Rhabarberkuchen vom Blech – 5 Tipps für perfekte Streuseln – Noras Kreationen
Der Duft nach warmer Butter und dem leicht säuerlichen Aroma von Rhabarber – das ist für mich der Inbegriff des Frühlings. Kaum etwas weckt so lebhafte Erinnerungen an Omas Küche, an sonnige Nachmittage im Garten. Es war einer dieser milden Aprilnachmittage, als die ersten Sonnenstrahlen nach einem langen Winter endlich wieder die Fensterbande wärmten und der unverkennbare Geruch von frisch gebackenem Kuchen durch das kleine Haus zog.
Dieses Gefühl von Ankunft, von Aufbruch in eine hellere Jahreszeit, das ist es, was dieser Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln in mir auslöst. Es ist mehr als nur ein Rezept; es ist eine Geschichte, die jedes Mal neu erzählt wird, wenn der Teig in den Ofen kommt.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Duft, der Verwandelt: Sobald die erste Ladung Streusel im heißen Ofen zu duften beginnt, wird die gesamte Wohnung zur gemütlichsten Oase der Welt. Das aromatische Zusammenspiel von Mandel, Zimt und Rhabarber ist fast greifbar.
- Die perfekte Säure-Süße-Balance: Jeder Bissen ist eine kleine Reise – die leichte, fast spritzige Frische des Rhabarbers wird sanft umspielt von einem zarten, dezent süßen Hefeteig.
- Knusprigkeit, die begeistern kann: Die Marzipan-Streusel sind nicht einfach nur Streusel. Sie sind kleine, goldbraune Aromabomben, die bei jedem Biss zerfallen und einen Hauch von Luxus auf die Zunge zaubern.
- Ein bleibendes Gefühl der Kindheit: Dieses Rezept holt die besten Erinnerungen hervor. Es ist unkompliziert genug, dass man es selbst nachbacken kann, und doch so besonders, dass es sich wie ein Festtagskuchen anfühlt.
Das brauchst du
Bei diesem Kuchen ist die Qualität der einzelnen Zutaten entscheidend für das Endergebnis. Ein guter Rhabarber, der seine leuchtende Farbe behält, und ein Teig, der schön aufgeht, machen den Unterschied zwischen einem soliden Kuchen und einem, der dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Deshalb achte auf frischen Rhabarber und hochwertigste Mehltypen, denn diese Basis ist das Fundament deines süßen Meisterwerks.
- Hefe: Sie ist der geheime Motor, der den Teig luftig und leicht macht. Frische Hefe bringt das beste Aroma und die zuverlässigste Triebkraft mit sich.
- Zucker: Nicht nur zum Süßen da, sondern auch ein wichtiger Balancierer für die natürliche Säure des Rhabarbers. Er holt das Beste aus jeder Frucht heraus.
- Milch: Sie ist das warme Bad, das die Hefe zum Leben erweckt und unserem Teig seine geschmeidige, weiche Konsistenz verleiht.
- Dinkelmehl Type 630: Dieses feine Mehl sorgt für eine zarte Krume, die unwiderstehlich auf der Zunge zergeht und dem Kuchen eine edle Textur verleiht.
- Dinkelvollkornmehl: Ein kleiner Anteil davon gibt dem Kuchen Tiefe, eine nussige Note und macht ihn sättigender – ein kleiner Trick für mehr Genuss.
- Ei: Bindet die Zutaten und gibt dem Teig eine wunderbare Stabilität, damit er beim Backen nicht zerfällt.
- Salz: Eine Prise davon ist keine Geschmackssache, sondern ein Aromenverstärker, der die Süße hervorhebt und das gesamte Geschmacksprofil abrundet.
- Butter (weich): Sie macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine buttrige Tiefe, die man schmeckt und liebt.
- Marzipanrohmasse: Der Star der Streusel! Sie liefert das intensiv nussige Aroma, das diese Streusel so besonders und unwiderstehlich macht.
- Vanillezucker: Verleiht dem Kuchen eine subtile Süße und jenes warme, verführerische Aroma, das wir alle so sehr lieben.
- Zimt: Ein Hauch davon harmoniert perfekt mit dem Rhabarber und unterstreicht seine fruchtige, leicht säuerliche Note auf wundervolle Weise.
- Rhabarber: Die Hauptfigur! Seine frische, spritzige Säure ist das Herzstück dieses Kuchens und sorgt für die nötige Erfrischung.
