rhabarber, cremiger Puddingmasse und knusprigen Streuseln.

Was diesen Kuchen so zeitlos macht, ist seine Fähigkeit, uns mit einfachen, ehrlichen Aromen zu verzaubern. Er erinnert uns daran, dass die besten Gerichte oft aus wenigen, aber gut ausgewählten Zutaten entstehen. Ein Fest für die Sinne, das nie aus der Mode kommt, sondern immer wieder aufs Neue begeistert. Es ist gutes, bodenständiges Backwerk, das man auf Wikipedia als ein Paradebeispiel für Hausmannskost wiederfindet.

So bereitest du Rhabarber Puddingkuchen zu

Schritt 1: Die Basis für die Cremigkeit – Der Pudding

Bevor wir überhaupt an den Teig denken, muss die Seele des Kuchens entstehen: die Puddingfüllung. Es ist wie ein kleines Ritual, das den Beginn der Verwandlung markiert. Aus wenigen Zutaten, die gemeinsam in der Hitze ihre Magie entfalten. Die Milch wird erhitzt, und hier beginnt schon der erste Zauber.

In einer kleinen Schüssel mischst du einen kleinen Teil der Milch mit dem Vanillepuddingpulver und dem Zucker. Das sorgfältige Verrühren ist wichtig, damit keine Klümpchen entstehen. Diese cremige Paste wartet geduldig auf ihren großen Auftritt. Die restliche Milch köchelt derweil im Topf, bereit, die Puddingmasse aufzunehmen und sie zu ihrer vollen Entfaltung zu bringen.

Sobald die Milch kocht, rührst du die angerührte Puddingmasse ein. Denk daran, die Hitze zu reduzieren und den Pudding für etwa eine Minute sanft köcheln zu lassen. Diese Phase ist entscheidend für die Konsistenz. Der Pudding wird sämig und glänzend, eine luxuriöse Basis für das, was noch kommt. Danach füllst du ihn in eine Schüssel um und deckst ihn sofort mit Frischhaltefolie ab. So verhinderst du, dass sich eine Haut bildet, und er bleibt wunderbar glatt für die Weiterverarbeitung.

Tipp: Achte darauf, die Folie direkt auf die Oberfläche des Puddings zu legen. Das ist der Schlüssel zu einer perfekten, glatten Cremigkeit.

Schritt 2: Der Fundament – Der Teig

Nun wenden wir uns dem Fundament zu, dem Boden und dem Rand, der die cremige Füllung umschließen wird. Dies ist nicht nur irgendein Teig; es ist ein Mürbeteig, der mit seiner buttrigen Zartheit und seinem leichten Biss die Füllung perfekt ergänzt. Ich liebe es, wie er sich formen lässt, ein bisschen wie Knetmasse für Erwachsene.

Du beginnst mit der trockenen Mischung: Weizenmehl, Zucker und eine Prise Salz kommen in eine Schüssel. Die trockenen Zutaten werden kurz vermischt, um sicherzustellen, dass sich alles gut verteilt. Dann gibst du die weich gewordene Butter in Stücken hinzu. Nun ist deine Fingerfertigkeit gefragt. Verkrümel die Butter mit den anderen Zutaten, bis eine sandige Masse entsteht, die sich dann mit sanftem Druck zu einem glatten Teig verbinden lässt.

Für eine runde Springform, etwa 20 cm im Durchmesser, legst du diese am besten mit Backpapier aus. Das erleichtert das spätere Herauslösen enorm. Nun drückst du den Mürbeteig gleichmäßig auf dem Boden und an den Rändern verteilst ihn hoch bis etwa zur Hälfte oder etwas mehr. Ein Rand von ca. 6 cm Höhe ist ideal, um die Füllung sicher zu halten.

Achtung: Knete den Teig nicht zu lange, sonst wird er zäh. Nur so lange, bis alles gerade eben verbunden ist. Das ist das Geheimnis für einen mürben, zarten Teig.

Schritt 3: Vorbereitung der Frucht und der Streusel

Jetzt kommt der Star der Saison ins Spiel: der Rhabarber! Seine leuchtend rote Farbe und seine leicht herbe Frische sind das Herzstück dieses Kuchens. Doch bevor er seine volle Pracht entfalten kann, braucht er ein wenig Aufmerksamkeit. Der Backofen wird gleichzeitig auf die richtige Temperatur vorgeheizt – wir wollen ja keine Zeit verlieren.

Der Rhabarber wird gewaschen und die holzigen Enden vorsichtig entfernt. Manche schälen ihn komplett, andere nur grob am Stielansatz. Ich persönlich mag es, wenn noch ein paar rote Fäden übrigbleiben. Die Stangen schneidet man dann in etwa 1 cm breite Stücke. Ab in einen Topf damit, zusammen mit dem Vanillezucker und etwas zusätzlichem Zucker. Kurz bei mittlerer Hitze köcheln lassen, etwa 3-4 Minuten, gerade so lange, bis die Stücke leicht weicher werden, aber noch Biss haben.

Zeitgleich widmen wir uns den Streuseln. Es ist immer wieder eine Freude, wie aus trockenen Zutaten und kalter Butter etwas so Köstliches entstehen kann. Mehl und Zucker werden in einer Schüssel vermischt. Dann gibst du die kalten Butterstücke hinzu und zerreibst alles mit den Fingern zu groben Streuseln. Die Größe der Streusel ist Geschmackssache – ich mag sie, wenn sie nicht zu fein sind, so hat man richtig was zum Beißen.

Schritt 4: Die Verschmelzung der Aromen

Nun kommen die verschiedenen Elemente zusammen, und die Magie beginnt sich zu entfalten. Der noch lauwarme Pudding ist die perfekte Leinwand, um die Frucht und die Cremigkeit zu vereinen. Es ist ein Moment der Erwartung, wenn sich die Texturen verbinden.

Du nimmst den Pudding, der ja schon wunderbar glatt ist, und rührst vorsichtig den Schmand und das Ei unter. Diese Zugabe macht die Masse noch geschmeidiger und gibt ihr eine fantastische Konsistenz. Das Ei hilft zudem, die Füllung nach dem Backen zu stabilisieren. Dann hebt man zwei Drittel des vorbereiteten Rhabarbers unter. Man mischt es vorsichtig, damit die Rhabarberstücke nicht komplett zerfallen, sondern ihre Form behalten.

Jetzt holst du die vorbereitete Springform aus dem Kühlschrank. Die Rhabarber-Pudding-Mischung wird darin gleichmäßig verteilt und glattgestrichen. Man sieht schon, wie die roten Rhabarberstücke in der hellen Masse schimmern – ein herrlicher Anblick! Auf diese Schicht verteilt man nun den restlichen Rhabarber, schön gleichmäßig. Und als Krönung kommen die goldbraunen Streusel darüber, die den Kuchen bedecken und ihn bereit machen für den Ofen.

Tipp: Wenn du den Rhabarber nicht vorkochen möchtest, kannst du ihn auch roh verwenden. Dann braucht der Kuchen aber eventuell etwas länger im Ofen.

Schritt 5: Das große Finale – Die Backzeit

Der Ofen hat die gewünschte Temperatur erreicht, die Aromen haben sich gesammelt und nun ist es an der Zeit, dass der Kuchen seine endgültige Form annimmt. Die Hitze verwandelt die rohen Zutaten in ein goldbraunes Meisterwerk. Dies ist der Moment, auf den wir gewartet haben.

Du platzierst die Springform im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens. Die Temperatur liegt bei 180 Grad Ober- und Unterhitze (oder 160 Grad Umluft). Die Backzeit beträgt etwa 50 Minuten. Während dieser Zeit breitet sich ein Duft in deiner Küche aus, der seinesgleichen sucht – eine Mischung aus Frucht, Süße und Backaroma.