Die genauen Mengenangaben für deinen perfekten Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln findest du, wie üblich, in der detaillierten Rezeptkarte am Ende. Doch bevor wir dort ankommen, lass uns eintauchen in die Welt dieses köstlichen Kuchens.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Der Rhabarberkuchen, besonders in der Blech-Variante mit Streuseln, hat seine Wurzeln tief in der deutschen Backtradition verwurzelt. Er ist kein neues, exotisches Gebäck, sondern ein treuer Begleiter durch die Jahreszeiten, der sich über Generationen hinweg bewährt hat und immer wieder aufs Neue geliebt wird.
Ursprünglich war Rhabarber eher als Heilpflanze bekannt und wurde in Klostergärten angebaut, bevor er im 19. Jahrhundert auch kulinarisch seinen Siegeszug antrat. Gerade in den Regionen, wo er leicht und früh angebaut werden konnte, füllte er die Speisekarten und Herzen, wenn die ersten Früchte des Sommers noch auf sich warten ließen. Seine robuste Natur und sein unverwechselbar frischer Geschmack machten ihn zum perfekten Kandidaten für einfache, aber köstliche Backwerke.
Im Laufe der Zeit hat sich dieses Gericht weiterentwickelt und dabei seinen Charme nie verloren. Während mancherorts der Kuchen vielleicht aufwendiger mit komplizierten Teigen oder kunstvollen Verzierungen daherkommt, besticht die Blech-Variante durch ihre ehrliche Einfachheit und den Fokus auf die Hauptdarsteller: den Rhabarber, den Teig und die Streusel. Die Zugabe von Marzipan zu den Streuseln ist eine köstliche Modernisierung, die dem Klassiker eine besondere, fast schon luxuriöse Note verleiht, ohne seine Bodenständigkeit zu trüben.
Was diesen Kuchen zeitlos macht, ist seine Fähigkeit, ein Lächeln hervorzurufen und Erinnerungen zu wecken. Er ist ein Stück gelebter Tradition, das sich wunderbar in unsere moderne Küche einfügt. Er verbindet die Einfachheit des täglichen Genusses mit der Eleganz eines besonderen Anlasses, ein wahres Meisterwerk der deutschen Backkunst.
So bereitest du Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln zu
Schritt 1: Der Hefeteig – das Fundament der Leichtigkeit
Alles beginnt mit einem sanften Aufwecken der Hefe. Nimm dir einen Moment Zeit, um die Milch leicht zu erwärmen – sie sollte sich wie ein warmer Sommerregen anfühlen, nicht heiß genug, um sie zu erschrecken. Gib die Hefe hinein, streue eine gute Prise Zucker darüber und lass sie einen Moment „atmen“. Du wirst sehen, wie sich nach kurzer Zeit kleine Bläschen bilden, ein Zeichen dafür, dass sie voller Tatendrang steckt.
Nun ist es Zeit, die trockenen Zutaten hinzuzufügen: Dinkelmehl, sowohl die feine Type 630 als auch das kernigere Vollkornmehl, das Ei für die Bindung und eine winzige Prise Salz, die die Aromen hervorhebt. Gib die aufgelöste Hefe-Milch-Mischung hinzu und beginne, alles von Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig zu verarbeiten. Knete ihn, bis er sich glatt und elastisch anfühlt, so als würdest du einen beruhigenden Gegenstand in den Händen halten.
Ein ehrlicher Tipp: Wenn der Teig zu klebrig ist, gib esslöffelweise mehr Mehl hinzu. Wenn er zu trocken wirkt, tröpfle vorsichtig etwas mehr warme Milch hinein. Er sollte am Ende weich und geschmeidig sein, aber nicht an den Fingern kleben.
Schritt 2: Die erste Ruhe – Zeit für Geduld und Wachstum
Nachdem du den Teig geknetet hast, kommt ein entscheidender Moment der Ruhe. Forme ihn zu einer schönen Kugel und gib ihn zurück in seine Schüssel. Decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und stelle sie an einen warmen, zugfreien Ort. Hier darf der Teig nun seine Magie entfalten, sich verdoppeln und weich und luftig werden. Lass ihn für mindestens 45 Minuten, besser etwas länger, seiner Trägheit nachgehen.