Nach dieser Zeit holst du den Kuchen aus dem Ofen. Er sollte eine wunderschöne goldbraune Farbe angenommen haben, und die Streusel knusprig aussehen. Der Duft allein ist schon ein Genuss. Nun kommt der vielleicht schwerste Teil: Geduld. Der Kuchen muss komplett auskühlen. Das ist wichtig, damit sich die Füllung setzt und der Kuchen später gut zu schneiden ist. Stell ihn am besten auf ein Kuchengitter und lass ihn ruhen.

Achtung: Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Beobachte den Kuchen gegen Ende der Backzeit und mache eine Stäbchenprobe, wenn du unsicher bist. Aber gerade das leichte Wackeln der Mitte ist bei Puddingkuchen oft erwünscht, da er beim Abkühlen noch fester wird.

Der fertige Rhabarber Puddingkuchen ist ein Genuss für sich. Er hält sich – gut gekühlt – für mindestens zwei Tage, aber seien wir ehrlich: Er ist meist schon am ersten Tag verputzt. Wenn du eine größere Form hast, zum Beispiel 26 cm, kannst du alle Zutaten einfach im Verhältnis 1,5 multiplizieren. Die Backzeit bleibt dabei in der Regel gleich.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Der Pudding ist zu flüssig. Das passiert oft, wenn die Kochzeit zu kurz war oder das Verhältnis von Flüssigkeit zu Puddingpulver nicht ganz stimmte. Achte darauf, den Pudding wirklich für die angegebene Zeit köcheln zu lassen, damit er gut andickt. Auch das schnelle Abdecken, damit sich keine Haut bildet, ist hier entscheidend.

Fehler 2: Der Mürbeteig wird hart oder bröselig. Das liegt meist daran, dass der Teig zu lange geknetet wurde oder die Butter zu kalt war. Knette den Teig wirklich nur so lange, bis alle Zutaten gerade eben verbunden sind. Wenn die Butter zu kalt ist, kannst du ihn kurz erwärmen, bis er sich gut bearbeiten lässt. Aber denk dran: Er soll weich sein, nicht geschmolzen.

Fehler 3: Der Rhabarber ist matschig. Wenn der Rhabarber zu lange kocht, verliert er seine Struktur und wird matschig. Eine kurze Kochzeit (ca. 3-4 Minuten) reicht aus, um ihn leicht weich zu machen und die Säure zu mildern. Er sollte noch Biss behalten, damit er sich im Kuchen angenehm anfühlt.

Fehler 4: Die Streusel sind nicht knusprig. Kalte Butter ist hier der Schlüssel! Wenn du die Butter zerreibst, sollte sie durch die Kälte die typische Streuselstruktur bilden. Wenn die Butter zu warm ist, werden die Streusel eher teigig. Achte darauf, dass die Streusel eine gute Größe haben, die backt dann perfekt aus.

Variationen für jeden Geschmack

Dieser klassische Rhabarber Puddingkuchen ist schon für sich ein Genuss. Doch wer experimentieren möchte, kann ihn leicht variieren und an persönliche Vorlieben anpassen. Man muss nur ein wenig umdenken und darf kreativ werden.

Vegane Variante: Für eine vegane Variante ersetzt du die Butter durch pflanzliche Margarine oder gehärtetes Kokosöl. Statt Kuhmilch nimmst du eine pflanzliche Milch wie Mandel- oder Hafermilch, und für den Schmand kannst du eine vegane Quarkalternative oder Joghurt verwenden. Das Ei im Pudding wird dann durch eine kleine Menge Speisestärke ersetzt, um die Bindung zu gewährleisten.

Mit Zitrusnote: Wer den fruchtigen Geschmack noch unterstreichen möchte, kann etwas geriebene Zitronen- oder Orangenschale zum Teig und/oder zur Puddingfüllung geben. Das verleiht dem Kuchen eine zusätzliche frische und sommerliche Dimension. Ein Hauch von Frische, der wunderbar mit dem Rhabarber harmoniert.

Die Festtags-Version: Für besondere Anlässe kannst du die Streusel mit gehackten Mandeln oder Nüssen verfeinern. Auch ein Hauch Zimt in den Streuseln oder eine leichte Beigabe von gemahlenen Mandeln in den Teig können den Kuchen aufwerten. Vielleicht sogar ein paar frische Beeren zum Rhabarber geben. Das macht ihn noch raffinierter.

Profi-Tipps für Rhabarber Puddingkuchen

Um aus deinem Rhabarber Puddingkuchen ein echtes Meisterwerk zu machen, hier ein paar Tricks, die Omas Geheimnisse vielleicht etwas näher bringen. Diese kleinen Handgriffe können einen Unterschied machen.

Die richtige Rhabarber-Sorte wählen: Nicht jeder Rhabarber ist gleich. Es gibt rote und grüne Sorten. Die roten Sorten sind meist süßer und milder, während die grünen eher säuerlich sind. Wähle je nach Vorliebe oder was gerade verfügbar ist. Aber Vorsicht bei sehr dünnen, grünen Stangen – die können schnell matschig werden.

Kälteschock für den Teig: Nachdem du den Mürbeteig für den Boden und den Rand vorbereitet hast, solltest du ihn unbedingt noch für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Das Fett im Teig wird dadurch fest und verhindert, dass der Teig beim späteren Backen zu sehr zerläuft. Das führt zu einem schöneren Rand und Boden.

Vorkochen des Rhabarbers kurzhalten: Wie schon erwähnt, ist es wichtig, den Rhabarber nicht zu lange zu kochen. Ein kurzes Anschwitzen reicht aus, um die harte Schale etwas aufzubrechen und die Säure zu mildern. Er soll noch Form behalten.

Streusel nur mit kalten Zutaten: Der Schlüssel zu perfekten, knusprigen Streuseln liegt in der Verwendung von kalter Butter. Wenn die Butter warm ist, wird der Teig eher klebrig und die Streusel verlieren ihre typische Struktur. Kalt ist hier Trumpf!

Die richtige Ofentemperatur halten: Achte darauf, dass dein Ofen die eingestellte Temperatur konstant hält. Ein zu heißer Ofen verbrennt die Streusel, bevor die Füllung gar ist. Lieber etwas niedriger anfangen und ggf. die Backzeit verlängern.

Servier-Ideen für Rhabarber Puddingkuchen

Anrichten & Dekoration

Ein Stück dieses Kuchens ist schon optisch ein Genuss. Die goldbraunen Streusel, die zartrot-weiße Füllung, die sich unter dem Obst verbirgt – es ist ein Bild von Kuchenglück. Zum Anrichten lege ich die Kuchenstücke auf einen flachen Teller, manchmal lasse ich einen kleinen “Klecks” Sahne daneben, der das Bild komplettiert. Manchmal setze ich noch ein paar frische Minzblätter darauf, das gibt einen schönen grünen Kontrast und einen frischen Akzent. Ein hauch Puderzucker, der wie Schnee über die Streusel rieselt, ist ebenfalls eine hübsche Idee, wenn es schnell gehen soll.

Passende Beilagen

Manche lieben ihn pur, andere bevorzugen eine cremige Begleitung. Schlagsahne ist hier der Klassiker; sie ist leicht und passt perfekt zur Süße des Kuchens. Ein Klecks Vanilleeis schmilzt langsam auf dem warmen Kuchen und sorgt für ein luxuriöses Gefühl. Für diejenigen, die es etwas frischer mögen, passt auch ein Löffel ungesüßter griechischer Joghurt oder ein leichter Quark wunderbar zum herben Rhabarber. Wer mag, kann auch noch etwas Früchte-Kompott dazu reichen, um die fruchtige Seite zu betonen.