Während der Teig aufgeht, beginnt er, kleine Luftbläschen zu bilden. Dieser Prozess ist nicht nur für die Textur des Kuchens wichtig, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Hefe ihre Arbeit tut und Aromen entwickelt, die den Kuchen später so besonders machen. Es ist diese Art von Geduld, die den Unterschied zwischen einem einfachen Gebäck und einem Kunstwerk ausmacht.
Der entscheidende Moment: Beobachte den Teig, wie er langsam und stetig wächst. Dieser stille Prozess ist es, der für die unvergleichliche Luftigkeit des fertigen Kuchens sorgt. Wenn er sich in etwa verdoppelt hat, ist er bereit für den nächsten Schritt.
Schritt 3: Die Streusel-Perfektion – ein süßer Knusper-Traum
Nun widmen wir uns den Streuseln, die diesem Kuchen eine unvergleichliche Textur und ein wunderbares Aroma verleihen. Nimm die Marzipanrohmasse und die weiche Butter – sie sollten nicht geschmolzen, sondern einfach nur geschmeidig sein. Zerbrösle sie zusammen mit etwas Dinkelmehl Type 630, dem Zucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz in einer Schüssel. Hier ist wichtig, dass du nicht zu lange knetest, denn wir wollen keine homogene Masse, sondern feine Krümel.
Die Finger sind hier oft das beste Werkzeug. Verreibe die Zutaten zwischen deinen Fingern, bis sich grobe Streusel bilden. Manche lieben es, wenn sie ein wenig größer sind, andere bevorzugen feinere Krümel. Experimentiere ein wenig und finde deinen perfekten Streusel-Look. Es ist dieser Prozess des Zerreibens, der die Butter und das Marzipan in die Mehlmischung einarbeitet und für die spätere Knusprigkeit sorgt.
Ein kleiner Trick für extra knusprige Streusel: Nach dem Vermengen der Zutaten für die Streusel, gib die Schüssel für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank. Die kalte Butter hilft dabei, dass die Streusel beim Backen nicht zerlaufen, sondern schön knusprig werden.
Schritt 4: Der Rhabarber – Frische und Farbe ins Spiel bringen
Jetzt kommt die Hauptfigur ins Spiel: der Rhabarber. Wasche ihn gründlich und entferne die faserigen äußeren Schichten, falls nötig. Schneide ihn dann in mundgerechte Stücke, etwa zwei Zentimeter breit. Kein Hexenwerk, aber diese gleichmäßige Größe ist wichtig, damit er im Ofen schön weich wird, ohne zu zerfallen.
Nun gib die Rhabarberstücke in eine Schüssel und mische sie vorsichtig mit Zucker, Vanillezucker und einer Prise Zimt. Der Zucker hilft, die intensive Säure des Rhabarbers auszugleichen, und der Zimt unterstreicht seine fruchtige Note auf eine warme, heimelige Art. Lass ihn kurz ziehen, damit er seinen Saft abgibt – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.
Achtung: Manche Rhabarbersorten sind von Natur aus saurer als andere. Scheue dich nicht, die Zuckermenge im Rhabarber nach deinem persönlichen Gusto anzupassen. Probiere einen kleinen Rohling, bevor du ihn mit dem Teig vermischst, um sicherzugehen.
Schritt 5: Alles zusammenfügen – Aufbau des Meisterwerks
Nachdem der Teig sein Schläfchen gehalten hat und bereit ist, hol ihn aus der Schüssel. Fette dein Backblech gut ein. Rolle den Teig nun vorsichtig und gleichmäßig auf dem Blech aus. Du kannst ihn ruhig ein wenig über den Rand ziehen, um einen kleinen Wall zu bilden – das hilft, dass die Füllung später nicht herausläuft. Mache das am besten mit leicht bemehlten Händen oder einem bemehlten Nudelholz.
Verteile nun den vorbereiteten Rhabarber gleichmäßig über dem Teig. Achte darauf, dass er nicht zu dicht liegt, damit er gut garen kann. Die leuchtenden roten und grünen Stangen bilden einen wunderschönen Kontrast zum hellen Teig und die Vorfreude steigt mit jedem Stück, das du drapierst.
Schritt 6: Die Krönung – Streusel darüber und ab in den Ofen!
Nun ist der Moment gekommen, die knusprigen Marzipan-Streusel über den Rhabarber zu verteilen. Sei großzügig! Die Streusel sind es, die diesem Kuchen seine besondere Textur geben und ihn von anderen Rhabarberkuchen abheben. Verteile sie gleichmäßig, sodass jede Ecke des Kuchens von dieser süßen Kruste bedeckt ist.