Für besondere Anlässe

Dieser Kuchen ist nicht nur ein Sonntagskaffee-Highlight, sondern eignet sich auch hervorragend für ein Frühlings- oder Osterbuffet. Er ist nicht zu aufdringlich in seiner Süße, was ihn zu einem perfekten Gericht nach einem ausgiebigen Essen macht. Auch bei einem Picknick im Freien, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen locken, ist er ein gern gesehener Gast. Seine Einfachheit und sein vertrauter Geschmack machen ihn zudem für Familienfeiern und Kuchenbasare zu einer sicheren Wahl, die immer gut ankommt.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Sollte wider Erwarten vom köstlichen Rhabarber Puddingkuchen etwas übrig bleiben, lagert man ihn am besten im Kühlschrank. Decker den Kuchen gut ab, am besten mit Frischhaltefolie oder in einer luftdichten Kuchenbox. So bleibt er frisch und trocknet nicht aus. Die kalte Lagerung ist wichtig, da der Pudding und der Schmand darin enthalten sind.

Einfrieren

Das Einfrieren von Puddingkuchen ist möglich, aber nicht immer ideal. Die Füllung kann nach dem Auftauen etwas wässriger werden und die Streusel verlieren an Knusprigkeit. Wenn du es dennoch versuchen möchtest, lass den Kuchen vollständig auskühlen, schneide ihn in Stücke und verpacke jedes Stück einzeln luftdicht in Frischhaltefolie und dann zusätzlich in Gefrierbeutel. So minimierst du Gefrierbrand.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um den Kuchen wieder auf Temperatur zu bringen, holst du ihn am besten für etwa 30-60 Minuten aus dem Kühlschrank, damit er Raumtemperatur annimmt. Manche mögen ihn auch leicht erwärmt. Dann kann man ihn für wenige Minuten im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 100-120 Grad) kurz aufwärmen. Achte darauf, dass die Streusel nicht zu dunkel werden. Der Pudding wird wieder schön cremig, aber erwarte keine Wunder bei der ursprünglichen Knusprigkeit der Streusel.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich statt Rhabarber auch anderes Obst verwenden?

    Ja, das ist durchaus möglich und eröffnet viele spannende Geschmacksvarianten! Äpfel oder Birnen wären eine gute Alternative, sie bringen eine andere Süße und Textur mit. Beeren aller Art, wie Himbeeren oder Erdbeeren, passen ebenfalls wunderbar. Bei weicheren Beeren wie Himbeeren solltest du darauf achten, dass sie nicht zu sehr zerfallen, eventuell nur einen Teil davon unterheben. Denke daran, dass die Säure bei manch anderem Obst anders ist als beim Rhabarber; du musst eventuell die Zuckermenge leicht anpassen. Probiere es doch mal mit einer Kombination aus Erdbeeren und Rhabarber, das ist ein Klassiker!

  2. Warum ist die Füllung nach dem Abkühlen so fest geworden?

    Das ist völlig normal und sogar erwünscht! Wenn der Kuchen abkühlt, setzt sich die Pudding-Schmand-Ei-Mischung weiter. Das Ei bindet die Masse zusätzlich und sorgt dafür, dass die Füllung beim Anschneiden schön fest ist und nicht zerläuft. Wenn die Füllung komplett flüssig bleibt, könnte es daran liegen, dass das Puddingpulver nicht richtig eingekocht wurde oder zu viel Flüssigkeit verwendet wurde. Eine kurze Kochzeit und die Verwendung der angegebenen Mengen sind hier entscheidend.