Heize deinen Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor und schiebe das Blech ins untere Drittel. Nun beginnt der Tanz der Aromen: Die Hefe macht den Teig aufgehen, der Rhabarber verliert seine Säure und wird weich, und die Streusel werden goldbraun und entwickeln ihr unwiderstehliches Aroma. Backe den Kuchen für etwa 35 bis 40 Minuten. Du wirst wissen, dass er fertig ist, wenn die Streusel goldbraun glänzen und der Rhabarber leicht blubbert.
Wann ist er perfekt? Achte auf die Farbe der Streusel. Sie sollten herrlich golden sein, nicht zu blass und nicht zu dunkel. Wenn du unsicher bist, kannst du mit einem Zahnstocher in den Teig stechen – wenn er sauber herauskommt, ist der Kuchen durchgebacken.
Schritt 7: Geduld ist eine Tugend – das langsame Abkühlen
Nachdem der Kuchen stolz aus dem Ofen kommt, ist die wichtigste Regel: Hab Geduld! Lass ihn auf dem Blech langsam abkühlen. Wenn du ihn zu früh anschneidest, besteht die Gefahr, dass er auseinanderfällt und die Füllung herausläuft. Das Aroma entfaltet sich beim Abkühlen erst richtig und erlangt seine volle Tiefe.
Diese Wartezeit kann quälend sein, aber sie ist essenziell. Während die Wärme langsam aus dem Kuchen weicht, setzen sich die Aromen, die Textur wird fester und das Schneiden wird zu einem Kinderspiel. Genieße diesen Moment des Wartens, denn er gehört genauso zum Backerlebnis wie das Kneten des Teigs.
Der letzte Schliff: Wenn der Kuchen fast vollständig abgekühlt ist, kannst du ihn mit einem letzten Hauch Puderzucker bestäuben, wenn du magst. Das gibt ihm einen feinen, eleganten Abschluss, bevor er angeschnitten wird.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Die falsche Temperatur der Milch für die Hefe. Wenn die Milch zu heiß ist, tötest du die Hefe, bevor sie richtig arbeiten kann. Ist sie zu kalt, wird sie träge. Lauwarm ist hier das Schlüsselwort, wie bei einem sanften Sommerregen.
Fehler 2: Zu wenig Gehzeit für den Teig. Der Teig braucht seine Zeit, um aufzugehen und Luft zu entwickeln. Hastig einen flachen Teig auszurollen, führt zu einem kompakten, schweren Kuchen. Gib ihm die benötigte Ruhe, damit er schön luftig wird.
Fehler 3: Rhabarber zu feucht vorbereitet. Wenn Rhabarber zu viel Wasser zieht und dieses nicht abtropft, wird der Kuchen matschig. Schneide ihn in passende Stücke und lasse ihn bei Bedarf kurz abtropfen, bevor er auf den Teig kommt.
Fehler 4: Streusel nicht knusprig genug. Dies passiert oft, wenn die Butter zu warm ist oder die Streusel zu lange geknetet werden. Kalte Butter und schnelles Vermengen sind hier die Geheimnisse. Auch das vorherige Kühlen der Streuselmasse hilft.
Variationen für jeden Geschmack
Veganer Genuss: Du kannst diesen Kuchen problemlos vegan zubereiten. Ersetze die Butter im Teig und in den Streuseln durch eine hochwertige pflanzliche Margarine und die Milch durch eine ungesüßte Hafer- oder Mandelmilch. Das Ergebnis ist ein genauso köstlicher Kuchen, der ohne tierische Produkte auskommt.
Fruchtige Kombinationen: Mische unter den Rhabarber zusätzlich gewürfelte Erdbeeren oder eine Handvoll frische Heidelbeeren. Die Kombination aus der Säure des Rhabarbers und der Süße der Beeren ist einfach unschlagbar und bringt noch mehr Farbe auf den Kuchen.
Eine Prise Exotik: Verfeinere die Rhabarberfüllung mit einer Prise gemahlenem Ingwer oder Kardamom. Diese Gewürze verleihen dem Kuchen eine unerwartete, aber wunderbar harmonische Tiefe und sorgen für eine köstliche Abwechslung.
Profi-Tipps für Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln
- Die Marzipan-Geheimnis: Wenn du kein Marzipan magst, aber nicht auf den besonderen Kick verzichten willst, kannst du auch 50g gemahlene Mandeln unter die Streusel mischen. Das gibt eine ähnliche nussige Textur.
- Perfekter Rand: Damit der Rand des Kuchens nicht zu trocken wird, kannst du ihn beim Ausrollen des Teiges etwas höher ziehen. Das schützt ihn beim Backen und sorgt für eine schöne Optik.
- Frage der Süße: Wenn der Rhabarber besonders sauer ist oder du es generell süßer magst, kannst du etwas mehr Zucker zur Rhabarberfüllung geben oder eine dünne Schicht Pudding (z.B. Vanillepudding) unter den Rhabarber streichen, bevor die Streusel darüber kommen.
- Glanz für die Streusel: Für extra goldbraune und glänzende Streusel kannst du vor dem Backen noch eine Prise Zucker (oder sogar etwas Puderzucker) über die Streuselfläche sieben.
- Kleiner Trick gegen feuchten Boden: Wenn du befürchtest, dass der Boden zu feucht wird, kannst du eine dünne Schicht Paniermehl oder gemahlene Mandeln über den Teig streuen, bevor du den Rhabarber darauf verteilst. Das saugt überschüssige Flüssigkeit auf.
Servier-Ideen für Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln
Anrichten & Dekoration
Ein Stück warmer Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln ist bereits ein Festmahl für sich. Aber ein Klecks geschlagene Sahne, vielleicht mit einem Hauch Vanille verfeinert, hebt das Geschmackserlebnis auf ein neues Level. Für eine besondere Note kannst du auch etwas frische Minze oder essbare Blüten als Garnitur verwenden. Ein feiner Staubzuckerüberzug lässt den Kuchen noch festlicher erscheinen, besonders wenn er noch leicht warm ist und der Staubzucker schmilzt.
Passende Beilagen
Dieser Kuchen ist ein wunderbarer Nachmittagskuchen, der aber auch als Dessert glänzen kann. Serviere dazu eine Kugel Vanilleeis, das die süße Wärme des Kuchens perfekt kontrastiert. Auch eine leichte Vanillesauce passt hervorragend dazu und rundet den Genuss ab. Für diejenigen, die es weniger süß mögen, ist ein Klecks Naturjoghurt eine erfrischende Alternative, die die fruchtige Säure des Rhabarbers hervorhebt.
Für besondere Anlässe
Der Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln ist der ideale Kandidat für Ostern oder ein frühlingshaftes Kaffeetrinken. Er ist einfach zuzubereiten und schmeckt fast jedem. Auch bei einem Picknick oder als Mitbringsel zum Abendessen macht er eine gute Figur. Durch seine frische Fruchtigkeit passt er wunderbar zu jedem Frühlings- oder Sommerfest, wo er nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge erfreut.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Sollten wider Erwarten Reste deines köstlichen Rhabarberkuchens übrig bleiben, ist die Lagerung denkbar einfach. Bewahre ihn am besten in einer luftdichten Kuchenbox auf. So bleibt er für zwei bis drei Tage frisch und behält seine saftige Konsistenz und die knusprige Oberseite. Stelle die Box an einen kühlen Ort, aber nicht direkt in den Kühlschrank, es sei denn, es ist sehr warm, da er dort austrocknen kann.
Einfrieren
Ja, dieser Kuchen lässt sich hervorragend einfrieren! Schneide ihn dazu in Portionen und wickle jede Scheibe einzeln gut in Frischhaltefolie ein und gib sie dann in einen Gefrierbeutel oder eine gefriergeeignete Dose. So verpackt hält er sich problemlos für zwei bis drei Monate. Achte darauf, dass er beim Einfrieren vollständig abgekühlt ist, um Eiskristallbildung zu vermeiden.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Zum Aufwärmen gibt es mehrere Möglichkeiten. Am besten gelingt es im Backofen bei etwa 120 Grad Celsius für 10-15 Minuten. So werden die Streusel wieder herrlich knusprig und der Kuchen taut gleichmäßig auf. Alternativ kann man auch eine aufgetaute Scheibe kurz in der Mikrowelle erwärmen, hierbei gehen die Streusel aber oft etwas von ihrer Knusprigkeit ein. Für ein schnelles Erwärmen eignet sich auch ein Kontaktgrill oder eine Pfanne auf Niedrigstufe. Achte darauf, dass er nicht zu heiß wird, um die Textur nicht zu beeinträchtigen.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich den Rhabarberkuchen auch mit Tiefkühl-Rhabarber backen?
Ja, das ist absolut möglich und eine tolle Option, wenn die Saison für frischen Rhabarber vorbei ist. Der Schlüssel zum Erfolg mit Tiefkühl-Rhabarber ist, dass du ihn vor dem Verarbeiten gut auftauen lässt und dann die austretende Flüssigkeit so gut wie möglich abtropfst. Am besten streichst du die aufgetauten Rhabarberstücke kurz mit Küchenpapier trocken, um zu verhindern, dass der Kuchen später zu feucht wird. Denke daran, dass tiefgekühlter Rhabarber schon etwas an Säure verlieren kann, daher musst du eventuell die Zuckermenge in der Füllung leicht anpassen. - Wie lange hält sich der Rhabarberkuchen vom Blech?
Wenn der Kuchen richtig gelagert wird, kannst du dich etwa zwei bis drei Tage daran erfreuen. Bewahre ihn am besten in einer gut schließenden Kuchenbox auf, um ihn vor Austrocknung zu schützen. Ein kühler, trockener Ort ist ideal. Wenn es draußen sehr warm ist, kann es sinnvoll sein, ihn im Kühlschrank aufzubewahren, aber lass ihn vor dem Servieren gut auf Raumtemperatur kommen, damit sich die Aromen wieder entfalten können und der Kuchen nicht zu fest ist. - Kann ich den Hefeteig durch einen Rührteig ersetzen?
Grundsätzlich ist das möglich, aber es wird das Charakteristikum des Kuchens verändern. Ein Hefeteig ist für seine luftige, lockere und leicht nach Hefe duftende Konsistenz bekannt, die wunderbar mit der Säure des Rhabarbers harmoniert. Ein Rührteig wird insgesamt dichter und oft auch etwas süßer. Wenn du einen Rührteig bevorzugst, achte darauf, dass er nicht zu schwer ist, damit er den Rhabarber und die Streusel gut tragen kann. Die Backzeit kann sich bei einem Rührteig auch etwas verkürzen. Es ist aber ein Unterschied, den Liebhaber des originalen Hefeteigs definitiv schmecken werden.
Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln
Saftiger Rhabarberkuchen vom Blech mit knusprigen Marzipan-Streuseln, ideal für den Frühling und einfache Familienfeste. Ein Klassiker der deutschen Bäckerkunst, der besonders in der Rhabarber-Saison jeden begeistert. Der saftige Hefeteig kombiniert mit frischem Rhabarber und knusprigen Marzipan-Streuseln sorgt für ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.
- 1/2 Würfel Hefe
- 60 g Zucker
- 250 g lauwarme Milch
- 200 g Dinkelmehl Type 630
- 200 g Dinkelvollkornmehl
- 1 Ei
- 1/4 TL Salz
- 75 g weiche Butter
- 150 g Dinkelmehl Type 630 für Streusel
- 80 g Zucker für Streusel
- 1 Pck. Vanillezucker
- 100 g Marzipanrohmasse
- 1 Prise Salz für Streusel
- 100 g kalte Butter für Streusel
- 1 kg Rhabarber
- 30 g Zucker für Füllung
- 1 Pck. Vanillezucker für Füllung
- 2 Msp. Zimt für Füllung
- Backen
- 1Hefe und Zucker in lauwarmer Milch auflösen.
- 2Dinkelmehl, Ei und Salz hinzufügen und einige Minuten zu einem Teig kneten.
- 3Weiche Butter unterkneten, bis ein weicher, buttriger Teig entsteht.
- 4Teig in einer Schüssel abgedeckt 45 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert.
- 5Für die Streusel Marzipan und Butter in kleine Stücke schneiden. Mit Mehl, Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz verkneten. 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
- 6Rhabarber waschen, in 2 cm breite Stücke schneiden und mit Zucker, Vanillezucker und Zimt vermengen.
- 7Teig auf einem gefetteten Backblech ausrollen, einen kleinen Rand hochziehen. Rhabarber gleichmäßig darauf verteilen.
- 8Streusel über den Rhabarber geben und das Blech im unteren Ofendrittel bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 35–40 Minuten backen.
- 9Kuchen auf dem Blech auskühlen lassen und nach Belieben mit Sahne servieren.
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