  3. Ab wann ist Rhabarber im Jahr verfügbar und wann endet die Saison?

    Die Rhabarber-Saison beginnt in der Regel im April und dauert bis zum Johannistag am 24. Juni. Diese Zeit ist perfekt, um von der Frische des heimischen Rhabarbers zu profitieren. Außerhalb dieser Zeit kann man zwar Rhabarber importiert kaufen, aber der heimische ist oft aromatischer und frischer. Nutze die Saison voll aus, um diesen Kuchen so oft wie möglich zu backen! Es gibt sogar die Regel, dass man nach dem Johannistag keinen Rhabarber mehr ernten soll, damit die Pflanzen sich erholen können.

Rhabarber-Puddingkuchen

Rhabarber-Puddingkuchen

So cremig und lecker: Die cremige Pudding-Füllung mit Schmand ist schnell zubereitet und die Streusel runden den Kuchen perfekt ab. Das Rezept schmeckt wie von Oma!

4.8 from 582 reviews
Prep Time 55 Min.
Cook Time 50 Min.
Total Time 1 Std. 45 Min.
Servings 12 Portionen
Course:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch Calories:350 kcal By:ELENA
Servings
  • Für die Füllung: 700 ml Milch, 100 g Zucker, 1½ Pck. Vanillepuddingpulver (à 37 g), 450 g Rhabarber, 2 Pck. Vanillezucker, 200 g Schmand, 1 Ei (Gr. M)
  • Für den Teig: 200 g Weizenmehl (Type 405), 70 g Zucker, 1 Prise Salz, 130 g weiche Butter, Etwas Mehl zum Arbeiten
  • Für die Streusel: 70 g Zucker, 70 g Butter, 130 g Weizenmehl (Type 405)
  • Kochen
  1. 1Für die Füllung den Pudding kochen: 4–5 EL Milch, Puddingpulver und Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren. Restliche Milch in einem Topf aufkochen. Pudding-Mischung in die kochende Milch einrühren und bei niedriger Hitze ca. 1 Minute köcheln lassen. Pudding in eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie abdecken, beiseitestellen.
  2. 2Den Boden einer Springform (Ø 20 cm) mit Backpapier auslegen. Für den Teig Mehl, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mischen, Butter in Stücken hinzugeben und alle Zutaten mit den Händen zu einem Teig verkneten. Die vorbereitete Form mit dem Mürbeteig auslegen. Dabei soll ein ca. 6 cm hoher Rand entstehen. Form bis zur Weiterverarbeitung kaltstellen.
  3. 3Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Rhabarber waschen, grob schälen und die holzigen Enden wegschneiden. Stangen in ca. 1 cm breite Stücke schneiden und mit Vanillezucker in einem Topf mischen und bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten köcheln lassen. Für die Streusel Zucker, Butter in Stücken und Mehl zu groben Streuseln kneten.
  4. 4Schmand und Ei unter den noch lauwarmen Pudding rühren. Zwei Drittel des Rhabarbers hinzugeben und vermischen. Springform aus dem Kühlschrank nehmen, Rhabarber-Pudding-Mischung einfüllen und glattstreichen. Restlichen Rhabarber auf dem Kuchen verteilen und mit Streuseln bedecken.
  5. 5Kuchen im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens ca. 50 Minuten backen. Komplett erkalten lassen.
Category:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch
Carbohydrates 40g
Protein 5g
Fat 18g
Saturated Fat 11g
Fiber 3g
Sugar 35g
Sodium 150mg
Cholesterol 30mg

Keywords: Rhabarber, Puddingkuchen, Oma Rezept, Streusel, Frühling, Vegetarisch, Deutscher Kuchen

Der Rhabarber-Pudding-Kuchen mit Streuseln ergibt ca. 12 Stücke und hält sich gekühlt für mindestens 2 Tage. Für eine Springform mit Ø 26 cm können alle Zutaten des Rezepts in 1,5-facher Menge verwendet werden. Die Backzeit bleibt dabei gleich.
Tried this recipe?
Let us know how it was!
🤍

Similar Posts

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *